Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Ein Vorwort

Bereits 1960 schrieb Michael Ende sein Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, das 1962 um den zweiten Teil „Jim Knopf und die Wilde 13“ erweitert wurde. Die Geschichte der Insel mit zwei Bergen – na wer hat schon einen Ohrwurm? – begeisterte daraufhin groß und klein über viele Generationen, unter anderem meine Wenigkeit. Eines der ersten Bücher, die ich alleine gelesen habe und seit dem immer wieder verschlingen konnte. 1976/77 drehte die Augsburger Puppenkiste die Geschichte in Farbe – ein Schwarz-weiß Version existierte bereits – und auch diese Variante ist Teil meiner Kindheit und kann mich noch immer begeistern. Nun präsentiert uns die deutsche Kinolandschaft eine neue Variante. Doch kann sie mit den Kindheitserinnerungen mithalten?

Die Handlung

Die kleine Insel Lummerland hat nur vier Einwohner. König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst), Frau Waas (Annette Frier) und Lukas, der Lokomotivführer (Henning Baum) mit seiner Lokomotive Emma. Doch eines Tages kommt ein Päckchen auf Lummerland an, in dem der kleine Jim (Solomon Gordon) steckt, adressiert an eine Frau Mahlzahn. Da Frau Waas die einzige weibliche Bewohnerin ist, darf sie Jim behalten. Doch als dieser immer größer wird, beschließt König Alfons, dass Lokomotive Emma weg muss, damit genug Platz für alle ist. Lukas, will sich jedoch nicht trennen und will mit Emma gehen. Jim bekommt das mit und beschließt mit den beiden zu gehen. Durch Zufall landen sie in Mandala und erfahren, dass die Prinzessin Li Si entführt wurde. So entsteht der Plan den langen Weg bis zur Drachenstadt anzutreten und Li Si aus den Fängen von Frau Mahlzahn zu befreien.

Meine Meinung

„Eine Insel mit zwei Bergen…“ Schon alleine, wenn die Lummerland-Melodie wieder ertönt, habe ich nicht nur gleich einen Ohrwurm, sondern fühle mich auch wieder in meine Kindheit zurückversetzt. Nun war die große Frage, was die Neuverfilmung denn nun kann. Und so auf den ersten Blick muss sich der Film von Regisseur Dennis Gansel auch gar nicht verstecken. Denn optisch ist der Film wunderbar gelungen. Seien es nun fantastische Landschaftsaufnahmen, die sich in keiner Weise hinter denen aus Hollywood verstecken müssen, oder die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Kostüme. Rein optisch taucht man zu 100% in die Welt von Lummerland ein. Auch Mandala und die anderen Schauplätze werden neu zum Leben erweckt. Also im optischen Bereich kann der Film durchaus punkten.
Handlungstechnisch hat sich Jim Knopf ein großes Ziel gesetzt. Denn der Film hat gerade mal eine Länge von 100 Minuten. Eigentlich viel zu knapp, um die komplette Geschichte ausführlich zu erzählen. Das ungute Gefühl in dieser Richtung verstärkte sich, als die Einführung der Lummerländler auch einen ordentlichen Teil der Zeit fraß, ohne dass überhaupt die eigentliche Geschichte losging. Aber trotzdem wird für jede Etappe genau die richtige Zeit aufgewendet, die nötig ist, um die Geschichte verständlich zu erzählen. Leider aber auch nicht mehr. Gerade die Zeit in Mandala hätte etwas länger sein können. Die Filmfassung hat versucht sich sehr stark an die Buchvorlage zu halten und hat das auch die meiste Zeit durchhalten können. Nur ein paar Änderungen tauchen auf, die aber nicht groß stören. Störender ist für eingefleischte Buchfans wohl eher, dass die Charaktere teilweise ein bisschen neu interpretiert wurden. So ist Christoph Maria Herbsts Herr Ärmel ein wenig zu schnöselig und Uwe Ochsenknechts König Alfons der Viertelvorzwölfte ein wenig zu verpeilt und Ich-Bezogen. Aber auch hierüber kann man hinwegsehen und wer die Bücher nicht kennt, wird sich schnell für die Filmcharaktere begeistern können. Leider ist auch Michael Bully Herbigs Nepomuk ein bisschen zu viel Bully. Da geht auch wieder einiges an Herzlichkeit weg und es wird versucht mit Albernheit zu kontern.
Das größte Problem für Jim Knopf dürfte jedoch sein, dass er seine Zielgruppe nicht erreicht. In einem halb vollen Kinosaal mit einem Verhältnis von 70% Kindern zu 30 % Erwachsene, habe ich keines der Kinder auch nur einmal lachen gehört. Lediglich eine Hand voll Erwachsener konnte den Film stellenweise mit mir lustig finden. Denn die einzigen Witze, die gezündet haben, sind die, die für die Eltern geschrieben wurden. Und das ist praktisch der Todesstoß für einen lustigen Kinderfilm.
Erst vor kurzem lief die Kinderbuchverfilmung die kleine Hexe in den Kinos. Sowohl die kleine Hexe als auch Jim Knopf sind die Bücher meiner Kindheit, die ich bis heute immer wieder gerne lese. Und während die Verfilmung der kleinen Hexe mich unweigerlich wieder in diese unbeschwerte Zeit zurückversetzen konnte, vermag Jim Knopf genau dies leider nicht. So nostalgisch ich beim Soundtrack wurde, der immer wieder die Lummerland-Melodie mit anspielte, so blieb ich doch als Erwachsene im Kino und kam nicht mit neuen Kindheitserinnerungen heraus. So schön der Film auch umgesetzt war, der gewisse Funke, der den Film zauberhaft gemacht hätte, wollte einfach nicht auf mich überspringen.

Das Fazit

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer macht in seiner Gesamtheit an sich eine gute Figur. Handlungstechnisch ist er sehr solide, optisch herausragend. Nur erreicht er seine Zielgruppe nicht und ihm fehlt letzten Endes das gewisse Etwas, der besondere Funke, für einen guten Kinderfilm. Daher gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer läuft seit dem 29.03.2018 in den deutschen Kinos.

Advertisements

Rückblick auf den März

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Und während ich im März, während Deutschland noch unter den kalten Temperaturen litt, mir in Marokko schon die Sonne auf den Bauch schienen ließ, sieht der April auch wieder Reisen für mich vor. Doch zunächst möchte ich noch einmal auf den März zurückblicken und euch über meinen Medienkonsum informieren 😉

Cinemathek

Im März konnte mich keiner der Cinemathek-Filme genug reizen, um ihn zu sehen. Die neue Saison ab April sieht wieder vielversprechender aus.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Tomb Raider – Alicia Vikander ist die neue Lara Croft, deren Film sich auch an den neueren Spielen orientiert. Als Komplettpaket funktioniert er nicht, aber einzelne Aspekte sind wirklich gut gelungen.

Red Sparrow – Jennifer Lawrence schlüpft in die Rolle einer russischen Spionin. Dabei schafft es der Film den Zuschauer mehr als einmal komplett im Dunkeln tappen zu lassen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen.

Midnight Sun – Wie lebt man mit einer Krankheit, bei der einen jeder Sonnenstrahl umbringen kann. Und wie reagiert man, wenn auf einmal die große Liebe vor der Tür steht? Ein supersüßer Liebesfilm, der aber deutlich mehr drauf hat.

Game Night – Wenn das geplante Spiel auf einmal zur Realität wird. Schon jetzt einer meiner Favoriten im Bereich Komödie dieses Jahr.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Leon – der Profi – Mein Freund beschloss, dass es wieder mal an der Zeit sei einen Film zu schauen, den ich noch nicht gesehen hatte. Und da unser Filmregal zu 90% aus meinen Filmen besteht, war das gar nicht so leicht einen zu finden. Schließlich durfte ich diesen schönen Klassiker sehen mit der noch sehr jungen Natalie Portman.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Call me by your name – Den Oscarkandidaten habe ich bisher leider verpasst, aber die Geschichte über eine Liebe im norditalienischen Sommer, hole ich bestimmt noch nach.

Das schweigende Klassenzimmer – 1956 in Stalinstadt – dem heutigen Eisenhüttenstadt, gar nicht weit vom meinem derzeitigen Wohnort – schwiegen Schüler einer Klasse für eine Minute, um die gefallenen Genossen in Budapest zu gedenken. Doch in der noch jungen DDR zog die Aktion schnell weite Kreise.

Mollys Game – Molly Bloom ist die Frau in der Untergrund-Pokerszene Hollywoods. Doch ihre Glücksträhne hat bald ein Ende und sie sieht sich einer Anklage gegenüber. Wie viel wusste sie von den kriminellen Machenschaften an ihren Pokertischen?

