Jahresrückblick – #5 – Serien

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Wir nähern uns dem Ende. Heute kommt noch mein Serienrückblick und dann geht es endlich an die Kinofilme. Bei den Serien unterscheide ich zwischen Wiederholungstäter, fortgesetzte Serien und neue Serien. Vorab noch ein bisschen zur Statistik: Ich habe 2019 insgesamt 26 verschiedene Serien und insgesamt 46,5 Staffeln gesehen. Das ganze mit einer Lauflänge von 418,22 Stunden. Auf das Jahr gerechnet sind das pro Tag ca. 1,15 Stunden. Ausbaufähig, aber bedenkt man den Vollzeitjob und das soziale Leben doch vollkommen ausreichend.

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich 4 Serien mit 12 Staffeln von altbekannten Serien gesehen. Das sind 116,03 Stunden – ohne Ranking:

  1. My little Pony – Staffel 1-3
  2. Leverage – Staffel 4-5
  3. Augsburger Puppenkiste – „Staffel“ 1-3 (Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer, Jim Knopf & die Wilde 13, Urmel aus dem Eis)
  4. The A-Team Staffel 2-5

II. Fortgesetzte Serien

2019 habe ich 9 Serien mit 11 Staffeln fortgesetzt. Das sind 109,07 Stunden – im Ranking:

Platz 9 – The big bang Theory – Staffel 10

Eigentlich brachte mich die Serie um die Nerds immer zum lachen, aber diesmal musste ich fast nach den Gags suchen. Man merkt, dass sich die Serie einfach selbst überlebt hat.

Platz 8 – Supernatural – Staffel 7 & 8

Wo wir gleich bei der zweiten Serie sind, die einfach kein Ende mehr findet. Nach der sehr schwierigen sechsten Staffel ließ sich Staffel 7 dann schon wieder leichter gucken und bei Staffel 8 war es dann nochmal ein Stück besser, aber so sehr bannen, wie am Anfang wird mich Supernatural wohl nie wieder.

Platz 7 – Brooklyn Nine-Nine – Staffel 3 & 4

Es wurde wieder fleißig ermittelt auf dem 99. Revier in New York. Dabei sind die Charaktere so herrlich überzogen. Doch nach einer Staffel hab ich meist erst einmal genug von Jake und seinen Freunden.

Platz 6 – Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 2

Die Geschehnisse um die Baudelaire Geschwister gingen in die zweite Runde und konnten das Niveau der ersten Staffel gut halten. Gegen Ende fingen jedoch die ersten Ermüdungserscheinungen an, da sich das Erzählte praktisch immer wieder im Kreis dreht. Dafür konnte Neil Patrick Harris weiterhin als Graf Olaf begeistern.

Platz 5 – Suits – Staffel 5

Harte Zeiten stehen der Anwaltskanzlei Pearson Specter Litt bevor. Während sich am Anfang persönliche Dramen immer mehr in den Vordergrund drängen, dominiert ein Prozess die komplette zweite Hälfte. Leider ist genau das eine Entwicklung, die mich auch an vielen anderen Serien stört. So langsam büßt Suits seinen Rhythmus ein. Dennoch bleibt es am Ende weiter spannend, so dass die sechste Staffel weiterhin auf meiner Liste steht.

Platz 4 – Chef’s Table – Staffel 4

Chef’s Table ist eine sehr gute Alternative zu all den langweiligen Kochsendungen im Fernsehen. Und sie inspiriert einen gleich wieder in die Küche zu verschwinden, um selbst etwas neues zu zaubern. Und gerade in der vierten Staffel ging es um die Patisserie, was mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen laufen ließ.

Platz 3 – The Crown – Staffel 2

Die nächsten Jahre von Queen Elisabeth II. Regentschaft standen an und Clare Foy präsentierte sich einmal mehr als gute Charakterdarstellerin. Glücklicherweise konnte die Serie das hohe Niveau halten und schafft es sich als Drama mit dokumentarischem Einschlag zu festigen. Hier dürfen wir auf die dritte Staffel gespannt sein, auch wenn hier der Hauptcast sich ändert (Foy altert halt nicht jedes Jahr um 10 Jahre).

Platz 2 – Grace und Frankie – Staffel 4

Ich liebe Jane Fonda und Lily Tomlin als korrekte Grace und quirlige Frankie. Die Serie hat es wieder geschafft die Hauptthematik anzupassen und doch den üblichen Schwung mitzubringen. Diesmal macht das Alter unsere Protagonisten immer mehr Probleme.

Platz 1 – Lucifer – Staffel 2

Lucifer vereint Krimi, Drama und Komödie in einem und holt aus allem das Beste heraus. Tom Ellis trägt hierzu einen großen Teil bei, denn sein Lucifer ist einfach nur genial. Diesmal muss Lucifer neben den immer neuen Kriminalfällen sich um seine Mutter kümmern, die einen Racheplan gegen seinen Vater eingefädelt hat.

III. Neue Serien

2019 habe ich 13 neue Serien mit 23,5 Staffeln entdeckt – 0,5 für das Sense 8 Special, das 2,5 Stunden ging, aber doch irgendwie keine ganze Staffel ist. Das sind 193,12 Stunden. Dabei ist zu sagen, dass mich eigentlich keine Serie wirklich enttäuscht hat. Es geht also vom soliden Mittelfeld bis zu meinen Highlights – im Ranking:

Platz 13 – Aggretsuko- Staffel 1

Hier geht es um einen roten Panda, der im Leben völlig verschüchtert ist und in einer großen Firma in Tokyo in der Buchhaltung arbeitet, doch abends gerne in eine Karaokebar geht und sich dort bei Death Metal die Lunge aus dem Körper screamt und growlt. Es ist eine sehr witzige und doch sehr merkwürdige Serie. Man muss sich drauf einlassen.

Platz 12 – Die Mockridges – Staffel 1 & 2

Luke Mockridge ist gefühlt bei jeder zweiten Sat1 Show dabei, sein Vater Bill spielte jahrelang bei der Lindenstraße mit und seine Mutter Margie Kinsky ist ebenfalls Schauspielerin und Kabarettistin. Dann gibt es noch fünf andere Kinder. Um diese völlig verrückte Familie geht es in dieser Serie. Und verrückt trifft es bei der Serienbeschreibung auf jeden Fall.

Platz 11 – Glow – Staffel 1

Eine Serie über die Anfänge des Frauenwrestlings. Hier spielen viele Faktoren mit hinein, inklusive Zickenkrieg, Produktionsprobleme und die üblichen Dramaaspekte. So richtig hat mich die Serie noch nicht überzeugen können, was vielleicht daran liegt, dass sie erst einmal alle Charaktere ordentlich platziert hat und noch nicht richtig durchgestartet ist.

Platz 10 – Stay here – Staffel 1

Stay here schafft es sich durch kleine aber feine Details von der Konkurrenz abzusetzen und Netfix zeigt wieder einmal, dass sie – wie bereits bei Chef’s Table – bekannte Konzepte aufgreifen, dieser aber interessanter und neuartig in eigene Serien verwandeln. Stay here ist eine Serie für alle, die sich für Reisen und Ferienwohnungen interessieren.

Platz 9 – Adventure Time – Staffel 1 & 2

Anscheinend war 2018 mein Jahr der verrückten Serien. Denn anders kann man die Serie auch nicht beschreiben. Wir begleiten den Jungen Finn und den Hund Jake durch verschiedene Abenteuer durch das Land Ooo. Dabei sind einige Witze wirklich gut auf den Punkt gebracht, bei anderen schüttelt man einfach nur den Kopf.

Platz 8 – All about the Washingtons – Staffel 1

Der Hip-Hop Star Joey Washington hat genug von dem ständigen Touren und beendet seine Karriere. Zu Hause warten aber seine Frau, die nun endlich ihre Karriere vorwärts treiben will und vier Kinder, die von nun an umsorgt werden müssen. Netflix brachte uns eine neue Comedyserie, die mit interessanten Ideen auftaucht, auch wenn nicht immer alle Witze zünden.

Platz 7 – Star Trek – Discovery – Staffel 1

Alles neu bei Star Trek Discovery, aber auf eine gute Art und Weise. Ein würdiger Erbe im großen Franchise, auch wenn nicht jede Folge zu 100% überzeugen kann und die Handlung gegen Ende doch etwas abdriftet. Aber Fans des Franchises können sich die Serie gut und gerne einmal ansehen.

Platz 6 – Rick & Morty – Staffel 1-3

Die letzte der komplett verrückten Serien, die ich mir 2018 ansah. Auf Empfehlung meines Lebensgefährten, gab ich der Serie eine Chance und wurde doch sehr begeistert. Denn sie ist zwar komplett verrückt, aber auch spannend, witzig und kommt mit einer Menge cooler Charaktere und Ideen her. Meine Favoriten: Mr. Meeseeks und der Anatomie-Park!

Platz 5 – Sense 8 – Staffel 1 & 2 & Special

Trotz schwerem Einstieg ist mir Sense 8 ans Herz gewachsen und ich kann die Serie nur weiterempfehlen. Die Weltoffenheit, die hier gezeigt wird, wünscht man sich auch für viele andere Serien. Sie vereint so viele verschiedene Kulturen und Arten der Liebe.

Platz 4 – Younger – Staffel 1

Liza ist Anfang 40 und steht vor den Trümmern ihres Lebens. Geschieden und ihre erwachsene Tochter reist für ein Auslandsjahr nach Indien. Nach 20 Jahren Berufspause bekommt sie auch keinen neuen Job. Bis sie beschließt sich als 26 auszugeben, da sie für ihr Alter sehr jung aussieht. Doch das birgt allerlei Probleme. Younger kommt mit einer coolen Idee daher und bietet eine Menge Witz und gute Darsteller.