Vielmachglas – Marleen ist Anfang 20 und wohnt noch zu Hause. Doch nach einem Schicksalsschlag hält sie nichts mehr dort und sie macht sich auf eine abenteuerliche Reise. So ganz weiß ich noch nicht, was ich von Vielmachglas nach dem Trailer halten soll, aber eine Chance bekommt er ganz bestimmt.

The Florida Project – Disneyworld in Florida ist wohl einer der magischsten Orte weltweit. Nicht weit davon entfernt lebt die 6-jährige Moonee mit ihrer Mutter, die kaum jede Woche das Geld für das Motel aufbringen kann. Trotzdem versucht ihre Mutter ihr das Leben traumhaft zu gestalten.

Unsere Erde 2 – Der erste Teil war schon bildgewaltig und faszinierend. Genau das erwarte ich auch von der Fortsetzung. Gerne hätte ich die Bilder auch im Kino angesehen.

I, Tonya – Noch ein Oscarfilm, der in Deutschland zu spät anläuft. Die Geschichte über die Eiskunstläuferin Tonya Harding, die vor allem durch den „Unfall“ ihrer Konkurrentin Aufmerksamkeit auf sich zog.

The Death of Stalin – Was hatte ich Lust auf diese Komödie über den Tod von Stalin mit Jason Isaacs, den ich nicht erst seit Star Trek Discovery sehr schätze. Aber ich denke ich habe inzwischen genug über mein Kino gejammert.

Serien – ein kurzer Überblick

Im März habe ich endlich die vierte Staffel von Grace & Frankie sehen können, die ich ja seit der ersten Folge einfach nur liebe! Auch die vierte Staffel mit Jane Fonda und Lily Tomlin konnte mich wieder sehr gut unterhalten. Ansonsten lief die 3. Staffel von My little Pony (mal wieder) und zur Einstimmung auf die Neuverfilmung habe ich die Augsburger Puppenkiste mit Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer gesehen. Und jetzt alle: „Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen blauen Meer…“

Mein Lesemonat

20180409_121015

Bücher insgesamt: 4
Seiten insgesamt: 1478
Seiten pro Tag: ca. 49 Seiten im Durschnitt
Taschenbücher: 4

Platz 4: Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag! – Ein Buch mit Erfahrungsberichten über Helikoptereltern bei denen man irgendwann nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Es kommt einem schnell sehr übertrieben vor, aber leider kennt man doch auch ähnliche Beispiele.

Platz 3: Das Buch der Schurken – Platz 3 klingt jetzt so hart, denn das Buch der Schurken konnte mich wirklich überzeugen! Aber die anderen beiden Bücher fand ich eben doch noch ein Stück besser. Wie gut mir dieses gefiel, habe ich hier bereits ausführlich berichtet.

Platz 2: Frühstück mit Kängurus – Bill Bryson konnte mich bisher noch nicht so richtig begeistern, aber ich gab ihm trotzdem noch eine Chance und diesmal war ich absolut begeistert. Sein Reisebericht über Australien, ist informativ und witzig in kleinen Teilen. Er beschreibt seine Reiseroute und schmückt diese immer wieder mit schönen kleinen Anekdoten aus der Vergangenheit. Leider entfacht er auch das Fernweh.

Platz 1: Friedhof der Kuscheltiere – Altmeister Stephen King konnte mich auch mit dem zweiten Werk, dass ich von ihm las, wieder voll und ganz begeistern, auch wenn ich das Ende etwas zu abrupt fand. Dafür las es sich viel leichter weg als sein Monster „Es“. Tja und inzwischen wartet bereits ein drittes Buch von King in meinem SuB gelesen zu werden.

Death Wish

Schlagwörter

, , , ,

Ein Vorwort

1974 kam der Film Death Wish in die amerikanischen Kinos, der hier eher bekannt sein dürfte unter dem Titel „Ein Mann sieht rot“. Und da in der heutigen Zeit kein Streifen ohne Remake bleibt, wurde nun auch Death Wish neu verfilmt. Und wer eignet sich besser für einen Actionthriller als Altmeister Bruce Willis?
Zunächst musste jedoch der Starttermin verschoben werden, so dass er nicht im Oktober letzten Jahres anlief, sondern erst ab März. Spekulationen zufolge war der Amoklauf in Las Vegas kurz zuvor einer der Verschiebungsgründe. Somit könnte man meinen, dass es sich um ein Film mit einem brandaktuellen Thema handelt. Doch die sehr schlechten Kritiken bisher und das schlechte Einspielergebnis spricht eine andere Sprache. Was kann Death Wish also wirklich?

Die Handlung

Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) ist Unfallchirurg und liebender Ehemann und Vater. Als sich die Familie eigentlich zu einem Geburtstagessen außer Haus befinden wollte, dringen drei Einbrecher in das Haus ein. Doch die Pläne der Familie haben sich geändert und so befinden sich Mutter und Tochter im Haus, während Dr. Kersey arbeiten ist. Der Einbruch geht schief und Mutter wird erschossen, während Tochter durch die Schussverletzungen ins Koma fällt. Da die Polizei rund um Detective Kevin Raines (Dean Norris) einige Zeit im Dunkeln tappen, beschließt Kersey Selbstjustiz zu üben. Er besorgt sich eine Waffe und übt heimlich in seinem Keller. Doch bevor er sich auf die Suche nach den Einbrechern macht, sorgt er in seiner Heimatstadt Chicago erst noch auf andere Art für Gerechtigkeit.

Meine Meinung

Death Wish ist so ein Film, bei dem man sich zunächst fragt, ob er das gezeigte überhaupt wirklich ernst meint. Denn viele Szenen wirken wie eine Parodie auf ähnliche Filme. Aber während der Film für einen Actionthriller viel zu viel Slapstick anwendet, für einen Rachethriller zwar sehr blutig, aber nicht konsequent genug ist, ist er für eine Parodie einfach nicht lustig genug. Denn auch wenn viele Szenen ungewollt komisch erscheinen, haben sie keinen Humorgedanken dahinter. Wenn sich also ein Bruce Willis auf die Straße wirft und da etwas ungelenk eine Waffe zieht und unkontrolliert auf ein Auto schießt, wirkt das zwar im ersten Moment sehr amüsant. Da entkommt einem doch ein kleines Reflexlachen. Doch schon im nächsten Moment fragt man sich, was diese Szene denn nun genau sollte? Denn auch wenn Willis einen Neuling im Umgang mit der Waffe spielt, scheint er als Chefarzt doch eigentlich schlau genug, um zu wissen, dass man sich besser hinter einem der parkenden Autos versteckt, als sich einfach auf die Straße zu werfen. Leider ist diese Szene nur eine von vielen Beispielen, in denen Death Wish völlig abstruse Handlungselemente einführt, die in keinem Genre funktionieren. Leider strahlt der Film auch noch aus, dass er sich vollkommen ernst nimmt und selbst die Szenen, die das Reflexlachen hervorrufen, gar nicht witzig und mit Augen zwinkern gemeint waren. Stattdessen wird ein Klischee nach dem nächsten eingebracht, aber trotzdem nicht gut umgesetzt.
Was man Death Wish zugutehalten muss, ist die Diskussion über Selbstjustiz, die immer wieder angeführt werden. Nach jeder Aktion von Dr. Kersey, werden Ausschnitte aus Radiosendungen eingeblendet, in denen das Für und Wider seiner Taten diskutiert wird. Während manche es gut finden, dass endlich jemand etwas gegen die Gewalttaten unternimmt, haben die Anderen Angst, vor Nachahmungstätern oder das die Taten irgendwann nicht mehr kontrollierbar sind, da Kersey mehrfach beweist, dass er eigentlich ziemlich unerfahren ist. Leider wird dieser Aspekt immer wieder sehr kurz gehalten.
Death Wish ist mit 110 Minuten viel zu lang geraten für das im Film erzählte. Allein die Charaktereinführung dauert unfassbar lange, was gar nicht nötig gewesen wäre, da die Konstellation schnell klar ist. Dr. Kersey ist liebender Ehemann und Vater und natürlich passiert seiner Familie etwas und weil die Polizei nicht schnell genug Hinweise bekommt, versucht er sich an der Selbstjustiz. Wäre schnell erzählt, ohne dass dem Film etwas fehlen würde. Denn die lange Einführung führt dazu, dass der Zuschauer schon am Anfang halb einschläft im Kinosessel. Auch danach kann die Spannung nicht gehoben werden, da man mit Kersey einfach nicht mitfühlt, da er sich – wie oben beschrieben – viel zu unglaubwürdig verhält.
Mit Bruce Willis und Vincent D’Onofrio ist Death Wish eigentlich top besetzt. Leider bleiben beide hinter ihren Möglichkeiten. Bruce Willis als Actionstar bekommt keine Möglichkeit die Action wirklich rüberzubringen. D’Onofrio hat bereits oft bewiesen, dass er ein guter Charakterdarsteller ist. Nur ist seine Rolle als Kerseys Bruder so plump angelegt, dass er auch dazu keine Chance bekommt.