Platz 3 – Violet Evergarden – Staffel 1

Ich präsentiere: Die erste Animeserie, die ich wirklich gut fand. Ausgebildet als Soldatin, versucht Violet nach Kriegsende den Sinn des Lebens und der Liebe zu finden. Dabei muss sie ihre eigene Vergangenheit verarbeiten. Hier wird eine interessante Geschichte entwickelt mit vielen guten Ideen und lehrreicher Einflüsse. Da man in fast jeder Folge einem neuen Schicksal folgt, bleibt es auch spannend und ist doch gleichzeitig hochemotional.

Platz 2 – Elementary – Staffel 1-5

Eine weitere Neuinterpretation des Stoffes von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes ist als Ex-Junkie nun Berater vom NYPD. Zusammen mit seiner Drogenberaterin Joan Watson löst er so manche knifflige Fälle. Hier ist vor allem die Charakterzeichnung sehr gelungen, die Episoden sind spannend und meist steht der aktuelle Fall im Vordergrund, dennoch gibt es auch regelmäßig eine übergeordnete Handlung. Eine große Empfehlung für Holmes und Krimifans.

Platz 1 – Queer Eye – Staffel 1 & 2

Queer Eye ist eine Serie, der man durchaus eine Chance geben kann, auch wenn man überhaupt kein Fan von Reality-TV ist. Durch die quirlige Art der Fab 5, baut sich eine Menge guter Laune auf, die auch an schweren Tagen einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

 

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Tabaluga

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Ein Vorwort

Tabaluga, der kleine grüne Drache, dürfte vielen spätestens seit der gleichnamigen Kinderserie ein Begriff sein. Geschaffen unter anderem von Peter Maffay und Rolf Zuckowski, diente er zunächst lediglich als Figur eines Rockmärchens. Doch Tabaluga ist inzwischen längst darüber hinausgewachsen und kann nun auch einen eigenen Kinofilm vorweisen. Was dieser kann, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Tabaluga (Wincent Weiss) wächst in Grünland auf, großgezogen vom Raben Kolk (Rufus Beck). Doch als letzter Drache kann er weder fliegen noch Feuer speien. Zusammen mit seinem besten Freund, dem Glückskäfer Bully (Michael Herbig), reist er nach Eisland, um dort sein Feuer zu finden. Dort trifft er auf Lilly (Yvonne Catterfeld) und den Eisbär Limbo (Rick Kavanian), die ihn zu Arktos (Heinz Hoenig) führen. Doch dieser führt Böse im Schilde.

Meine Meinung

Deutsche Filme haben es ja immer wieder schwer sich gegen die Konkurrenz aus Hollywood durchzusetzen. Und manchmal versuchen sie es leider auch nicht einmal. So ist Tabaluga leider nicht der süße Kinderfilm mit dem kleinen grünen Drachen, die er hätte werden können. Denn wirklich Mühe hat sich bei diesem Film niemand gegeben.
Fangen wir damit an, dass er auf billigstem Niveau animiert wurde. Hier reicht die Qualität nicht über eine stinknormale Fernsehproduktion hinaus. Dafür hätte ich zu Hause lediglich den Fernseher anmachen müssen und mir irgendeine Kika-Sendung ansehen können. Im Kino erwarte ich schon ein bisschen mehr Liebe zum Detail und zumindest den Ansatz von Emotionen in Gesichtsausdrücken.
Weiter geht es mit den beiden Hauptsynchronsprecher. Wer auch immer auf die Idee kam Wincent Weiss und Yvonne Catterfeld Tabaluga und Lilly sprechen zu lassen, hätte vielleicht nur mal einen Blick auf die Synchronsprecherkartei werfen sollen. Denn da sind ausgebildete Sprecher zu finden, die selbst ohne sich großartig anzustrengen bessere Ergebnisse erzielt hätten. Denn beide haben so wenig Emotionen in der Stimme, dass ihre Dialoge leider sehr einschläfernd wirken und man mit keinen von beiden Charakteren noch mitfiebern kann. Herbig, Kavanian und Beck hingegen merkt man an, dass es sich um Schauspieler handelt und sie daher ihre Rollen souverän meistern.
Kommen wir zum größten Manko: die Handlung. Denn Tabaluga ist nicht nur billig animiert, auch die Handlung strotzt vor Einfalllosigkeit. Basieren dürfte sie wohl größtenteils auf dem Musical Tabaluga und Lilly. Während sich Regisseur Sven Unterwaldt am Anfang noch an einer Disneywürdigen Szene versucht – Spoiler! Die Eltern sterben – und diese schon so emotionslos umsetzt, dass es einen einfach kalt lässt, während man bei so manchen Disneyszenen Rotz und Wasser geheult hat – na, wer kommt bis heute nicht über Mufasas Tod hinweg? – zieht sich dies symptomatisch durch den restlichen Film. Jeder Konflikt der aufgegriffen wird, wird mit wenigen Sätzen abgehandelt. So entstehen keine Emotionen und keine Spannung und erst Recht keine Bindung an den Film. Schon am Ende hat man den Anfang bereits wieder verdrängt.
Bleibt nur noch zu sagen, dass Tabaluga leider nicht einmal witzig ist. Die versuchten Witze sind leider so platt und emotionslos rübergebracht, dass selbst die Zielgruppe – Kinder – nicht lachen konnten. Zwischendurch wurde immer mal wieder ein Lied angestimmt, was dann wohl auch Weiss und Catterfeld rechtfertigen sollte, leider wurden auch diese einfach nur unpassend eingesetzt.

Das Fazit

Tabaluga hätte ein süßer Kinderfilm werden können. Aber dafür hätte man sich Mühe geben müssen. So wirkt der komplette Film leider schnell hingeschludert und mit möglichst wenig Aufwand lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob jemand dringend aus dem Namen Profit schlagen wollte, ohne dafür wirklich einen Finger krumm zu machen. Leider wieder ein Hinweis darauf, dass gerade im Bereich Animationsfilm Deutschland weit hinter dem großen Vorbild Hollywood hinterher hängt. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Tabaluga läuft seit dem 06.12.2018 in den deutschen Kinos.

 

Rückblick auf den November

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Nachdem ich mich in letzter Zeit viel mit meinen Jahresrückblicken beschäftigt habe – und noch immer zwei Rückblicke fehlen – sollen natürlich meine regulären Formate nicht darunter leiden. Daher folgt hier nun der Rückblick auf den November. Im November war ich zudem Ausrichter des monatlichen Filmrätsels bei Ma-Gos Filmrätsel, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Sneak Preview

Nur ein kleiner Gefallen: Die ungleichen Mütter Emily und Stephanie freunden sich an, bis Emily verschwindet. Stephanie versucht nun sie zu finden und muss gleichzeitig feststellen, dass sie ihre Freundin kaum kannte. Ein interessant inszenierter Film, der drei verschiedene Genres geschickt kombiniert.

Charles Dickens – der Mann, der Weihnachten erfand: Charles Dickens hatte mit seiner Weihnachtsgeschichte einen Megaerfolg. Doch wie kam es zu der Geschichte? Hier werden die Hintergründe beleuchtet. Eine gute Idee, die leider etwas halbherzig umgesetzt wurde.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Bohemian Rhapsody: Queen ist mit ihrer Musik unvergessen.  Der Film begleitet die Band von Gründung bis zum Live-aid Konzert. Hier stechen vor allem die sehr guten schauspielerischen Leistungen hervor, allen voran Rami Malek als Freddy Mercury. Gepaart mit den Welthits ist Bohemian Rhapsody ein Film, der unter die Haut geht.

Der Nussknacker und die vier Reiche: Eine Neuinterpretation bzw. Weiterentwickelung des klassischen Ballets. Clara folgt einer Spur in ein geheimnisvolles Reich voller Abenteuer. Hier sticht vor allem die herrliche Optik hervor, auch wenn der Film handlungstechnisch ein paar Schwachstellen aufweist.

Aufbruch zum Mond: Im Wettlauf mit der Zeit und den Russen betreiben die USA ein strenges Raumfahrtprogramm, an dem sich auch ein gewisser Neil Armstrong beteiligt. Ein gut erzählter Film mit kleinen Schwachstellen. Das größte Manko dürfte die wacklige Kameraführung sein, die bei mir Übelkeit hervorrief.

Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen: Gellert Grindelwald hat es geschafft aus dem Gefängnis zu entkommen. Nun schart er seine Anhänger um sich, um die Macht an sich zu reißen. Dumbledore bittet Newt Scamander um Hilfe. Ein zweiter Teil von fünf geplanten, der, obwohl er nur die Weichen für das Kommende stellen soll, sehr stark geworden ist. Vor allem Johnny Depp als Grindelwald hat zu alter Größe zurückgefunden.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Mord im Orient-Express: Nachdem mich die Verfilmung von Agatha Christies Klassiker im Kino enttäuschte, da mich der Trailer so sehr angeheizt hat, dass ich vorab bereits von meinem Highlight des vergangen Jahres ausging, gefiel er mir nun mit normalen Erwartungen doch erstaunlich gut.

Set it up: Das Netflix Original begleitet zwei persönliche Assistenten, die unter ihren Chefs leiden. Beide treffen aufeinander und beschließen ihre Chefs zu verkuppeln. Herausgekommen ist eine süße Dramedy, die mit guten Ideen und einem interessanten Cast trumpft.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Im November habe ich alle Filme, die ich sehen wollte, gesehen. Folgende haben es ganz knapp nicht auf die Liste geschafft:

Operation Overlord, Juliet Naked

Serien – ein kurzer Überblick

Während ich im Oktober relativ viele Serien gesehen habe, beschränkt es sich im November auf zwei. Ich habe es endlich geschafft die achte Staffel von Supernatural zu schauen. Eigentlich gefällt mir die Serie seit der fünften nicht mehr richtig, ich möchte aber doch immer wieder wissen, wie es mit den Winchesters weitergeht. Zudem habe ich die zweite Staffel von Adventure Time gesehen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1419
Seiten pro Tag: 47 im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 3

Der große Gatsby:  Das Buch dürfte vor allem durch die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio bekannt sein. Die Handlung deckt sich und auch die Erzählweise. Doch die Partys konnten im Film natürlich viel schillernder dargestellt werden, da das Buch doch recht nüchtern erzählt wurde. Dafür gibt es im Buch natürlich mehr Hintergrundinformationen.