Das Fazit

Death Wish weiß nicht so wirklich, was er eigentlich sein will und ist egal in welcher Kategorie einfach nur schlecht umgesetzt. Er hat zeitgleich von allem zu wenig und von allem zu viel. Darsteller bleiben hinter ihrem Können, die Handlung ist vorhersehbar und konsequent langweilig. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Death Wish läuft seit dem 08.03.2018 in den deutschen Kinos.

Was bisher geschah … MCU – Phase 2

Schlagwörter

, , , ,

Am 26.04.2018 ist es endlich soweit und das Marvel Cinematic Universe vereinigt wieder ihre Superhelden und lädt zum Infinity War. Da ich in meinem Artikeln immer einen kurzen Rückblick über das bereits geschehene gebe, es aber bisher schon 18 Vorgängerfilme gibt, würde es innerhalb des Artikels den Rahmen sprengen. Also gibt es zur Einstimmung nun drei „Was bisher geschah“ Artikel, die sich jeweils mit einer Phase des MCU befassen werden. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

20180402_160952.jpg

Iron Man 3

Erscheinungstermin: 18.04.2013
Eingeführte Charaktere:

Nach den Geschehnissen in New York in The Avengers leidet Tony Stark an einer posttraumatischen Belastungsstörung und sucht Schutz in der immer neuen Entwicklung von Iron Man Anzügen. Gleichzeitig wird die Welt von Terroranschlägen erschüttert, die der „Mandarin“ vorab über gekaperte TV-Sender ankündigt. Als Starks Sicherheitschef Happy bei einem weiteren Anschlag schwer verletzt wird, reizt Stark den Mandarin in einer Videobotschaft, der daraufhin sein Haus angreift und zerstört. Stark kann gerade noch Pepper Potts retten und sich selbst in einen seiner Anzüge fliehen, der ihn aber aufgrund eines technischen Fehlers nach Tennesse bringt. Dort ist er zunächst von der Welt abgeschnitten, während Pepper von einem Konkurrenten von Stark entführt wird und Teil eines Experiments wird. Fehlschläge aus diesem Experiment, sorgten für die „Terroranschläge“. Auch Tony findet das schließlich heraus und versucht Pepper zu retten. Nach dem großen Kampf, zerstört er alle seine Iron Man Anzüge, betont aber, dass er weiterhin Iron Man bleibt.

Thor – The Dark Kingdom

Erscheinungstermin: 30.10.2013
Eingeführte Charaktere:

Thor kämpft sich durch die neun Welten, um das Chaos, das Loki durch den Einmarsch auf die Erde angerichtet hat. Doch sein Herz hängt noch immer an Jane Foster, die er seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Diese entdeckt auf der Erde ein seltsames Phänomen, das die ihr bekannten Naturgesetze außer Kraft setzt. In Folge dessen kommt Jane mit dem Äther, einer uralten Macht, in Berührung und absorbiert diese. Dies ruft den Dunkelelfen Malekith auf den Plan, der viele Jahre in einem Schlaf versunken auf die Rückkehr des Äther wartete. Da Heimdall Jane nicht mehr sehen konnte, reist Thor auf die Erde und als er erfährt, was ihr passiert ist, nimmt er sie kurzerhand mit nach Asgard. Odin ist davon alles andere als begeistert. Malekith greift Asgard an, um Jane und damit den Äther zu bekommen. Bei diesem Kampf stirbt Frigga, Thors Mutter. Odin will in seiner Trauer Jane als Köder einsetzen, was Thor nicht zulassen will. Also befreit er Loki aus dem Gefängnis, um Malekith weitab von Asgard zu locken und Jane zusammen mit Loki zu beschützen. Beim Kampf stirbt Loki vermeintlich und Malekith bekommt den Äther. Um die Konvergent der Welten zu verhindern, reist Thor wieder auf die Erde, wo Erik Selvig bereits eine Lösung hat. Es kommt zur Endschlacht bei der Universität von Greenwich. Am Ende bittet Thor Odin zur Erde zurückkehren zu dürfen, um mit Jane zusammen leben zu können. Odin gewährt ihm seinen Wunsch, ist aber eigentlich der doch noch lebende Loki, der nun den Thron besetzt.

Captain America – The Winter Soldier

Erscheinungstermin: 13.04.2014
Eingeführte Charaktere: Bucky Barnes alias Winter Soldier, Sam Wilson alias Falcon, Sharon Carter alias Agent 13

Nach den Geschehnissen in Avengers, ist Steve Rogers in der heutigen Welt angekommen und arbeitet weiterhin für SHIELD. Bei einer morgendlichen Joggingrunde lernt er den Soldaten Sam Wilson kennen, mit der sich anfreundet. Auf einer Mission für SHIELD erkennt er, dass Nick Fury ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt, da Black Widow anscheinend eine eigene Nebenmission erfüllt. Fury erzählt Rogers von Projekt Insight, bittet aber kurz darauf Alexander Pierce, seinem Vorgesetzten, das Projekt auf Eis zu legen. Doch kurz darauf wird Fury vom geheimnisvollen Winter Soldier angegriffen und kann sich gerade noch schwer verletzt zu Rogers schleppen. Dort erklärt er sein Misstrauen gegenüber Pierce und den anderen und gibt Rogers einen Datenträger mit geheimen Informationen. Fury stirbt kurz darauf im Krankenhaus und Rogers wird von Pierce des Landesverrat beschuldigt. Er flieht mit Black Widow und zusammen entschlüsseln sie schließlich den Datenträger, der sie zu einer geheimen Militärbasis führt. Dort offenbahrt sich, dass SHIELD von HYDRA unterwandert wurde. Rogers und Widow suchen Hilfe bei Sam Wilson und treffen schließlich auch auf den Winter Soldier. Doch Rogers erkennt in ihm seinen alten Freund Bucky Barnes, der im zweiten Weltkrieg starb. Sein Gedächtnis wurde gelöscht und er wurde teilweise zu einem Cyborg gemacht. Sie können fliehen und erkennen, dass HYDRA versucht mit Projekt Insight die Kontrolle zu übernehmen. Rogers, Widow und Wilson, der sich inzwischen eine Erfindung geklaut hat, die ihm erlaubt zu Falcon zu werden, unterwandern das SHIELD Hauptquartier, um Projekt Insight zu zerstören.

Guardians of the Galaxy

Erscheinungstermin: 21.07.2014
Eingeführte Charaktere: Peter Quill alias Star-Lord, Gamora, Drax, Rocket, Groot, Yondu, Nebula, Der Collector

Peter Quill wurde vor 26 Jahren nach dem Tod seiner Mutter von einer Gruppe außerirdischer Weltraumplünderer, Ravager genannt, entführt und ist inzwischen ebenfalls ein Ravager. Er bekommt von seinem Anführer Yondu den Auftrag den Orb aus einer Ruinenstadt zu bergen, beschließt jedoch ihn einfach zu verkaufen. Doch Ronan, der Zerstörer, sucht ebenfalls nach dem Orb, da er diesen Thanos versprochen hat, damit dieser den Planeten Xandar zerstört, gegen den Ronan Hass hegt. Da Thanos sicher gehen will, dass sich Ronan an die Abmachung hält, hat er ihm seine beiden Adoptivtöchter Gamora und Nebula, beide Meuchelmörderinnen, an die Seite gestellt. Als Ronan nun herausfindet, dass Quill den Orb hat, zieht Gamora los, um ihn zu stellen. Doch zeitgleich tauchen die beiden Kopfgeldjäger Rocket, ein sprechender Waschbär, und Groot, ein Baum, auf, um ebenfalls an den Orb zu kommen. Letztendlich landen alle vier im Gefängnis und tun sich dort zusammen, um zu fliehen und den Orb an den Collector zu verkaufen. Dabei treffen sie auf Drax, der sich ihnen kurzerhand anschließt. Der Collector jedoch erkennt, dass der Orb nur die Hülle für einen der Infinity-Steine ist. Drax hat im trunkenen Zustand inzwischen Ronan kontaktiert, da er mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Ronan ist ihnen jedoch überlegen, kommt an den Orb und will nun auch ohne Thanos Hilfe Xandar zerstören. Quill, Gamora, Drax, Rocket und Groot wollen genau das nun verhindern und bieten den Xandanern ihre Hilfe an. In einer letzten großen Schlacht kann Ronan besiegt werden, wobei aber Groot in viele Einzelteile gesprengt wird. Der Orb wird nun bei den Xandaners sicher aufbewahrt und die „Guardians of the Galaxy“ ziehen weiter für ihr nächstes großes Abenteuer. Zuvor jedoch entdeckt Rocket, dass in einem der Einzelteile ein kleiner Groot nachwächst.