Die Tochter des Uhrmachers: Kate Morton ist zurück mit ihren neusten Werk. Diesmal geht es um das Anwesen Birchwood Manor, das ein Geheimnis umgibt und die verschiedensten Personen über die Generationen beherbergt. Morton hat ihren Stil zwar leicht verändert, dennoch erzählt sie eine ausgewogene Geschichte und schafft es wieder den Leser komplett in den Bann zu ziehen.

Die Suche: Charlotte Link versucht sich wieder an einem Kriminalroman und lässt die Charaktere aus „Die Betrogene“ noch ein zweites Mal in Aktion treten. Frau Link versucht sich hier an ihrer gewohnt ausschweifenden Erzählweise, die dem Krimi leider eher schaden, da sich viele Passagen einfach wiederholen. Damit leider eines ihrer schwächsten Bücher.

 

Neulich in der Sneak: Unknown User – Dark Web

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Ein Vorwort

2015 erschien mit Unknown User der erste Horrorfilm, der als Desktopfilm funktionierte. Das heißt, dass der komplette Film nur mit der Ansicht über einen Desktop gefilmt wurde und die Charaktere alle via Videochat interagieren. Diese Form kam gut an und wurde erst kürzlich in Searching auf das Thrillergenre übertragen. Nun folgt der zweite Teil des Horrorvorbilds, da ein erfolgreicher Horrorfilm eigentlich immer einen zweiten nach sich zieht. Kann Dark Web nun auf der Erfolgswelle mitreiten oder schwächt er sich wie viele zweite Teile ab?

Die Handlung

Matias hat in einem Internetcafé einen Laptop aus den Fundsachen mitgehen lassen. Mit Hilfe des leistungsstarken Laptops möchte er ein Programm für seine gehörlose Freundin Amaya programmieren. Zunächst trifft er sich jedoch mit seinen Freunden Damon, AJ, Lexx, Nari und Serena zu einem Spieleabend via Videochat. Dabei stürzt der Laptop immer wieder ab, was mit einer gewaltigen Menge an gespeicherten Videos zu tun hat. Mit geteiltem Bildschirm untersuchen die Freunde die Videos und finden darauf verstörende Aufnahmen über entführte Frauen. Die Suche nach dem Geheimnis und einem Ausweg führt sie tief ins Dark Web.

Meine Meinung

Desktopfilme sind sehr eingeschränkt in ihren Möglichkeiten. Denn alles, was erzählt werden soll, muss irgendwie auf dem Bildschirm zu sehen sein. Genau diese Schwierigkeit hatte der erste Teil gut gemeistert und eine interessante Handlung darüber gesetzt. In einer Sache hat sich der zweite Teil nun schon positiv hervorgetan. Er hat es geschafft, dass alle Charaktere eine gute Internetverbindung und gute PCs haben, denn es gab kaum verschwommene oder verwackelte Aufnahmen bei den Videochats, was im ersten Teil noch massiv gestört hat.
Die Kunst war es hier auch noch einmal eine gänzlich neue Handlung zu schaffen. Denn Unknown User – Dark Web basiert nur vom Vorgehen her auf dem ersten Teil. Alle Charaktere sind komplett neu und auch das „Geheimnis“ ist diesmal neu und noch einmal wesentlich härter. Dabei wurde diesmal auch jeglicher übersinnlicher Ansatz – im ersten Teil agierte noch eine zuvor verstorbene online – wegradiert und am Ende eine durchdachte und (leider) mögliche Lösung präsentiert. Dadurch wirkt er aber noch eher wie ein Thriller und weniger wie ein Horrorfilm, woran schon der erste Teil etwas krankte.
Und während Dark Web in seiner Grundstruktur wieder voll mit guten Ansätzen ist, schafft er es nicht über seine Lauflänge von 89 Minuten zu überzeugen. Die meisten Charaktere bleiben blass zurück oder werden auf nur ein bis zwei Wesenszüge beschränkt. Während einige Szenen mit einer scheinbar nicht enden wollenden Fantasie gestaltet wurden und begeistern können, sind andere so lieblos gestaltet, dass man meinen könnte, dass die Macher hätten zu wenig Ideen für einen vollständigen Film gehabt und haben daher versucht den Film künstlich zu strecken.
Kurzum Dark Web hat nur wenig von den Kritiken über den ersten Teil gelernt und versucht das gleiche Prinzip erneut umzusetzen, aber diesmal ist nicht mehr der Innovationseffekt spürbar.

Das Fazit

Unknown User – Dark Web vollführt einen Drahtseilakt zwischen guten und misslungen Szenen und schafft es nicht die Spannung und das Tempo zu halten. Mit platten Charakteren krankt er an ähnlichen Stellen, wie schon der erste Teil. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Unknown User – Dark Web läuft seit dem 06.12.2018 in den deutschen Kinos.

Jahresrückblick 2018 – #4 – Heimkino

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Und weiter geht’s mit meinem Jahresrückblick, diesmal geht es um meine sogenannten „Homekino“-Filme. Also die Filme, die ich bei mir zu Hause gesehen habe. Dabei unterscheide ich in Filme, die ich zuvor schon einmal gesehen habe und Filme, die ich entweder im Kino verpasst habe oder aus anderen Gründen zum ersten Mal sehe.

I. Filmreise-Challenge

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mindestens die erste Aufgabe dieses Jahr zu lösen, aber irgendwie kam alles Mögliche dazwischen. Aber immerhin vier Filme aus der Weltreiseaufgabe hab ich gesehen – ohne Ranking:

  1. Mary & Max – oder schrumpfen Schafe, wenn es regnet (Australien)
  2. Oldboy (Korea)
  3. Nader & Simin (Iran)
  4. Eine Frau namens Yesterday (Südafrika)

II. Wiederholungstäter

2018 habe ich 18 Filme, die ich bereits einmal gesehen habe, noch einmal gesehen. Dabei sind die 18 Filme des Marvel Cinematic Universe in die drei Phasen unterteilt, ausgenommen Infinity War – im Ranking:

Platz 18 – Scooby-Doo

Platz 17 – DUFF – hast du keine bist du eine

Platz 16 – Groupies bleiben zum Frühstück

Platz 15 – Whiskey, Tango, Foxtrott

Platz 14 – Coco – Lebendiger als das Leben

Platz 13 – Sicario

Platz 12 – Mord im Orient-Express

Platz 11 – Draculas Rückkehr

Platz 10 – Dracula

Platz 9 – MCU Phase 2

Platz 8 – MCU Phase 3

Platz 7 – MCU Phase 1

Platz 6 – Deadpool

Platz 5 – Jumanji – Welcome to the Jungle

Platz 4 – SMS für dich

Platz 3 – Die Feuerzangenbowle

Platz 2 – Mary Poppins

Platz 1 – Avengers – Infinity War

III. Neue Filme

2018 habe ich 31 Filme zu Hause gesehen, die ich zuvor noch nicht gesehen habe – im Ranking:

Platz 31 – Alice im Wunderland (BBC Zweiteiler)

Hierbei handelt es sich um eine britische Fernsehfilmfassung und Adaption von Lewis Carolls Alice im Wunderland. Dabei pickt sich Regisseur und Drehbuchautor Nick Willing jedoch nur einzelne Brotkrumen der ursprünglichen Geschichte heraus und inszeniert eine völlig abstruse Geschichte (man kann sie leider nicht mehr verrückt nennen, was ja noch gepasst hätte) und verirrt sich in seinen Handlungssträngen, so dass diese auch irgendwann einfach nicht mehr spannend sind.

Platz 30 – Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Das Buch gefiel mir stellenweise sehr gut, stellenweise war es mir zu abstrus. Der Film konnte aber den Charme des Buches nicht so richtig einfangen und ist daher nur abstrus und konnte bei mir nicht punkten.

Platz 29 – Willkommen bei den Hartmanns

Eine deutsche Komödie, die sich mit der Flüchtlingsproblematik befasst, aber dabei leider immer wieder am relevanten Vorbeischlittert und sich nicht so ganz entscheiden kann, was für eine Geschichte genau erzählt werden soll.

Platz 28 – Das Belko-Experiment

Die Angestellten einer Firma werden ohne Vorwarnung in ihr Bürogebäude eingesperrt. Dann bekommen sie die Anweisung eine gewissen Anzahl ihrer Kollegen zu töten. Das Belko-Experiment beleuchtet zum einen wie sich verschiedene Menschen verhalten, wenn sie in so einer Situation stecken. Töten oder möglicherweise selbst getötet zu werden. Zum anderen erfreut sich der Film aber auch einfach an großen Abschlachtszenen.

Platz 27 – Get out

Get Out hat von allem leider etwas zu wenig. Zu wenig Spannung, zu wenig Horror, zu wenig Humor. Lediglich der Teil des Films, der kritisiert und sich mit Rassismus beschäftigt ist gelungen.

Platz 26 – Der Sinn des Lebens

Mit dem Humor von Monty Python kann ich mal mehr mal weniger mit Ansagen. Das ist das schöne an ihrem Film der Sinn des Lebens, der sich in verschiedene Kurzepisoden gliedert. Trotzdem konnte er mich in seiner Gesamtheit nicht so ganz überzeugen.

Platz 25 – Jurassic Park 2

Eine sehr lieblose Fortsetzung, die mich nicht wirklich begeistern konnte. Hier hat er ähnliche Probleme, wie Jurassic World 2, was wohl an der sehr ähnlichen Handlung liegen dürfte.

Platz 24 – Alien 2

Ellen Ripley wird nach den Ereignissen im ersten Teil aufgefunden, doch glaubt ihr keiner ihre Geschichte. Bis Kolonnisten verschwinden und Ripley mit einem neuen Team dorthin gesandt wird. Leider nicht so wirklich mein Fall.

Platz 23 – A Silent Voice

Mein Freund schaut zwischendurch sehr gerne mal einen Anime und nach dem er mich für Your Name begeistern konnte (und der Film mich begeisterte), versuchte er es nun mit A Silent Voice. Shoko kommt neu an die Schule und ist gehörlos. Dafür wird sie von ihren Mitschülern, allen voran Shoya gehänselt. Jahre später nimmt Shoya wieder Kontakt zu Shoko auf, da er inzwischen nachvollziehen kann, wie er sich gefühlt haben muss. Kommt für mich nicht an Your Name heran, hat aber durchaus seine Stärken.

Platz 22 – Du neben mir

Sie hat eine Immunkrankheit und kann das Haus nicht verlassen. Er ist neu gegenüber eingezogen. Ein kleiner Liebesfilm, der das Rad nicht neu erfindet, aber eine süße Geschichte erzählt, die stark von ihren Darstellern lebt.

Platz 21 – Hampstead Park – Mit Aussicht auf Liebe

Diane Keaton und Brendan Gleeson rebellieren hier gegen Konventionen und kämpfen für das Recht auf eigenen Wohnraum. Eine süße kleine Liebesgeschichte, die hinten hinaus zwar nicht viel Tiefgang hat, aber dafür Herz.

Platz 20 – Mudbound

Mudbound hat gute Ansätze und ein interessantes Setting. Wirklich überzeugen kann er durch seine langsame und dadurch langatmige Erzählung leider nicht, auch wenn die Geschichte eigentlich unter die Haut gehen könnte.

Platz 19 – Rambo

Silvester Stallone, diesmal als Vietnamveteran, der in einer Kleinstadt Ärger mit der örtlichen Polizei bekommt. Leider war der Film nicht ganz mein Fall, da ich mich viel zu sehr über die blöden Polizisten aufgeregt habe, um den Film genießen zu können.

Platz 18 – The Tale – Die Erinnerung

Eine Frau findet Briefe aus ihrer Kindheit und merkt, dass sie große Teile ihrer Kindheit verdräng hat. Schnell merkt sie auch, warum. Sie wurde als Kind sexuell missbraucht. The Tale erzählt die Geschichte in einzelnen Schnipseln. Dabei ist das erzählte schon sehr krass und wird von Hauptdarstellerin Laura Dern gut rübergebracht.

Platz 17 – Mr. Holmes

Ian McKellan verkörpert hier den in die Jahre gekommenen Sherlock Holmes, der langsam aber sicher sein Gedächtnis verliert und verzweifelt aufzuschreiben versucht, was in seinem letzten Fall passiert ist, bevor er gänzlich aufgehört hat Detektiv zu sein. Eine interessante Geschichte mit einem gewohnt Starken McKellan.

Platz 16 – Alle Farben des Lebens

Ramona hat entschieden, dass sie sich mehr als Junge fühlt und lebt fortan als Ray. Wie ihre Eltern damit und Rays Wunsch nach einer Hormonbehandlung umgehen, erfahren wir in dem tiefgründigen Film, der dem Zuschauer versucht das Innenleben von Transgender näher zu bringen und auch die Beteiligten drum rum beleuchtet. Leider verrennt sich der Film am Ende in einem Familiendrama und kommt vom eigentlichen Thema ab.

Platz 15 – Set it up

Ein Netflix-Film, der mir mehrfach vorgeschlagen wurde. Und da ich gerade Elementary mit Lucy Liu beendet hatte, schaute ich diesen Film gleich hinterher. Zwei überforderte Assistenten die für zwei sehr strenge und eigene Chefs arbeiten. Bis sie aufeinander treffen und beschließen ihre Chefs zu verkuppeln. Ein Film irgendwo zwischen Romanze und Komödie, der eine gute Abendunterhaltung liefert, aber eben auch nicht mehr.

Platz 14 – Leon, der Profi

Mein Freund beschloss, dass es wieder mal an der Zeit sei einen Film zu schauen, den ich noch nicht gesehen hatte. Und da unser Filmregal zu 90% aus meinen Filmen besteht, war das gar nicht so leicht einen zu finden. Schließlich durfte ich diesen schönen Klassiker sehen mit der noch sehr jungen Natalie Portman.

Platz 13 – What happened to Monday

In einer überbevölkerten Zukunft gilt eine Ein-Kind-Politik. Doch als eine Frau Siebenlinge gebärt, zieht der Großvater alle sieben als ein Kind groß und benennt sie nach den Wochentagen, an denen sie das Haus verlassen dürfen. Mit einer sehr interessanten Grundidee ist ein interessanter Thriller entstanden, der durchaus einen Blick lohnt.

Platz 12 – Begabt

Chris Evans versucht seine hochbegabte Nichte an eine staatliche Schule zu schicken, muss aber gegen Vorurteile und seine Mutter kämpfen. Ein ruhig erzählter Film über einen Mann, der verzweifelt versucht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Fein gespielt und sehr berührend.

Platz 11 – Boston

2013 explodiert eine Bombe am Ziel des Boston Marathons. 2016 widmete sich der Film Boston zum einen den Verletzten, zum anderen den Ermittlungsarbeiten. Leider wird die gute Mischung des Anfangs am Ende mit einer sehr langen Verfolgungsjagd etwas gedämpft.

Platz 10 – Jumanji

Nachdem ich die Fortsetzung sehr genossen habe, gab es nun auch einmal das Original mit Robin Williams gesehen. Jumanji sieht wie ein gewöhnliches Brettspiel aus, doch wer es spielt, holt den Dschungel zu sich. Eine herrliche Komödie!

Platz 9 – Zwielicht

Zwielicht kommt als typisches Gerichtsdrama daher. Doch unter der oberen Schicht steckt noch viel mehr. Was das genau ist, werde ich hier nicht näher erläutern, denn auch Zwielicht lebt davon, dass man nicht allzu viel von der Handlung weiß. Mich hat der Film wirklich überrascht und konnte mich durchaus begeistern. Schauspielerisch ist es vor allem Edward Norton, der hier sein Schauspieldebut gibt und zugleich einen Golden Globe gewann und für einen Oscar nominiert wurde.

Platz 8 – to all the boys I’ve loved before

Lara Jean ist ein durchschnittliches etwas schüchternes Mädchen. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal so richtig verknallt gewesen. Und jedes Mal hat sie in dieser Phase einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Als das jemand anderes für sie tut, gerät ihre Welt auf einmal ins Chaos. Ein sehr süßer kleiner Film, der das Rad nicht neu erfindet, aber mit liebevollen Charakteren überzeugen kann.

Platz 7 – Rocky

Mein Lebensgefährte wollte, dass ich mehr Klassiker sehe. Den Auftakt machte Silvester Stallone als Rocky. Sehr ruhig erzählt, erleben wir hier Rocky Balboa, der die Chance bekommt als Amateur gegen den amtierenden Boxweltmeister zu kämpfen.

Platz 6 – Notting hill

2018 ließ mich auch noch Julia Roberts und Hugh Grant ein. Auch hier bekam ich einen herrlich romantischen Film über den Buchhändler von nebenan und der berühmten Schauspielerin.

Platz 5 – Pretty Woman

Hier begegnete ich Julia Roberts als Straßennutte und Richard Gere als reichem Geschäftsmann. Hach was ging mir das Herz auf als Roberts sich wahnsinnig über eine Badewanne freute.

Platz 4 – Where to invade next

Eine interessante Dokumentation über verschiedene Vorteile in Europa gegenüber den USA. Natürlich alles sehr überspitzt, aber sehr gut, wenn man sich darauf einlässt.

Platz 3 – Jurassic Park

Ein zeitloser Klassiker mehr, der endlich von mir gesehen wurde, nachdem ich ein bisschen zwiegespalten über das neue World Universum bin. Hier sieht man noch eindeutig Steven Spielbergs Handschrift, der versuchte trotz freilaufendem T-Rex einen Familienfilm zu konstruieren.

Platz 2 – Schlaflos in Seattle

Tom Hanks und Meg Ryan kennen sich nicht und doch fühlt sie sich zu ihm hingezogen, nachdem er zufällig an Weihnachten in einer Radioshow erzählt. Ein absolut rührender Klassiker!

Platz 1 – Die große Liebe meines Lebens

Der Film, auf dessen Idee (Valentinstag auf dem Empire State Building) Schlaflos in Seattle basiert. Ich musste diesen Film einfach auch noch sehen. Deborah Kerr und Cary Grant treffen sich durch Zufall auf einer Kreuzfahrt und verlieben sich. Doch sie sind beide noch in festen Händen. Daher beschließen sie sechs Monate zu warten und sich am Valentinstag auf dem ESB wiederzutreffen. Ein absolut rührender Film, der romantisch, aber auch tieftraurig ist.

Jahresrückblick 2018 – #3 – Bücher

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Wenden wir uns nach zwei Filmrückblicken nun erst einmal dem gedruckten Wort zu. 2018 habe ich 49 Bücher gelesen. Das sind 9 weniger als im letzten Jahr, dafür waren diesmal mitunter dickere Bücher dabei (ich erwähne nur Es mit 1534 Seiten). Trotzdem bin ich ein wenig an meinem Ziel (60 Bücher pro Jahr) vorbeigeschrammt. Andererseits konnte ich 9 Bücher von meiner Liste der Schande nehmen. Um ein bisschen im Ranking den Überblick zu behalten, habe ich den Bücherrückblick in vier Kategorien aufgeteilt.