Avengers – Age of Ultron

Erscheinungstermin: 13.04.2015
Eingeführte Charaktere: Piedro Maximoff alias Quicksilver, Wanda Maximoff alias Scarlet Witch, Vision, Ulysses Klaue

Die Avengers haben sich wieder zu einem Team versammelt, um gegen von Strucker vorzugehen, der Lokis Zepter stehlen konnte. Dabei treffen sie zum ersten Mal auf die Zwillinge Pierdro und Wanda Maximoff. Strucker kann besiegt werden und die Avengers nehmen das Zepter mit nach Hause. Dort kommt Iron Man auf die Idee die Intelligenz aus dem Zepter zu holen und in sein Dronenprojekt Ultron zu integrieren. Doch die Intelligenz macht sich selbstständig und besiegt JARVIS, der KI, die Stark als Butler nutzt. Ultron greift die Avengers an. Die Drohe kann zerstört werden, doch Ultron flieht übers Internet. In einer verlassenen Fabrik nimmt er wieder Besitz von einem Maschinenkörper und wird dort von den Maximoffs gefunden, die ebenfalls eine Rechnung mit Stark offen haben. Ultron baut eine ganze Armee von Drohnen mit seiner Intelligenz. Für seinen Plan braucht er das sehr seltene Element Vibranium, die er vom Schmuggler und Waffenhändler Ulysses Klaue bekommen will. Die Avengers bekommen Wind von diesem Plan und spüren Klaue ebenfalls auf. Dabei treffen sie auf Wanda, die als Scarlet Witch manchen der Avengers ihre schlimmsten Ängste zeigt. Dadurch dreht Banner durch und verwandelt sich unkontrolliert in den Hulk. Stark muss in seinem neuen Iron Man Anzug „Hulkbuster“ einstreiten, beiden richten jedoch im Kampf eine Menge Zerstörung an.
Ultron entführt als nächstes die Wissenschaftlerin Helen Cho, die ihm einen richtigen künstlichen Körper erschaffen soll. Die Avengers können jedoch die Übertragung von Ultron in den Körper verhindern, Stark setzt aber hinterher den wiedererweckten JARVIS in den Körper ein. Inzwischen haben auch die Maximoffs Ultrons wahre Pläne, die Vernichtung der Menschheit, durchschaut und stellen sich im letzten Kampf auf die Seite der Avengers. Ultron hat eine Maschine entwickelt mit der er die Stadt Sokovia in die Luft steigen kann. Diese will er dann ab einem gewissen Punkt wieder fallen lassen, um damit einen Meteoriteneinschlag zu simulieren, mit dessen Wucht die gesamte Menschheit ausgelöscht werden kann. Beim Kampf tötet Ultron Piedro Maximoff, die Avengers können aber das schlimmste verhindern.

Ant Man

Erscheinungstermin: 29.06.2015
Eingeführte Charaktere: Scott Lang alias Ant-Man, Hope van Dyke, Henry Pym alias Ant-Man im Ruhestand, Luis

Scott Lang ist als Einbrecher und Dieb geschnappt worden und hat nun seine Haftstrafe abgesessen. Seine Ex-Frau hat inzwischen einen neuen Mann, den Polizisten Paxton, und dieser versucht als Stiefvater alles, um Lang von seiner Tochter fern zu halten. Da Lang durch seine Vorgeschichte nur schwer einen Job findet, bringt ihn sein Freund Luis dazu noch einen letzten Einbruch durchzuführen. Er soll in das Haus von Henry Pym einbrechen. Er stiehlt einen merkwürdigen Anzug, probiert diesen aus und ist auf einmal auf Ameisengröße geschrumpft. Voller Panik bricht Lang nochmal in das Haus ein und bringt den Anzug zurück, wobei er jedoch von Paxton geschnappt wird. Im Gefängnis bekommt er eine Botschaft von Pym, der ihn mit Hilfe des Anzuges aus dem Gefängnis befreit. Pym hatte den Diebstahl inszeniert, um Lang als Nachfolger des Ant-Mans zu testen. Denn Pym hat die Technlogie sehr lange verstecken können, wurde jetzt jedoch aus seiner Firma gedrängt und sein Nachfolger Darren Cross versucht nun seine Erfindung zu kopieren und an den höchstbietenden zu verkaufen. Pyms Tochter Hope versucht ihm zu helfen, auch wenn die Stimmung zwischen Vater und Tochter angespannt ist. Nach einer Trainingsphase, versuchen Lang, Pym, Hope und Luis Cross an seinen Plänen zu hindern. Dieser ist jedoch in der Zwischenzeit hinter das Geheimnis gekommen und hat den Yellowjacket entwickelt. Bei der großen Endschlacht, landen Ant-Man und Yellowjacket bei Langs Tochter im Kinderzimmer. Paxton kommt hinzu und erkennt, dass Lang kein schlechter Kerl ist. Yellowjacket kann besiegt werden und Lang und Paxton sprechen sich aus, weswegen Lang wieder mehr Kontakt zu seiner Tochter haben darf. Pym zeigt seiner Tochter unterdessen den Anzug, den ihre Mutter vor ihrem Tod trug, den WASP Anzug.

Was bisher geschah … MCU – Phase 1

Schlagwörter

, , , ,

Am 26.04.2018 ist es endlich soweit und das Marvel Cinematic Universe vereinigt wieder ihre Superhelden und lädt zum Infinity War. Da ich in meinem Artikeln immer einen kurzen Rückblick über das bereits geschehene gebe, es aber bisher schon 18 Vorgängerfilme gibt, würde es innerhalb des Artikels den Rahmen sprengen. Also gibt es zur Einstimmung nun drei „Was bisher geschah“ Artikel, die sich jeweils mit einer Phase des MCU befassen werden. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

20180402_155946.jpg

Iron Man

Erscheinungstermin: 01.05.2008
Eingeführte Charaktere: Tony Stark alias Iron Man, Pepper Potts, Agent Phil Coulson,                                                      Jarvis

Der Multimilliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist in der Rüstungsbranche aktiv und fährt in die Wüste, um dort eine neue Bombe dem Militär zu präsentieren. Dabei wird er aber überfallen und entführt. Er soll für eine Terrorgruppe die Bombe nachbauen. Stark denkt aber nicht daran und baut statt der Bombe heimlich einen Anzug, mit dem er sich freikämpfen kann. Wieder in der Heimat scheint er geläutert und will, dass seine Firma komplett aus der Rüstungsindustrie aussteigt. Doch sein Mentor Obadiah Stane (Jeff Bridges), drängt ihn dazu eine Auszeit zu nehmen. In seiner neuen Freizeit entwickelt er den Anzug aus der Wüste weiter und baut den ersten richtig Iron Man Anzug. Doch Obadiah Stane ist nicht die Bezugsperson, die er dachte zu haben. Denn heimlich baut dieser den Iron Monger und Iron Man muss zum ersten Mal gegen einen Gegner antreten.

Der unglaubliche Hulk

Erscheinungstermin: 06.06.2008
Eingeführte Charaktere: Bruce Banner alias Hulk, Betty Ross, Lieutenant General                                                             Thaddeus Ross

Bruce Banner (Edward Norton) ist bei seinen Forschungen an dem sogenannten Supersoldaten-Serum – eine Erfindung aus dem zweiten Weltkrieg, der bei Captain America wieder eine Rolle spielt – auf zu viel Gammastrahlung getroffen, die sein Alter Ego den Hulk hervorbrachte. Die Verwandlung tritt immer ein, wenn Banner wütend oder unkontrolliert ist, bzw. in einer Gefahrensituation. Er kann den Hulk aber nicht direkt kontrollieren. Auf der Flucht vor dem Militär und Lieutenant General Thaddeus Ross (William Hurt), der Banners Forschung verwenden will, zieht es Banner bis Brasilien. Aber das Militär findet ihn auch dort. Daher kehr er in die USA zurück und sucht dort seine bisherige Forschung, um sie vor dem Militär zu retten. Aber das Serum wird zwischenzeitlich an dem britischen Royal Marine Emil Blonsky (Tim Roth) ausprobiert, der sich jedoch unkontrolliert in Abomination verwandelt. So schließt sich Banner ein letztes Mal mit dem Militär zusammen und tritt gegen Abomination an.