I. Wiederholungstäter

2018 habe ich bei drei Büchern den Staub weggepustet und sie noch einmal gelesen – ohne Ranking:

  1. Eclipse
  2. Breaking Dawn
  3. Studierst du noch oder lebst du schon?

II. Mangas / Graphic Novels / Comics

2018 habe ich fünf „Bilderbücher“ gelesen – ohne Ranking:

  1. Stadt der träumenden Bücher
  2. Death Note Band 1-4

III. Klassiker/Liste der Schande

2018 habe ich neun Bücher aus dem Bereich Klassiker gelesen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen. Zu sagen ist, dass ich kein Werk wirklich schlecht fand. Aber einer musste den letzten Platz belegen – im Ranking:

Platz 9 – Casino Royal – Ian Fleming

Der erste Band über James Bond – 007, den Mann mit der Lizenz zum Töten. Ian Fleming startete seine Romanreihe mit Casino Royal. Leider ist das Buch ein bisschen langweilig geraten. Vielleicht versuch ich es nochmal mit dem zweiten Buch, mal sehen, ob es spannender wird.

Platz 8 – Der große Gatsby – F. Scott Fitzgerald

Das Buch zum gleichnamigen Film mit Leonardo DiCaprio. Während der Film jedoch die Partys in schillernden Farben erzählt, ist das Buch recht nüchtern geraten. Dafür gibt es hier mehr Hintergrundinformationen.

Platz 7 – Peter Pan – J. M. Barrie

Und wieder kann ich einen Kinderbuchklassiker auf meiner Liste abhaken. Wobei die Geschichte durch den Disneyklassiker weitestgehend bekannt ist, zeigt das Original doch, dass die Grundstimmung natürlich so gar nichts mit Disney zu tun hatte.

Platz 6 – Eine Studie in Scharlachrot – Arthur Conan Doyle

Nachdem ich bereits vor ein paar Jahren von meiner besten Freundin die Gesamtausgabe der Sherlock Holmes Romane und Erzählungen geschenkt bekam, hab ich nun endlich den ersten Roman gelesen und so eine Wissenslücke geschlossen.

Platz 5 – Eine Weihnachtsgeschichte – Charles Dickens

Ein Buchklassiker von Charles Dickens, das ich zuvor zwar in unzähligen Verfilmungen gesehen habe, aber tatsächlich nie gelesen hatte. Ich kann es aber nur wärmstens empfehlen, denn hier verstecken sich noch viel mehr Aussagen als in den Filmen zu sehen ist.

Platz 4 – Der Report der Magd – Margarete Adwood

Der Report der Magd ist schockierend realistisch, nüchtern erzählt und kann doch mitreißen. Wer am Anfang schon Probleme mit dem Schreibstil hat, wird nicht glücklich mit dem Buch werden. Allen anderen kann ich es nur wärmstens empfehlen!

Platz 3 – Mary Poppins – Pamela L. Travers

Der Kinderbuchklassiker hat nun endlich den Weg in mein Bücherregal gefunden, nachdem ich schon viele Jahre den Film mit Julie Andrews einfach nur liebe. Und auch das Buch konnte mich absolut faszinieren mit den märchenhaften Geschichten.

Platz 2 – Das fehlende Glied in der Kette – Agatha Christie

Diesmal begab ich mich in Agatha Christies Hände und ließ mir von Hercule Poirot in seinem ersten Fall das fehlende Glied in der Kette erklären. Und Frau Christie gibt wirklich das her, was ihr Ruf ihr voraussagt. Das nächste Buch wird in mein Bücherregal folgen!

Platz 1 – Es – Stephen King

Stephen Kings Meisterwerk hielt mich für vier Monate in Atem. Meine erste Berührung mit dem Meister des Horrors, die ich gerne wiederhole.  Es ist so viel mehr als nur ein Horrorbuch, es spielt mit den eigenen Ängsten und erzählt auch vom Erwachsenwerden.

IV. Multiple Bände

2018 habe ich 17 Bücher, die zu einer Reihe gehören oder von denen es Folgebände gibt, gelesen. Der Einfachheit habe ich zusammengehörende Bände unter einem Platz zusammengefasst – im Ranking:

Platz 11 – Mein für 7 Tage / Uns für Zwanzig Stunden / Sein für Ein ganzes Leben – D.C. Odesza

Während ich den ersten Band noch 2017 las, habe ich die Reihe um Jade und Lawrence Chevalier nun zu Ende gelesen. Ich bin vielleicht nicht so richtig die Zielgruppe, weswegen ich über viele Dinge (beispielsweise Lawrences „ich bin ein Gott“ Gehabe) nur die Augen verdrehen konnte. Dennoch hat mich die Geschichte insoweit gefesselt, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.

Platz 10 – Mortal Engines 1 – Krieg der Städte – Philip Reeve

Dieses Leseexemplar flatterte bei mir ins Haus, kurz nachdem ich den ersten Trailer zu Peter Jacksons neustem Streich gesehen habe. Leider konnte mich die emotionslose Handlung nicht richtig fesseln. Umso mehr freue ich mich, wenn Jackson sie mit guten Bildern untermauert.

Platz 9 – Die unsichtbare Bibliothek – Genevieve Cogman

Der Auftakt einer neuen vielversprechenden Fantasy-Reihe. So wurde mir das Buch angepriesen. Leider konnte es mich nicht vom Hocker hauen. Zu viele Geschehnisse auf einmal, zu wenig Informationen zu der Bibliothek und leider bin ich auch mit den Charakteren nicht warm geworden.

Platz 8 – Weil wir uns lieben – Colleen Hoover

Der dritte Teil der Colleen Hoover Reihe um Will & Layken. Die ersten beiden Teile sehe ich schon als die (bisher) schwächsten Teile von Mrs. Hoover an und der dritte Teil schließt sich da an. Immerhin handelt es sich nur um eine nochmalige Nacherzählung des ersten Teils.

Platz 7 – Finding Cinderella – Colleen Hoover

Der dritte Teil der Hope forever-Reihe. Mrs. Hoover auch auf nur 180 Seiten schaffen Sie es noch eine unglaubliche und mitreißende Geschichte zu entwickeln. Aber sie können Ihre Charaktere nicht einmal für 180 Seiten einfach nur glücklich sein lassen, oder?

Platz 6 – Save you / Save me – Mona Kasten

Hier ist hier die Qualität von Frau Kasten ziemlich gesunken. Was aber nicht heißt, dass ich nicht wissen will, wie die Geschichte ausgeht. Aber Frau Kasten wirft hier nur so mit Klischees um sich. // Greift den Cliffhanger des ersten Teils auf und endet wieder mit einem Cliffhanger… sehr fies.

Platz 5 – Ghostsitter – Geister geerbt – Tommy Krappweis

Nachdem mich Tommy Krappweiss auf dem Elbenwald-Festival begeistern konnte, habe ich mir gleich den ersten Band seiner Ghostsitter Reihe gekauft und signieren lassen. Die Geschichte von Tom, der eine Geisterbahn mit echten Geistern erbt, ist leicht und kinderfreundlich geschrieben, kann aber auch die Erwachsenen begeistern.

Platz 4 – Die magischen Pforten der Anderwelt – Sandra Regnier

Ein Spin-off zu Sandra Regniers Pan-Trilogie, die ich seinerzeit absolut verschlungen habe und die noch immer zu meinen liebsten Büchern gehören. Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es nun endlich ein wiedersehen mit der Welt der Elfen. Die neue Protagonistin kann mich zwar noch nicht so ganz überzeugen, aber die Fortsetzungen haben großes Potential. Ich bin nur etwas frustriert, dass die Fortsetzung von November 2018 auf Oktober 2019 verschoben wurde.

Platz 3 – Begin again / Trust again – Mona Kasten

 Mona Kasten hat mit ihrer süßen Liebesgeschichte das Genre Young adult bestimmt nicht neu erfunden, aber doch irgendwo eine schöne Geschichte abgeliefert. Perfekt für sonnige Stunden im stickigen Bus auf dem Weg zur Arbeit. // Ich habe gleich im Anschluss auch noch den zweiten Teil angehangen. Auch hier bekam ich eine durchschnittliche Liebesgeschichte, die aber durch tolle Charaktere überzeugen konnte.

Platz 2 – Barfuß durch die Nacht / Zwischen Meer und Sterne – Katie Kling

Barfuß durch die Nacht konnte mich aber leider nicht richtig begeistern, weil ich gerade die Protagonistin viel zu negativ fand und mich auch die anderen Charaktere immer mal wieder ärgerten. Ich bin jedoch auf die Fortsetzung gespannt, denn trotz aller Kritik konnte ich Frau Klings Roman irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. // Während ich mich mit dem Debut noch etwas schwer tat, konnte mich der zweite Band schon nach kurzer Zeit vollkommen gefangen nehmen. Am Ende war eine Charakterentwicklung zwar etwas zu einfach, aber ich mochte das Buch sehr. Ein perfektes Beispiel, wie mich ein starker zweiter Teil doch noch vom ersten Teil mehr überzeugen konnte und daher sehr weit aufgerückt ist.

Platz 1 – Berühre mich. Nicht / Verliere mich. Nicht – Laura Kneidl

Sage hat panische Angst vor Männern, will aber trotzdem studieren.  Ein New Adult Roman, der gut geschrieben, mit tollen Charakteren und einer neuen Ideen daherkommt. // Nachdem mich der erste Teil komplett begeistern konnte, verschlang ich den zweiten Teil direkt hintendran. Ein schöner Abschluss der Geschichte von Sage und Luca.

V. Einzelbände

2018 habe ich 20 Bücher gelesen, die (bisher) nicht als multiple Bände angelegt sind – im Ranking:

Platz 20 – In 50 Tagen zur Mrs. Grey – Cassandra Day

Nette Idee und weitaus bessere Umsetzung als das Werk auf das es basiert. Aber leider kommt es nicht über ganz nett hinaus.

Platz 19 – Nimmerlands Fluch – Salome Fuchs

Nachdem ich schonmal in Nimmerland angekommen bin, bin ich gleich da geblieben, aber in einer viel düsteren Version. Denn Autorin Salome Fuchs lässt Peter Pan als einen grausamen Dämon auftreten, der Nimmerland zerstören will. Ein Buch voller guter Ideen, es hätte ein wirklich schönes Buch werden können. Leider schreibt Salome Fuchs viel zu einfach und kann ihre Ideen nicht richtig ausführen.

Platz 18 – Sie – Stephen King

Leider bisher das schwächste Werk Kings, dass ich gelesen habe. Die Geschichte zieht sich ewig und durch das Kammerspiel mit nur zwei Charakteren, die mir beide sehr unsympathisch waren, bin ich mit Sie leider gar nicht warm geworden.

Platz 17 – Weit weg und ganz nah – Jojo Moyes

Nachdem ich von Jojo Moyes bisher ein Buch mochte und eins nicht mochte, gab es noch einmal eine neue Chance. Leider konnte auch dieses Werk mich wieder nicht begeistern. Zu nervig waren die Charaktere, zu unglaubwürdig die Liebesgeschichte. Ich glaub ich wird mit Frau Moyes doch nicht warm.

Platz 16 – Mit Mann ist auch nicht ohne – Silke Neumayer

Mit Mann ist auch nicht ohne fällt eindeutig unter die Kategorie „ganz nett“, denn es liest sich leicht weg und hat die nötigste Portion Humor mit drin. Vielleicht war ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe. Aber als Zwischendurchlektüre und zum Lästern über das männliche Geschlecht eignet es sich dann doch ganz gut (natürlich werden die Männer auch mal gelobt).

Platz 15 – Unter deutschen Betten – Justyna Polanska

Während mich der Film wenig begeistern konnte, gab ich dem Buch nun eine Chance. Leider war auch das etwas schwächer, auch wenn mitunter interessante Anekdoten aus dem Leben einer Putzfrau dabei waren.

Platz 14 – Ready Player One – Ernest Cline

Nach dem Film war ich wieder einmal neugierig und habe mir nun auch das Original durchgelesen. Abgesehen davon, dass der Film einiges geändert hat, bekam man hier auch nochmal neue Hintergrundinformationen. Manchmal vielleicht ein wenig zu viele.

Platz 13 – The President is missing – James Patterson & Bill Clinton

James Patterson haut ja bekanntlich regelmäßig neue Thriller raus. Diesmal hat er Ex-Präsident Bill Clinton mit an Bord. Herausgekommen ist ein solider Thriller, dem aber das gewisse Etwas fehlt.

Platz 12 – Die Suche – Charlotte Link

Charlotte Link – eine meiner Lieblingsautorinnen – hat sich wieder an einem Krimi versucht. Leider liegen ihr diese nicht sonderlich, denn ihre ausschweifende Schreibweise steht ihr bei einem Krimi leider im Weg, so dass sich viele Passagen und Überlegungen einfach wiederholen.

Platz 11 – Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag – Lena Greiner & Carola Padtberg

Ein Buch mit Erfahrungsberichten über Helikoptereltern bei denen man irgendwann nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Es kommt einem schnell sehr übertrieben vor, aber leider kennt man doch auch ähnliche Beispiele.

Platz 10: Fettlogik überwinden – Nadja Hermann

Dr. Nadja Hermann räumt mit den größten Mythen über das Abnehmen, die sogenannte „Fettlogik“ auf und schreibt wissenschaftlich bestätigt und doch mit gesundem Witz.

Platz 9 – Christine – Stephen King

Mein inzwischen vierter Stephen King Roman hielt mich den gesamten Oktober über in Atem. King schafft es wieder ein völlig normales Szenario – ein Autokauf – in eine Horrorgeschichte zu verwandeln und dabei die typischen Entwicklungen eines Mannes am Ende seiner Highschool-Zeit mit einzubeziehen.

Platz 8 – Qualityland – Mark-Uwe Kling

Marc-Uwe Kling hat mit seiner Känguru Reihe einen ewigen Platz in meinem Herzen. So war ich nun auch auf sein neustes Werk gespannt. Und weil er das Buch selbst am besten vorlesen kann, gab es das Hörbuch (genug Autofahrten auf dem Weg in den Urlaub hatte ich dafür). Klings Zukunftsversion spricht so viele Wahrheiten aus und trifft dabei aber genau meinen Humor. Einfach ein absolut empfehlenswertes Werk.

Platz 7 – Das Buch der Schurken – Martin Thomas Pesl

Wer ein großer Freund der Weltliteratur ist und ein Wiedersehen mit seinen Lieblingsbösewichten feiern möchte, dem empfehle ich dieses Buch. Wer auf der Suche nach einem neuen Buch ist, das mit einem bösen Schurken bestückt sein soll, dem empfehle ich dieses Buch. Für wen die Beschreibung des Buches grundsätzlich einladend klang, dem empfehle ich dieses Buch.

Platz 6 – Frühstück mit Kängurus – Bill Bryson

Frühstück mit Kängurus ist witzig und gleichzeitig interessant geschrieben, lässt sich gut weg lesen und schürt dabei ordentlich das Fernweh. Bisher Brysons stärkstes Werk (gemessen an den bisher gelesenen).

Platz 5 – Friedhof der Kuscheltiere – Stephen King

Altmeister Stephen King konnte mich auch mit dem zweiten Werk, dass ich von ihm las, wieder voll und ganz begeistern, auch wenn ich das Ende etwas zu abrupt fand.

Platz 4 – Was man von hieraus sehen kann – Mariana Leky

Eine ganz und gar unaufgeregte Geschichte über die Personen in einem kleinen verträumten Dorf. Und obwohl sehr ruhig erzählt, kriechen die Charaktere tief in das Herz des Lesers und nisten sich dort ein (positiv gemeint).

Platz 3 – Auch donnerstags geschehen Wunder – Manuela Inusa

Eine Empfehlung von meiner Buchhändlerin des Vertrauens, als ich nach einer schönen Sommerlektüre fragte. Und genau die bekam ich. Eine herrliche Liebesgeschichte, die zweigleisig fährt und mal in Hamburg, mal in Edinburgh spielt.

Platz 2 – Die Tochter des Uhrmachers – Kate Morton

Kate Morton steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, was den Einstieg etwas schwierig gestaltete. Letztlich hat sie hier etwas experimentiert und konnte sich so von ihren bisherigen Werken absetzen. Mit ihren verschiedenen Charakteren hat sie wieder einmal ein großen Stück meines Herzens erobert.

Platz 1 – Nur noch ein einziges Mal – Colleen Hoover

Mrs. Hoover Sie haben es mal wieder geschafft mich sprachlos zurückzulassen. Diesmal haben Sie sich wirklich ein sehr schwieriges Thema herausgesucht. Aber genau dafür liebe ich Ihre Bücher so. Und wie ernst und gleichzeitig wunderbar Sie mit dem Thema umgingen ist absolut bewundernswert.

Was waren eure Buchhighlights in diesem Jahr?

Jahresrückblick 2018 – #2 – Neulich in der Sneak

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Anfang des Jahres dachte ich ja nicht, dass ich die Worte Neulich in der Sneak über einen Beitrag schreiben könnte. Denn nach meinem Umzug in den Osten der Republik musste ich mich auch von den wöchentlichen Sneaks mit einer eingeschweißten Gruppe verabschieden. Doch seit Juli heißt es aufatmen! Zumindest im zwei Wochen Rhythmus strahlt mein Kino nun Previews aus. Und so kann ich euch nun 9 Filme im Ranking präsentieren, die ich sah, ohne vorher zu wissen, dass sie laufen würden.

Platz 9 – Super Troopers 2 – 1 Punkt

Super Troopers 2 ist ein Film, der keiner wollte, keiner brauchte und den auch niemand sehen muss. Abgesehen von einer gut trashigen lustigen Anfangsszene hat der Film absolut nichts zu bieten.

Platz 8 – Bad Spies – 4 Punkte

Bad Spies ist Popcornkino von der ganz einfachen Art und dabei leider auch nicht wirklich einfallsreich. Mitunter gibt es ein paar geistreiche Witze, die dann auch wirklich Spaß machen. Alles in allem aber eher ein schwächerer Film.

Platz 7 – I can only imagine – 5 Punkte

I can only imagine erzählt die Geschichte eines echt schönen Songs. Leider erzählt er sie mehr auf reißerische Art und nicht mit genügend Subtilität. Dennoch vermag er durchaus wunde Stellen zu treffen, auch wenn er sehr viel falsch macht.

Platz 6 – Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand – 6 Punkte

Charles Dickens, der Mann der Weihnachten erfand hat eine interessante Idee, die leider etwas halbherzig umgesetzt wurde, um wirklich Weihnachtsgefühle zu erzeugen. Einmal sehen reicht leider aus.

Platz 5 – Mile 22 – 6 Punkte

Mile 22 punktet durch gute handwerkliche Arbeit und einem hohen Spannungsgrad. Negativ fällt dagegen die Emotionslosigkeit und Distanz zum Publikum ins Gewicht. Am Ende kann Mile 22 jedoch wieder punkten

Platz 4 – Nur ein kleiner Gefallen – 7 Punkte

Nur ein kleiner Gefallen ist ein Film aus drei Genres, die nacheinander abgespielt werden und doch wunderbar zusammenpassen. Die Geschichte ist spannend erzählt und hat immer wieder interessante Wendungen.

Platz 3 – 25 km/h – 7 Punkte

25 km/h vereint Roadmovie mit Feel good und einer gesunden Portion Drama. Dabei weiß Regisseur Goller, wann er nachbohren muss und wann er ein Thema ruhen lassen muss. Dabei ist der Film ruhig erzählt und doch unglaublich mitreißend.