Iron Man 2

Erscheinungstermin: 26.04.2010
Eingeführte Charaktere: Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes alias War Machine/Iron Patriot, Natasha Romanoff alias Black Widow, Nick Fury

Der Arc-Reaktor, der den Iron Man Anzug mit Energie versorgt und ihm das Überleben rettete, macht Tony Stark nun zunehmend Schwierigkeiten und bedroht sein Leben. Das will Stark aber nicht eingestehen und zieht sich von seinen Freunden und Vertrauten zurück. Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) ernennt er zur neuen Geschäftsführerin von Stark Industries. Gleichzeitig versucht sein größter Konkurrent Justin Hammer (Sam Rockwell) zusammen mit Starks Freund Rhodey (Don Cheadle) einen ähnlichen Anzug zu entwickeln, scheitert aber. Auf einer von Tony Stark Egotouren, die er aktuell fährt, trifft er auf Ivan Vanko alias Whiplash (Mickey Rourke), dessen Vater mit Tonys Vater Howard früher zusammen gearbeitet hat. Ivan wirft Stark vor, die Erfindungen seines Vater gestohlen zu haben und will ihn daher mit seinem eigenen Arc-Reaktor töten. Stark kann entkommen und trifft kurz darauf auf Nick Fury (Samuel L. Jackson) von S.H.I.E.L.D., der ihm die Avengers-Initiative vorstellt und aktuell seine Eignung überprüft. Dabei wird Stark offenbart, dass seine neue Assistentin Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson) ist und ihn für S.H.I.E.L.D. überwacht. Justin Hammer befreit Ivan aus dem Gefängnis, damit dieser ihm einen funktionierenden Iron Anzug fertigt, Ivan hat aber immer noch eine Rechnung mit Stark offen. Nach dem Gespräch mit Nick Fury, findet Tony eine alte Botschaft von seinem Vater, der ihm zum einen den Weg zur Rettung seines Arc-Reaktors zeigt und ihn dann wieder auf den richtig Pfad bringt, um seine Freunde vor Ivan zu retten.

Thor

Erscheinungstermin: 21.04.2011
Eingeführte Charaktere: Thor, Loki, Odin, Jane Foster, Erik Selvig, Darcy Lewis, Heimdall

Thor (Chris Hemsworth) soll nach Odin (Anthony Hopkins) der neue König von Asgard werden. Doch ein Einbruch während der Zeremonie von Frostriesen lässt alles anders kommen. Die Zeremonie wird abgebrochen und Thor sinnt auf Rache. Nachdem Odin aber nicht zu einem Vernichtungsschlag ausholen will, macht sich Thor mit seinen Freunden und seinem Bruder Loki (Tom Hiddleston) auf den Weg. Dort erfährt Loki, dass er kein Ase ist, sondern ein adoptierter Frostriese und Thor droht im Kampf zu unterliegen. Odin greift schließlich ein. Da er von Thor enttäuscht ist, verbannt er ihn auf die Erde. Seinen Hammer Mjölnir lässt er ebenfalls auf die Erde fallen, aber erst wenn Thor würdig ist, soll er ihn wieder aufnehmen können. Auf der Erde findet die Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman) den umherirrenden Thor und bringt ihn in ein Krankenhaus. Als sie jedoch erkennt, dass Thor für die Unregelmäßigkeiten in ihren Forschungen verantwortlich ist, sucht sie ihn zusammen mit ihrem Team Erik Selvig (Stellan Skardgard) und Darcy Lewis (Kat Dennings). Thor ist unterdessen auf der Suche nach seinem Hammer, um mit seiner Hilfe nach Asgard zurückzukehren. Loki hingegen versucht genau das zu verhindern und zeitgleich ist auch S.H.I.E.L.D. mit Agent Coulson auf Thor und den Mjölnir aufmerksam geworden. Als Loki den Destroyer auf die Erde schickt, um Thor zu vernichten, will dieser sich für die Menschheit opfern, kann den Destroyer aber doch besiegen. Dadurch erweist er sich als Würdig, bekommt seinen Hammer zurück und kann nach Asgard zurückkehren. Auf der Rückkehr stellt er Loki zur Rede, was zu einer Handgreiflichkeit führt an dessen Ende Loki jedoch auf der Regenbogentreppe zwischen den Welten sich selbst in die Tiefe stürzt.

Captain America

Erscheinungstermin: 19.07.2011
Eingeführte Charaktere: Steve Rogers alias Captain America, Peggy Carter, James Buchanan „Bucky“ Barnes

1942, mitten während des zweiten Weltkriegs möchte Steve Rogers (Chris Evans)unheimlich gerne zur Army gehen, wird aber regelmäßig ausgemustert, da er zu klein und zierlich ist. Nur Abraham Erskine (Stanley Tucci) erkennt sein Potential und lässt ihn zur Army. Dort trifft er im Ausbildungslager auf die strenge, aber schöne, Ausbilderin Peggy Carter (Hayley Atwell). Am Ende schläft Erskine ihn für ein Experiment vor, dass mit Hilfe eines Serums Supersoldaten entwickeln soll. Rogers wird der erste Kandidat und überlebt die Verwandlung. Erskine wird darauf jedoch Opfer eines Anschlags und die Formel und das Serum gehen verloren. So ist Rodgers letztendlich der einzige Supersoldat. Col. Chester Phillips (Tommy Lee Jones) sieht in ihm keinen Zweck mehr und macht ihn kurzerhand zum Maskottchen „Captain America“. In einem albernem Kostüm „tourt“ er an der Front entlang, um den Soldaten Mut zu machen. Zeitgleich hat sich der deutsche Offizier Johann Schmidt (Hugo Weaving) von Hitler losgesagt und ist auf der Suche nach dem Tesseract, der Hydra an die Macht bringen soll. Als Rogers jedoch erfährt, dass sein Freund aus Kindheitstagen Bucky Barnes (Sebastian Stan) vermisst wird, kann ihn nichts mehr halten und er zieht los, um mit Hilfe von Peggy Carter und Howard Stark (Dominic Cooper) Bucky zu retten. Für seine Tat soll ihm hinterher ein Orden verliehen werden, doch Rogers lehnt ab. Stattdessen ziehen er, Bucky und ein paar andere Soldaten los, um mehrerer solcher Einsätze zu starten und Schmidt, der inzwischen zum Red Skull wurde, aufzuhalten. Bei einer dieser Einsätze stürzt Bucky von einem fahrenden Zug in die Tiefe und scheint daraufhin Tod. Rogers stürzt zum letzten Angriff auf Red Skull und landet daraufhin mit einer Bombe im ewigen Eis. 70 Jahre später erwacht er in einem Krankenhaus in New York City. Nick Fury sucht ihn auf und erzählt ihm vom Avengers Projekt.

The Avengers

Erscheinungstermin: 11.04.2012
Eingeführte Charaktere: Clint Barton alias Hawkeye, Agent Maria Hill

S.H.I.E.L.D. forscht zusammen mit Erik Selvig am Tesserakt. Doch der noch am lebende Loki taucht auf, geschickt von den Chitauri, und nimmt diesen an sich und schafft es mit Hilfe seines Gedankenstabs Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye (Jeremy Renner) unter seine Kontrolle zu bekommen. Da Nick Fury eine globale Krise befürchtet, ruft er das Avengers-Programm zusammen. Mit dabei sind Iron Man – obwohl er vorher ausgemustert wurde -, Captain America, Black Widow und der Hulk. Zusammen versuchen sie die Pläne von Loki zu durchkreuzen. In Stuttgart schaffen sie es Loki festzunehmen. Beim Rücktransport taucht Thor auf und stellt Loki zur Rede. Dabei wird er jedoch von Iron Man unterbrochen. Loki wird eingesperrt und Thor kooperiert mit S.H.I.E.L.D. Loki hat aber einen Plan B und schafft es mit Hilfe von Hawkeye sich zu befreien und den Avengers ernsthaft Schaden zuzufügen. Dabei stirbt Agent Coulson. Während Thor und Hulk in alle Winde zerstreut wurden, sammeln sich die übrigen Avengers, mit dem geheilten Hawkeye, in New York City, wo Loki mit Hilfe von Erik Selvig ein Portal eröffnet und die Citauri damit auf die Erde lässt. Thor und Hulk stoßen zwischenzeitlich wieder zu den Avengers und die große Schlacht um New York beginnt. Am Ende stirbt Iron Man fast, überlebt aber doch knapp und Lokis Plan kann durchkreuzt und die Citauri aus unserer Welt verbannt werden. Thor kehrt mit Loki nach Asgard zurück und nehmen den Tesserakt mit.

 

 

Game Night

Schlagwörter

, , , ,

Ein Vorwort

John Francis Daley war mir bisher nur in seiner Rolle als Psychologe Dr. Lance Sweets aus der Fernsehserie „Bones“ bekannt, in der er immerhin 104 Mal die Rolle übernahm und über viele Staffeln zur Stammbesetzung gehört. Erst als ich mir nach der Sichtung die Beteiligten an Game Night genauer ansah, stieß ich auf Daley als Regisseur und musste zu meiner Überraschung feststellen, dass Game Night erst sein zweites Regieprojekt ist, er aber vorher neben seiner Schauspieltätigkeit auch immer wieder Drehbücher schrieb, unter anderem für Spider-Man Homecoming oder auch für anderen Komödien, wie die beiden Kill the Boss- Filme.