Platz 2 – Schneeflöckchen – 7 Punkte

Schneeflöckchen ist ein sehr ungewöhnlicher Film, der aber in einer Zeit, in der man gefühlt immer wieder dasselbe vorgesetzt bekommt, positiv überraschen kann und durch seine Andersartigkeit einfach punkten kann und sich zu einem deutschen Geheimtipp mausert.

Platz 1 – Der Vorname – 8 Punkte

Mit einer sehr starken ersten Hälfte weiß Der Vorname zu überzeugen. Wortmann erschafft hier ein gelungenes Kammerspiel mit starken Darstellern und interessanten Charakteren. Die zweite Hälfte schwächelt neben der starken ersten ein wenig, macht aber immer noch eine gute Figur.

 

 

 

Jahresrückblick 2018 – #1 – Cinemathek

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Es ist mal wieder soweit. Das Jahr neigt sich dem Ende und die ganzen Fernsehsender bereiten die großen Jahresrückblicke vor. Auch die Bloggergemeinde überschlägt rasch, welche Filme in diesem Jahr gesehen wurden und bereitet Listen vor. Wie im letzten Jahr angekündigt, halte ich mich nicht zu 100% an das Kalenderjahr, damit ich im Dezember in aller Ruhe meine Rückblicke schreiben kann, ohne dabei die Filme außen vor zu lassen, die erst Ende Dezember starten. So soll es nun hier und in den folgenden Ausgaben um meinen Medienkonsum von Dezember 2017 – November 2018 gehen. Den Auftakt bildet dabei die Cinemathek.

2018 habe ich 10 Filme in der Cinemathek gesehen. Zum einen lag das an der Auswahl, die mich nicht immer begeistern konnte. Zum anderen an der  Tatsache, dass seit ein paar Wochen mein Kino wieder eine Sneak eingeführt hat, die leider zeitgleich mit der Cinemathek läuft. Dafür waren einige Filme dabei, die ich gut fand, und nur wenige Enttäuschungen. Hier ist mein Ranking

Platz 10 – The Square – 3 Punkte

Anwärter für den besten fremdsprachigen Oscar 2018. Man versteht auch, was der Film, über ein Kunstprojekt in einem Museum in Schweden, aussagen möchte. Leider verliert sich der Film sehr stark in einer künstlerischen Auslebung und kommt an keiner Stelle wirklich auf den Punkt.

Platz 9 – Die Geschichte der Liebe – 3 Punkte

Eine Liebe, die den Krieg und allen Widrigkeiten zum Trotz überlebte und ein Mädchen, dass genau diese Art der Liebe niemals finden möchte, da sie einen komplett zerstören kann. Ein Buch über die meistgeliebte Frau überlebt den Krieg und hat doch kein Happy-end zu bieten. Leider verläuft sich der Film in seinen eigenen Verstrickungen und versucht am Ende nur auf den Schultern eines stark spielenden Derek Jacobi zu balancieren, was misslingt.

Platz 8 – Die Lebenden reparieren – 6 Punkte

Die Lebenden reparieren verpasst leider die Chance ausführlich über Organspende zu diskutieren und zeigt auf künstlerisch angehauchte Weise lediglich, wie es dazu kommt, dass wenn ein Mensch stirbt ein anderer gerettet werden kann.

Platz 7 – Aus dem Nichts – 6 Punkte

Weniger ist manchmal doch mehr. Mit einem deutlich kürzeren dritten Abschnitt des Films, hätten die starken ersten beiden Abschnitte mehr Gewicht gehabt. Auch schaffen die Schauspieler es nicht an Diane Kruger heranzureichen, was mitunter etwas störend wirkt, auch wenn Kruger den Film meisterhaft auf ihre Schultern hievt.

Platz 6 – The big sick – 6 Punkte

Die wahre Geschichte, wie Comedian Kumail Nanjiani seine Frau kennengelernt hat. The Big Sick ist ein kleiner sehr charmanter Film, der durchaus eine Sichtung wert ist, aber leider doch mit mehreren Mängeln zu kämpfen hat.

Platz 5 – Logan Lucky – 7 Punkte

Der Regisseur der Oceans Reihe brachte uns diesmal ein Heist-Movie aus den Südstaaten. Alles ein bisschen dreckiger und diesmal ist auch kein großes Casino das Ziel. Trotzdem funktioniert der Film sehr gut, in dem was er erzählen möchte. Er erzählt seine Geschichte, die in sich stimmig ist und fügt an ein paar Stellen subtilen Humor hinzu.

Platz 4 – Lady Bird – 7 Punkte

Auch für die Oscars nominiert gewesen, erzählt Lady Bird von einer etwas rebellischen jungen Dame, die unbedingt Sacramento verlassen will. Mit Saoirse Ronan (Brooklyn, Lady Bird), Timothee Chalamet (Call me by your name) und Lucas Hedges (Manchester by the Sea) spielen gleich drei oscarnominierte Jungdarsteller mit. Lady Bird ist ein ruhig erzählter Film, dessen Tiefe erst nach und nach durchkommt.

Platz 3 – The Secret Man – 7 Punkte

Liam Neeson ist als Charakterdarsteller zurück und verkörpert Mark Felt, der bisher größte Whistleblower direkt aus dem FBI. The Secret Man triumphiert mit starkem Drehbuch und starkem Cast, verliert sich aber in seiner eigenen Stärke und hätte vielleicht ab und an mal einen Hinweis an die Zuschauer senden können, wie groß die Wichtigkeit gewisser Männer oder Institutionen war, damit der Film für den Laien besser verständlich wäre.

Platz 2 – Call me by your name – 8 Punkte

Ein Sommer in Italien und eine ungewöhnliche Liebe.  Call me by your name ist ein Film, der gerade durch seine ruhige und subtile Erzählweise punkten kann. Mit gelungenem Soundtrack und gut gewählten Schauspielern rundet sich das Bild eines würdigen Oscarkandidaten.

Platz 1 – No way out – Gegen die Flammen – 8 Punkte

Der Film erzählt die wahre Geschichte der  Granite Mountain Hot Shots und ihren Kampf für Anerkennung und gegen die Flammen des Yarnell Hill Feuers. Mit Josh Brolin, Miles Teller und Jennifer Connelly fein besetzt und gut inszeniert.

Neulich in der Sneak: Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand

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Ein Vorwort

Pünktlich zur Weihnachtszeit startet auch der erste Weihnachtsfilm in den deutschen Kinos. Doch statt der hundertsten Verfilmung von Dickens Weihnachtsgeschichte, geht es diesmal um die Entstehung dieser. Immerhin habe ich es letzte Weihnacht geschafft das Buch von meiner Liste der Schande zu streichen.

Die Handlung

Charles Dickens (Dan Stevens) hat mit Oliver Twist Weltruhm erlangt. Darauf folgten jedoch vier Flops. Nun steht er vor einer finanziellen Krise. Ein neues Buch muss her. Da kommt ihm die Idee eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Doch dafür hat er nur noch sechs Wochen Zeit. Ein Wettlauf mit der Zeit und der Kreativität beginnt.

Meine Meinung

Die Weihnachtsgeschichte selbst dürfte soweit jedem bekannt sein. Denn selbst wenn das Buch nicht gelesen wurde, so gibt es inzwischen genug Verfilmungen, inklusive der Disneyvariante mit Micky Mouse und Co. Für diejenige, die die Handlung gerade entfallen ist: Dem Geizkragen und Menschenhasser Ebenezer Scrooge erscheinen am Weihnachtsabend drei Geister, den der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht. Alle drei erteilen ihm eine Lektion, so dass er am Weihnachtsmorgen wie ein neuer Mensch aufwacht. Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand beschäftigt sich aber nun mit den Hintergründen. Denn wer von euch wusste, dass Dickens zu der Zeit hoch verschuldet war?
Dabei gibt es mehrere unterschiedliche Handlungsstränge, die alle miteinander verwoben werden. Da geht es zum einen um das Zwiegespräch, das Dickens mit seinen Charakteren hielt, die Beziehung zu seinen Mitmenschen und um die tollkühne Idee das Buch innerhalb von sechs Wochen nicht nur zu schreiben, sondern auch binden und illustrieren zu lassen. Dabei bekommt jeder Strang genügend Zeit um vollständig erzählt zu werden und die einzelnen Stränge werden auch gekonnt ineinander verwoben. Gerade die Zwiegespräche mi seinen Charakteren werden humorvoll hervorgehoben, aber  geraten doch nie zu reinen Comedyszenen. Und obwohl jeder Strang für sich spannend und gut erzählt ist und vor allem immer eine gewisse Lockerheit aufweist, gerät der Film doch an einigen Stellen etwas langatmig, auch wenn ich nicht benennen könnte, welche Szene weggelassen werden könnte.
Dan Stevens ist eine etwas ungewöhnliche Wahl für Charles Dickens. Und zunächst will er auch nicht so richtig in die Rolle passen. Doch Stevens macht dies mit einem hingebungsvollen Spiel wieder gut, dass zeigt, dass er auf den Film richtig Lust hatte. Ebenso verkörpert er die verschiedenen Stimmungen im fließenden Übergang. Damit überragt er seine Mitdarsteller mit Leichtigkeit, auch wenn Christopher Plummer als Ebenezer Scrooge perfekt in die Rolle passt, jedoch relativ wenig Spielraum hat zur Entfaltung der Rolle.
Letztendlich ist Charles Dickens, der Mann der Weihnachten erfand zwar ein ganz passabler Film geworden, jedoch mangelt es ihm ein bisschen an allem. Ein bisschen an außergewöhnlicher Handlung, ein bisschen an Entfaltung der Charaktere, ein bisschen an Herzblut. So kann man nicht sagen, dass der Film nicht gelungen ist, aber nach einer Sichtung hat man dann doch wieder genug.