Die Handlung

Die Pärchen Annie (Rachel McAdams) und Max (Jason Bateman), Kevon (Lamorne Morris) und Michelle (Kylie Bunbury), sowie ihr Singlefreund Ryan (Billy Magnussen) mit einem wöchentlich wechselndem Date, treffen sich regelmäßig zu einem Spieleabend. Dabei stehen Spiele wie Scharade und Montagsmaler an der Tagesordnung. Bis Maxs Bruder Brooks (Kyle Chandler) zu Besuch kommt und den Spieleabend aufpeppen will. Er inszeniert eine Mörder-Mystery-Entführungsgeschichte mit einer dafür angeheuerten Firma. Doch Brooks ist in dubiose Geschichten verwickelt und wird von echten Kriminellen entführt. Bis die Spieleabendteilnehmer zu denen an diesem Abend auch Ryan Date Sarah (Sharon Horgan) gehört, dies aber kapieren, sind sie schon ziemlich tief in das Geschehen verwickelt.

Meine Meinung

Game Night lief in meinem Kino nur nachts ab 23Uhr. Als ich also das Kino besuchte, hatte ich den Saal zusammen mit meiner Begleitung für uns alleine. Das war sehr gut, denn ansonsten wäre ich wohl irgendwann Opfer fieser Popcorn-Attacken geworden. Der Grund dafür ist, dass Game Night so unglaublich lustig war, dass ich beinahe pausenlos lauthals lachen musste. Mitunter musste ich mich tatsächlich am Vordersitz abstützen, um nicht vor Lachen auf dem Boden zu landen. Und das lag bei Game Night nicht nur an einzelnen Szenen, sondern der gesamte Film mit Handlung und Charakteren war so unfassbar gut gestrickt, dass alle Witze zündeten und man aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Von 100 Minuten Spielzeit habe ich mindestens 80 Minuten nur gelacht. Und ich denke das ist das größte Kompliment, dass man einer Komödie machen konnte.
Das liegt zu aller erst an der gut geschriebenen Handlung. Natürlich kann man nicht alles so wirklich ernst nehmen und kleinere Logiklöcher treten doch immer mal wieder auf, aber über die kann man gut hinwegsehen. Hinzu kommen die Charaktere, die alle gut harmonieren, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Jedes Paar bekommt genügend Screentime, um noch eine eigene Nebenhandlung hinzugeschrieben zu bekommen, die auch nochmal viel zum lachen anregen. Und dann sind es natürlich die Witze, die alle zünden, was ich bei einer Komödie auch noch nicht erlebt habe. Ein möglicher Erklärungspunkt könnte sein, dass die Witze aller sehr gut durchdacht sind und sich immer an der jeweiligen Szene orientieren. Auch ist jeder Witz auf einem gutem Niveau, so dass kein typischer UnterderGürtellinie-Humor nötig ist. Ein weiterer Erklärungspunkt könnte sein, dass man den Darstellern auch allesamt anmerkt, dass sie einfach richtig viel Spaß dabei hatten, den Film zu drehen.
Zwischendurch gab es dann Entwicklungen in der Handlung, die schnell zu viel des guten hätten werden können, aber es wird immer wieder der Bogen bekommen und gelungen weitergemacht. Dabei kommt neben dem hohen Humoranteil auch die Spannung nicht zu kurz. Denn sobald man mitbekommt, dass die Game Night nicht so verläuft, wie geplant und das es sich um eine echte Entführung handelt, wird auch das Spannungsniveau stark erhöht und kann bis zum Ende gehalten werden. So bleibt die Handlung unvorhersehbar und kann immer wieder überraschen.

Das Fazit

Game Night ist eine der besten Komödien der letzten Jahre. So viel habe ich schon lange nicht mehr während einer Kinovorstellung gelacht. Hinzu kommt eine tolle Handlung und Schauspieler, die unheimlich viel Spaß beim Dreh haben mussten, was man ihnen auch anmerkt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Game Night läuft seit dem 01.03.2018 in den deutschen Kinos.

Red Sparrow

Schlagwörter

, , , , ,

Ein Vorwort

Bereits das vierte Mal arbeiten Lawrence und Lawrence zusammen. Francis Lawrence führte schon bereits bei den sehr erfolgreichen Fortsetzungen der Tribute von Panem-Reihe „Catching Fire“ und „Mockingbird I + II“ Regie, die die – nicht mit dem Regisseur verwandte – Jennifer Lawrence dem breiten Publikum bekannt machte und den Weg für ihre steile Karriere ebnete. Nun kommen die beiden wieder zusammen und präsentieren uns den Agenten-Thriller Red Sparrow, der auf dem von Jason Matthews geschriebenem Buch „Operation Red Sparrow“ basiert. Und während Zustände wie im kalten Krieg präsentiert werden, macht Jennifer Lawrence den Film schon ganz schön heiß.

Die Handlung

Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) hatte ihr ganzes Leben nur einen Traum. Sie wollte eine erfolgreiche Primaballerina werden. Jahrelang hat sie für diesen Traum gekämpft und ihn schließlich auch erreicht. Doch ein Unfall mit ihrem Tanzpartner (Serhij Polunin) macht das Tanzen für sie unmöglich. Da sie jedoch für ihre kranke Mutter Sorgen will und das Bolshoi ihr Wohnung und Pflegekraft bezahlt haben, wendet sie sich in ihrer Not an ihren Onkel Ivan (Matthias Schoenaerts). Der ist ein hohes Tier beim russischen Geheimdienst SWR und manipuliert Dominika geschickt, um sie zu einer Sparrow ausbilden zu lassen. Die Sparrows sind die Elite der russischen Spione. Nach erfolgreichem Abschluss wird sie als Sparrow nach Budapest geschickt, um dort das Vertrauen von Nate Nash (Joel Edgerton) zu gewinnen und den Namen eines russischen Maulwurfs zu entlarfen.

Meine Meinung

Red Sparrow beginnt erst einmal sehr unaufgeregt und zeigt Dominikas bisheriges Leben. Ihre Karriere als Bolshoi-Tänzerin bis zu ihrem Unfall. Daraufhin wird sehr viel Zeit investiert, um ihre Ausbildung als Sparrow zu zeigen. Bei der ersten Sichtung wird dieser Teil eigentlich viel zu lang und überflüssig, da man das Resultat ja schon kennt. Sie besteht ihre Ausbildung als Sparrow und wird zu einer Mission geschickt. Aber schon im späteren Verlauf merkt man schnell, wie es immer wieder Anspielungen auf ihre gelernten Fähigkeiten gibt. Gleichzeitig unterstreicht dieser Teil die Charakterentwicklung Dominikas, die das spätere Katz und Maus Spiel weniger durchschaubar macht. Durch das detaillierte Zeigen ihrer Ausbildung weiß man irgendwann tatsächlich nicht mehr, was gespielt ist und was sie tatsächlich plant. Also nicht über diesen Teil ärgern oder sich langweilen, es hat seinen Sinn!
Nach der bestandenen Prüfung bekommt Dominika ihren ersten Einsatz. Und da spinnt Regisseur Francis Lawrence mit Drehbuchautor Justin Haythe erst ein richtiges Verwirrspiel. Und genau deshalb ist Red Sparrow so unglaublich gut geworden. Denn selbst, wenn man an manchen Stellen glaubte, dass man Elemente schon aus anderen Agenten-Thriller zur Genüge kenne, überrascht Red Sparrow genau hier wieder. Wenn man denkt Dominikas Charakter durchschaut zu haben, dann macht sie wieder etwas absolut unvorhergesehenes. Bis zum großen Finale und eigentlich auch darüber hinaus, weiß man nicht, auf welcher Seite sie jetzt genau steht, auch wenn am Ende natürlich viele der kleinen Nebenhandlungen aufgeklärt werden.
Die Rolle der Red Sparrow scheint perfekt auf Jennifer Lawrence zugeschnitten und sie spielt die gewohnt mit Bravour, auch wenn sich ihr Spiel tatsächlich nochmal deutlich von ihrem bisher bekannten Spiel aus anderen Filmen unterscheidet. Natürlich kann sich darüber gestritten werden, wieso wieder lauter amerikansiche Schauspieler, wie Lawrence oder auch Jeremy Irons die Russen spielen müssen und dann ihren antrainierten russischen Dialekt zum besten geben. Aber durch die Kontroversen, die der Film in Russland ausgelöst hat, wollte vielleicht auch kein russischer Schauspieler die Rolle übernehmen. Und aller Kritik zum Trotz Lawrence spielt so großartig, dass man ihr alles verzeiht. Ihr zur Seite wird zum einen Joel Edgerton gestellt, der sich an keiner Stelle hinter Lawrence verstecken muss, sondern gekonnt auf ihrem hohen Niveau mitspielt. Etwas schwächer hingegen spielt Matthias Schoenaerts als Onkel Ivan. Während er grundsätzlich gut in die Rolle zu passen scheint, überfordern ihn dann gerade die feineren Nuancen im Spiel. So behält er zwar den ganzen Film über ein Pokerface, aber dieses ist leider nicht auch an jeder Stelle passend.
Mit 141 Minuten ist Red Sparrow relativ lang geraten und das zeigt sich in dem etwas langatmigem ersten Drittel des Films. Doch ist dies erst einmal überstanden, vergeht der Film fast im Flug, lässt sich aber in den entscheidenen Momenten Zeit, um seine Handlung zu entfalten oder den Schauspielern den Raum um ihre Charaktere ausführlich darzustellen.

Das Fazit

Red Sparrow ist ein brilliant inszenierter Agenten-Thriller, der sich geschickt von vergleichbaren Filmen abhebt und gerade durch seine guten Darsteller den kalten Krieg wieder beleben lässt. Dabei ist er offen und schonungslos und daher nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven. Dafür gibt es 09 von 10 Punkte.

Red Sparrow läuft seit dem 01.03.2018 in den deutschen Kinos.

Das Buch der Schurken

Schlagwörter

, , , ,

Ein Vorwort

Wir alle kennen sie. Manchmal lieben wir sie, manchmal hassen wir sie, manchmal sind sie einfach nur das Mittel zum Ruhm des Helden. Die Rede ist von den Schurken und Bösewichten der Weltliteratur. Wie oft hat man ein Buch verschlungen und fieberte mit dem Helden und gegen den Schurken. Wie oft war aber auch der Schurke die Hauptfigur und eigentlich waren wir auch auf seiner Seite. Wir mögen sie einfach, egal, was sie letztendlich getan haben. Wie oft macht erst der geniale Gegenspieler ein Buch erst aus. Was wäre wohl der Herr der Ringe ohne Sauron geworden? Sherlock Holmes ohne seinen erbitterten Gegenspieler Moriarty?
Der Autor Martin Thomas Pesl hat sich die Zeit genommen und die Weltliteratur nach den genialsten Exemplaren zu durchsuchen, sie genauer zu erkunden, zu kategorisieren und in dem „Buch der Schurken“ mit dem Beinamen „Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur“ zusammen zu fassen.

20180325_164030

Die Handlung

Auf jeder Doppelseite befasst sich Martin Thomas Pesl mit einem anderen Schurken. So ziert die linke Seite eine gelungene Zeichnung von Kristof Kepler, Name des Schurken, zugehöriges Buch, Autor und Erscheinungsjahr, sowie ein Zitat aus dem jeweiligen Werk, das sich mit der Boshaftigkeit des Schurken befasst. Aus der rechten Seite folgt die genauere Durchleuchtung des Schurken und abschließend eine kleine Tabelle mit wechselnden Kategorien, wie beispielsweise „Herkunft“, „Schönheit“ oder „Boshaftigkeitsfaktor“.

Meine Meinung

Mir wurde kurz vor meinem letzten Urlaub dieses Buch empfohlen und so eilte ich noch kurzfristig in den Buchladen meines Vertrauens, die es wie immer schafften mir das Buch bis zum nächsten Tag zu besorgen! So erfreute ich mich nicht nur einer Woche in der Sonne, sondern auch mit einem Wiedersehen geliebter Schurken – gut aus Prof. Umbridge hätte ich vielleicht verzichten können –  und dem Neuentdecken ganz besonderer Exemplare – meine Wunschleseliste ist wieder ganz schön gewachsen und zwei Exemplare sind schon auf meinem SuB gewandert.
Martin Thomas Pesl schafft es vor allem jedem Schurken eine ganze Seite zu widmen. Hier wird erläutert, was ihn so böse macht und warum er gleichzeitig auch so genial ist. Dabei kommt auch das Mitleid für die Helden der Geschichten nicht zu kurz, auch wenn der Schurke manchmal der heimliche Held ist. Besonders gefallen hat mir auch, dass Pesl sich wirklich von den ganz alten Exemplaren – Loki aus der Prosa-Edda von 1220 oder Enkidu aus dem babylonischen Gilgamesch-Epos vom 18. Jahrhundert v. Chr. – bis zu den neusten Exemplaren – Adam Stensen aus Hart auf Hart von 2015 oder Die little People aus 1Q84 von 2009 – hangelt. Zwar scheinen die meisten im 18., 19. und 20. Jahrhundert geschrieben worden zu sein, aber es gibt doch auch einige Ausreiser.
Dann gibt es wieder die Exemplare, bei denen man zweimal überlegen muss, ob man sie wirklich auf so eine Schurkenliste setzen würde, oder ob die Wahl nicht auf jemand anderen hätte fallen sollen. So ist Lord Voldemort wohl der prägendste Schurke aus den Harry Potter Teilen, doch wurde stattdessen Prof. Umbridge aus dem fünften Teil ausgesucht. Doch Pesl ist um keine Erklärung verlegen und kann humorvoll immer wieder belegen, wieso seine Wahl eine gut durchdachte ist. Die Humorvollen Beschreibungen sind dann auch genau das, was das Buch so besonders und lesenswert macht. Man kann es an einem Stück durchsuchten, ohne das einem langweilig wird, oder man kann es Häppchenweise lesen. Hilfreich sind auch die Kategorien, in die die Schurken eingeteilt wurden. So haben die Femme fatal ebenso ihren Abschnitt, wie die Psychopathen. Und wer nun denkt, der größte Teil der Schurken sei männlich, liegt daneben, denn Pesl zeigt auch allerhand Bösewichte des weiblichen Geschlechts.

Das Fazit

Wer ein großer Freund der Weltliteratur ist und ein Wiedersehen mit seinen Lieblingsbösewichten feiern möchte, dem empfehle ich dieses Buch. Wer auf der Suche nach einem neuen Buch ist, das mit einem bösen Schurken bestückt sein soll, dem empfehle ich dieses Buch. Für wen die Beschreibung oben grundsätzlich einladend klang, dem empfehle ich dieses Buch.

Midnight Sun

Schlagwörter

, , , , ,

Ein Vorwort

Xeroderma pigmentosum, die sogenannte Mondscheinkrankheit, ist eine sehr seltene Krankheit, die die Betroffenen aber vollständig einschränkt. Denn das Sonnenlicht muss komplett gemieden werden und eine Heilung der Krankheit gibt es bisher nicht. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 30 Jahren. Aber wie lebt man mit dieser Krankheit? Wie schränkt es das Umfeld ein? Und wie geht man damit um, wenn man ein Teenager ist und sich Hals über Kopf verliebt? Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich der Film Midnight Sun.

Die Handlung

Kathy Price (Bella Thorne) könnte ein ganz normaler Teenager sein, der gerade seinen Abschluss gemacht hat. Aber sie leider an der seltenen Krankheit Xeroderma pigmentosum, kurz XP, wodurch sie das Haus nur nachts verlassen darf. Ihr Vater Jack (Rob Riggle) hat sie zu Hause unterrichtet und sorgt nach dem frühen Tod der Mutter auch ansonsten hingebungsvoll für Kathy. Da schon im Kindergartenalter das Gerücht umging sie sei ein Vampir, hat sie nur eine Freundin. Morgan (Quinn Shephard), die sich nie etwas aus ihrer Krankheit gemacht hat. Doch eines Abends trifft sie auf ihren Schwarm Charlie (Patrick Schwarzenegger), der sich auch prompt in sie verliebt. Nur einmal will sie sich wie ein normales Mädchen fühlen und verrät Charlie zunächst nichts von ihrer Krankheit. Ein Geheimnis, das Folgen haben kann.