Das Fazit

Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand hat eine interessante Idee, die leider etwas halbherzig umgesetzt wurde, um wirklich Weihnachtsgefühle zu erzeugen. Einmal sehen reicht leider aus. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand läuft seit dem 22.11.2018 in den deutschen Kinos. 

Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen

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Ein Vorwort

2001 erblickten Millionen neugierige Kinogänger zum ersten Mal die magische Welt von J. K. Rowling. Den begeisterten Lesern war die Zaubererwelt zwar bereits bekannt, aber trotzdem kam man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus, als zum ersten Mal das Hogwartsschloss in Sicht kam. Acht Filme später lief dann 2011 das große Finale „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ in den Kinos an. Damit war die Saga um den Zauberschüler beendet. Fans halfen sich aus, indem sie die Filme einfach immer und immer wieder ansahen, bzw. die Bücher immer und immer wieder lasen. Unterdessen brachte Mrs. Rowling Begleitbücher zu ihren Werken heraus. Unter anderem das Lehrbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, geschrieben von einem gewissen Newt Scamander. Und genau um diesen sollte es dann 2016 in dem nächsten Abenteuer gehen. Denn Mrs. Rowling schrieb zwar keine weiteren Bücher, aber entschloss sich schließlich das Drehbuch zu einem weiteren Film zu schreiben. So entstand der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Und wieder wurde der Zuschauer in Staunen versetzt. Diesmal verlässt die Geschichte die britische Insel und wir landen im Amerika der 1920er Jahre. Nach dem Erfolg (oder vielleicht auch schon vorher) wurde angekündigt, dass noch vier Filme folgen sollten. Grindelwalds Verbrechen macht hier den Anfang.

Was bisher geschah

Der Tierliebhaber Newt Scamander reist mit einem Koffer voller magischer Tierwesen in die USA. Er sucht einen bestimmten Magier, um ein seltenes Geschöpf in Arizona freizulassen. Durch ein Missverständnis landet sein Koffer aber in den Händen des Nicht-Magiers (Muggle/No-Maj) Jacob Kowalski. Als dieser den Koffer öffnet, können ein paar Tierwesen entfliehen. Newt und Jacob wollen diese nun wieder einfangen. Dabei treffen sie auf die Schwestern Tina und Queenie Goldstein. Tina ist eine ehemalige Aurorin und versucht noch immer ihren Job auszuführen. Da Newt sowohl durch die Einführung der Wesen, als auch durch die Einweihung Jacobs, gegen das Gesetzt verstoßen hat, bringt sie beide vor den Magierkongress. Der Auror Peter Graves verdreht jedoch Tatsachen und verurteilt Tina und Newt zum Tode, während Jacob die Erinnerung an die Magierwelt entzogen werden sollte. Durch Queenies Hilfe können sie fliehen. Zeitgleich taucht ein sogenanntes Obscurus auf. Hierbei handelt es sich um Zaubererkinder, die ihre magischen Fähigkeiten unterdrücken. Es wird angenommen, dass sie nicht älter als 10 Jahre alt werden können. Graves hat sich für die Suche Unterstützung durch den schüchternen Credence geholt, der bei seiner herrischen Mutter lebt, die überall vor der Gefahr von Zauberern warnt. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei dem Obscurus um Credence handelt. Graves, der sich kurz vorher noch von Credence abgewandt hat, versucht nun unbedingt sein Vertrauen zurückzugewinnen. Letztendlich ist es aber Newt, der die richtigen Worte findet, da er auf seinen Reisen bereits einem Oscurus begegnet ist und dieses retten konnte. Eintreffende Auroren greifen jedoch an. Credence flieht. Graves wird beschuldigt und versucht ebenfalls zu fliehen, wobei es Newt jedoch gelingt ihn zu fesseln und ihm seine wahre Identität zu entlocken: Gellert Grindelwald. Ein Zauberer, der schon zuvor versucht hatte die Magierwelt in Dunkelheit zu stürzen. Dieser wird nun gefangen genommen. Newt reist zurück nach England, obwohl er und Tina Gefühle füreinander entwickelt haben. Zuvor jedoch werden Jacob schlussendlich doch die Erinnerungen an die Zaubererwelt genommen, sehr zum Leidwesen von Tinas Schwester Queenie, da sie sich in Jacob verliebt hat.

Die Handlung

Gellert Grindelwald (Johnny Depp) soll von den USA nach England gebracht werden, um sich dort für seine früheren Verbrechen vor Gericht zu stellen. Dabei kann er jedoch fliehen. In Paris ist er auf der Suche nach Credence (Ezra Miller), da er seine Macht braucht. Zeitgleich reist Newt (Eddy Redmayne) auf Anweisung von Albus Dumbledore (Jude Law) ebenfalls nach Paris und sucht dort nach Tina (Katherine Waterston). Diese ist ebenfalls auf der Suche nach Credence. Zeitgleich versuchen sie Grindelwalds Vorhaben Zauberer um sich zu scharen, um die Macht über die Nicht-Magische Welt an sich zu nehmen, zu verhindern.

Meine Meinung

Das Bangen war groß, denn die ersten Informationen zur neuen Reihe zeigten, dass sich die Filme wohl zusehends weg vom Tierwesen Film entwickeln würden. Denn im fünften Film dürfte es dann, laut Rowling, um jene große Schlacht zwischen Dumbledore und Grindelwald gehen. Nun war aber die Frage, wie sich die Filme dazwischen entwickeln. Während der erste Teil sich damit begnügt hat, hauptsächlich die neuen Charaktere vorzustellen und das neue Setting festzustecken, setzt Grindelwalds Verbrechen nun die Grundsteine für die neue Rahmenhandlung. Das dabei die Tierwesen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, dürfte den ein oder anderen bereits abgeschreckt haben. Da dies aber eigentlich im Vorfeld bekannt war, gab es nun im Kinosaal keine große Überraschung. Rowling ist hier wieder voll und ganz in ihrem Element und schafft nun die magische Welt der 1927er Jahre in Paris. Dabei kombiniert sie die Grindelwald-Handlung geschickt mit anderen Handlungssträngen und setzt diese in das vorhandene Universum ein. Das hier die ein oder andere Frage ungeklärt bleibt oder Diskussionsbedarf anregt, ist wohl gewollt, aber ich bin mir sehr sicher, dass Rowling für alle offenen Fragen oder Logikfragen eine Antwort bereithält. Letztendlich ist Grindelwalds Verbrechen aber nur ein Zwischenteil, um Grundsteine für die nächsten Filme zu legen. Wer hier also mit einer überfüllten Handlung rechnet, wird wohl enttäuscht.
Interessant war auch, wie Rowling Jacob Kowalski, der am Ende des ersten Teil obliviiert wurde, ihm also die Erinnerung an die magische Welt genommen wurde, wieder in den Film einbauen wollte. Dies geschieht zwar mit einer etwas unbefriedigenden Begründung, aber immerhin kehrt so unsere Identifikationsfigur zurück. Einfach ein Charakter, der mit uns zusammen über die magische Welt staunt und hinter jeder Ecke etwas Neues entdeckt. Ein bisschen Fanservice durfte dann auch nicht fehlen und so schafften es ein paar Charaktere, die der treue Harry Potter Fan zwar vom Namen her kannte, aber die bisher nicht in dieser Form auftauchten, auch in den Film. Hier ist sich Rowling sehr wohl bewusst, welche Schrauben sie drehen muss, damit die Fans weiterhin glücklich sind.
Während die Harry Potter Filme sich rein auf den Kampf Gut gegen Böse (Potter gegen Voldemort) beschränkten, wird es ab hier auch politisch, beziehungsweise tauchen geschichtliche Parallelen auf. Damit regt er aber auch gleichzeitig zum Nachdenken an.
Die wohl am heftigsten diskutierte Castingentscheidung dürfte dann wohl Johnny Depp als Gellert Grindelwald sein. Regisseur David Yates verteidigte seine Entscheidung stets und wie man nun sehen kann: Auch mit Recht! Denn Depp schafft es wie zuvor schon Ralph Fiennes als Voldemort, die Rolle nicht einfach nur zu verkörpern, sondern zu leben. Er spielt auf seinem altbekannten hohen Niveau und bringt doch noch einmal neue Züge in seinen Grindelwald und schafft damit seine beste Leistung seit Jahren – in Mord im Orient-Express hatte er sich nach seinen letzten Flops auch schon wieder erholt, jedoch noch eine übersichtliche Rolle gespielt. Hier kann man gespannt sein, was Jude Law als junger Dumbledore in den nächsten Filmen dem entgegenzusetzen hat.
Die wohl wesentlich schwierigere Castingentscheidung dürfte dann Zoe Kravitz als Lita Lestrange sein. Denn gerade in Szenen mit Redmayne und anderen guten Darstellern merkt man, wie wenig Variation sie im Gesichtsausdruck zu bieten hat.
Zu guter Letzt müssen wir noch über die Optik reden. Hier haben sich Setdesigner, Kostümschneider, die visuelle Effekte-Abteilung und Regisseur Yates wieder einmal selbst übertroffen. Die neu eingeführten Tierwesen sind einfach nur phantastisch und auch der restliche Film ist ein optischer Augenschmaus, der die magische Welt so lebendig werden lässt.

Das Fazit

Grindelwalds Verbrechen ist für das, was er erreichen wollte, nämlich Fronten klären und Grundsteine für Kommendes legen, sehr gelungen. Er schafft es trotz noch überschaubarer Handlung, mit sehr schöner Optik und hohem Spannungsgrad das Warten auf den nächsten Teil fast schmerzlich zu machen. Gerade Depp als Grindelwald weiß zu überzeugen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen läuft seit dem 15.11.2018 in den deutschen Kinos.