Meine Meinung

Midnight Sun stellte sich im Trailer primär als reine Liebesschnulze mit einer Krankheit als Prämisse vor. Sich rein darauf zu versteifen, würde dem Film aber im Endeffekt ziemlich unrecht tun. Denn natürlich gibt es viele Szenen, die man schon aus vielen  anderen Teenager-Liebesgeschichten kennt. Aber darüber hinaus bietet Midnight Sun so viel mehr. Zum einen ist die behandelte Krankheit des Films, XP, nicht einfach nur Mittel zum Zweck, sondern das eigentliche Hauptthema. Es wird von der Isolation und der Einsamkeit Kathys berichtet, wie sie nie wirklich Freunde finden konnte. Wenn Morgan nicht einfach mal bei ihr an der Tür geklingelt hätte, wäre ihr Vater noch immer ihre einzige Bezugsperson. Auch wird von ihrer Flucht in die Musik erzählt, denn Gitarre spielen und singen kann sie den ganzen Tag zu Hause und auch ihre verstorbene Mutter hatte eine große Leidenschaft zur Musik. Es geht darum, wie schwierig es für Kathy ist, einfach nur ein ganz normaler Teenager zu sein. Einen Junge zu treffen und dann eine normale Beziehung zu führen, scheint unmöglich. Zum anderen wird auch die Beziehung von Kathy und ihrem Vater Jack in vielen Belangen durchleuchtet. So hofft Jack natürlich immer noch, dass für Kathy irgendwann ein Heilmittel gefunden wird und er ihr nicht mehr alles verbieten muss. Gleichzeitig will er auch, dass sie irgendwo ein erfülltes Leben hat. Im Gegenzug hat Kathy Angst, dass ihr Vater nach ihrem unausweichlichen Tod irgendwann vereinsamt, da er ja auch schon die Frau verloren hat.
Midnight Sun erzählt in nur 93 Minuten Lauflänge einen einfühlsamen Film, der so viele Aspekte in Kathys Leben durchleuchtet, wie ihm möglich war und kreiert gleichzeitig eine der süßesten Liebesgeschichten, die wir seit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sehen durften. Trotzdem wird die Krankheit nicht weichgespült, sondern mit voller Brutalität gezeigt – denkt also daran Taschentücher einzupacken! Bei diesem Film bleibt kaum ein Auge trocken. Die Charaktere sind alle sehr verschieden und gut charakterisiert. Lediglich Schwarzeneggers Charlie bleibt ein bisschen blass, auch wenn mit seiner Schwimmverletzung versucht wird viele seiner Beweggründe zu erklären. Gleichzeitig lässt Schwarzeneggers Schauspielkünste auch noch viel Spielraum nach oben. Das süße Grinsen beherrscht er ja ganz gut, aber sobald er seine Mimik etwas variieren soll, wirkt er ziemlich überfordert. Trotzdem passt er im großen und ganzen in die Rolle des Charlie. Bella Thorne hingegen überrascht mit ihrer Darstellung der Kathy, die sie sehr pointiert und überzeugend spielt. Auch die weiteren Darsteller Rob Riggle und Quinn Shephard spielen überzeugend auf Grundniveau.

Das Fazit

Midnight Sun ist ein schön inszeniertes Drama, das mit der behandelten Krankheit ernsthaft umgeht und trotzdem eine schöne Liebesgeschichte erzählt. Der Soundtrack wird durch Gesangseinlagen von der Hauptdarstellerin Bella Thorne aufgepeppt. Die Taschentücher sollten nicht vergessen werden, denn im Kino bleibt kaum ein Auge trocken. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Midnight Sun läuft seit dem 22.03.2018 in den deutschen Kinos.

Black Panther

Schlagwörter

, , , , ,

Am 15.02.2018 erschien der nächste Solofilm aus dem Marvel Cinematic Universe in den deutschen Kinos.

Ein Vorwort

Das Marvel Universum ist so voller verschiedener Einzelhelden, dass das Marvel Cinematic Universe bisher nur einen sehr kleinen Teil umfasst. So ist es nicht überraschend, dass Marvel diese Lücke schrittweise versucht zu füllen und uns dieses Jahr als neben dem lang ersehnten dritten Avengers Teil „Infinity War“, auch einen neuen Solofilm präsentiert. So bekam der Black Panther – bekannt auf Captain America 3 – Civil War – nun auch seinen eigenen Film. Schließlich müssen neue Helden herangezüchtet werden, da aus Marvel-Kreisen bekannt wurde, dass bei den Schauspielern der ersten Riege teilweise die Verträge auslaufen und in Infinity War wohl auch Köpfe rollen sollen. Wen es trifft, erfährt man dann wohl Ende April. Zunächst durfte der König von Wakanda sein Reich vorstellen und dieses auch gleich wieder verteidigen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Captain America 3 – Civil War wird der König T’Chaka und sein Thronerbe T’Challa zu der Konferenz der vereinten Nationen eingeladen, um über das Sokovia Protokoll abzustimmen, dass die Avengers mehr binden und weniger Alleingänge zulassen soll. Durch einen Anschlag von Baron Zemo, der zunächst dem Winter Soldier in die Schuhe geschoben wird, stirbt T’Chaka und T’Challa schwört Rache am Winter Soldier. Als Black Panther greift er immer wieder in die Fehde zwischen den Avengers ein. Schließlich schließt er sich Team Iron Man an. Letztendlich folgt er Iron Man und Captain America zur letzten großen Schlacht und erfährt dort, dass Baron Zemo am Tod seines Vaters Schuld ist.

Die Handlung

Nach den Geschehnissen aus Civil War kehrt T’Challa (Chadwick Boseman) in sein Heimatland Wakanda zurück. Technisch und wissenschaftlich weit fortgeschritten, versteckt sich Wakanda vor der restlichen Welt, um ihre Vibranium-Vorräte zu schützen. Durch den Tod von T’Chaka muss sich T’Challa einer Herausforderung stellen, um als neuer König und damit als Black Panther anerkannt zu werden. Doch der Waffenhändler Ulysses Klaue (Andy Serkis) hat es erneut auf das Vibranium abgesehen. Unterstützt wird er vom unbekannten Killmonger (Michael B. Jordan), der jedoch eigene Pläne verfolgt. Während einer Mission gegen Klaue, taucht auch noch CIA-Agent Ross (Martin Freeman) auf.

Meine Meinung

Bereits vor Jahren (2013) kamen die Gerüchte auf, dass Marvel an einem Black Panther Film arbeitet. Da ich ihn bereits aus den Comics kannte, war ich sehr begeistert ihn vielleicht auch auf der großen Leinwand sehen zu können. Dennoch musste ich noch fünf Jahre warten. Ebenso wie die Filmwelt den fast ausschließlich schwarzen Cast feiert, war auch in der Comicwelt der Black Panther eine Offenbarung. Er war Wegbereiter für den Falcon und Luke Cage. Nun durfte er endlich in seinem eigenen Film in Erscheinung treten und die Welt feiert ihn.
Black Panther orientiert sich zwar in vielen Fällen an altbewährtem im MCU, der Humor ist unverkennbar und natürlich dürfen ein paar bereits bekannte Gesichter nicht fehlen, weswegen Ulysses Klaue (Avengers – Age of Ultron) und Agent Ross (Civil War) wohl größere Auftritte haben. Aber Black Panther ist auch neu und sehr erfrischend für das MCU. Das beginnt schon in der ersten Szene, wenn die Geschichte Wakandas kurz aber schön gezeichnet erklärt wird. So erfährt man gleich die wichtigsten Aspekte. Der Film fährt fort und wir erkunden Wakanda mit wunderschönen Naturaufnahmen und entdecken seine Einzigartigkeit. Hier ertappt man sich mehr als einmal, dass einem vor lauter Staunen der Mund weit offen steht. Schon hier hat Black Panther so sehr begeistert, dass man ihm sehr vieles verzeihen würde. Doch das ist gar nicht nötig, denn auch die Handlung zeigt sich zwar linear, aber sehr spannend erzählt. Auch hier schafft Marvel es neue Elemente unterzubringen und doch nicht am bekannten Humor zu sparen.
Hier profitiert der Film eindeutig von der sehr gelungenen Leistung von Andy Serkis, der dem Bösewicht Ulysses Klaue endlich die richtige Portion Verrücktheit einhauchen kann, die in Age of Ultron viel zu kurz kam. Selten hat ein Marvel Bösewicht so viel Spaß gemacht, dass man sich kurzzeitig ertappte, vielleicht doch auf der dunklen Seite der Macht zu stehen. Aber dieser Handlungsstrang ist nur die Spitze des Eisbergs, denn Black Panther hat sehr viel mehr zu bieten und das dürfte den größten Unterschied zu den vorherigen Filmen sein. Wir bekommen einen Bösewicht mit einer glaubhaften Vorgeschichte! Das ist seit Loki nicht mehr vorgekommen. Michael B. Jordan (nicht zu verwechseln mit dem Basketballspieler) schlüpft in die Rolle des Killmonger und spielt diese grundsolide. Doch auf die übrigen Rollen müssen sich nicht verstecken, denn sie bekommen Persönlichkeit und können sich entwickeln. Chadwick Boseman als T’Challa, Danai Gurira als General Okoye, Lupita Nyong’o als Nakia, Letitia Wright als Shuri und Winston Duke als M’Baku spielen ihre Rollen alle mit einer Begeisterung, die absolut ansteckend ist. Lediglich Daniel Kaluuya als W’Kabi und Forest Whitaker als Zuri spielen deutlich hinter ihren Möglichkeiten.

Das Fazit

Black Panther verkörpert alles, was wir an einer gelungenen Superheldenverfilmung so lieben. Eindrucksvolle Bilder, durchdachte Handlung, Hintergrundgeschichten, Bösewichte mit Charakter und natürlich die entsprechende Portion des typischen Marvel-Humors. Nach den eher enttäuschenden Spider-Man und Thor – Ragnarök ist Marvel wieder da und kann erneut das Publikum begeistern. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.