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Sonntag Nacht wurden die 87. Academy Awards in Los Angeles verliehen. Ich bin wach geblieben und habe sie mir wie jedes Jahr angesehen und möchte euch einen kurzen Überblick geben.
Die diesjährigen Favoriten waren Grand Budapest Hotel, Birdman und Boyhood.

Diesjähriger Gastgeber war Neil Patrick Harris, der uns eine sehr schöne Eröffnungssequenz bot, indem er wieder sein Musicaltalent unter Beweis stellte. Während Anna Kendrick in dieser Sequenz eher störte, rockte Jack Black als Gegenpart dagegen, was der Einleitung eine gewissen Lockerheit verlieh. Abgesehen von ein paar lockeren Witzen von Harris ging es danach gewohnt steif zu.

Im folgenden werd ich die Gewinner vorstellen, allerdings nicht in der verkündeten Reihenfolge:

1) Bester Film: Sean Penn präsentierte uns die Königskategorie, den begehrtesten Oscar. Zur Auswahl standen einige richtig gelungene Filme. Mich für einen Favoriten zu entscheiden fiel mir schwer, aber ich habe doch für The Imitation Game gehofft. Gewonnen hat Birdman (oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit – ich werde den Beititel in Zukunft weglassen, obwohl er bei den Oscars durchgehend genannt wurde), vollkommen verdient! (Kritik folgt)

2)  Beste Regie: Präsentiert von Ben Affleck und hier gewann mein Favorit Birdman, der dieses anspruchsvolle Kunstprojekt spannend und zum mitfiebern gestaltet hatte.

3) Bester Hauptdarsteller: Präsentiert von Cate Blanchett (letztjährige Gewinnerin als Beste Hauptdarstellerin). Hier gönnt man es wieder jedem, da jeder einzelne nominierte eine Glanzleistung abgelegt hat. Nach langem Überlegen hab ich mich für Benedict Cumberbatch als meinen Favoriten entschieden. Eddie Redmayne gewann für seine Darstellung des Stephen Hawking in Die Entdeckung der Unendlichkeit. Gefreut hat er sich auf jeden Fall wie ein Honigkuchenpferd. Das größte Kompliment hat er aber vorab von Hawking selbst bekommen, der meinte sich selbst auf der Kinoleinwand gesehen zu haben.

4) Beste Hauptdarstellerin: Präsentiert vom letztjährigen Gewinner als bester Hauptdarsteller Matthew McConaughey. Hier ein ganz klarer verdienter Sieg von Juliana Moore für Still Alice. Große Konkurrenz aber klarer verdienter Sieg.

5) Bester Nebendarsteller: Präsentiert von Lupita Nyong’o. Leider konnte ich wegen einer Übertragungsstörung die Verleihung nicht sehen. Mein Favorit war Edward Norton für seine überragende Leistung in Birdman. Gewonnen hat J. K. Simmons für seine Darbietung in Whiplash. Mit dem Film hab ich mich bisher weniger beschäftigt, aber was ich mitbekommen habe auf jeden Fall auch ein verdienter Oscar.

6) Beste Nebendarstellerin: Präsentiert von Jared Leto. Hier fieberte ich sowohl für Emma Stone (Birdman) als auch für Keira Knightley (The Imitation Game). Gewonnen hat Patricia Arquette für ihre Darbietung in Boyhood. Für das zwölfjährige Durchhaltevermögen allein verdient, Schauspielleistung kann ich nicht beurteilen, da auch Boyhood an mir vorbeigegangen ist.

7) Bestes Originaldrehbuch: Eddie Murphy präsentierte den Gewiner für das beste Drehbuch, das nicht nicht auf einer Buchvorlage basiert. Hier gewann mein Favorit Birdman, geschrieben von Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris und Armando Bó.

8) Bestes adaptiertes Drehbuch: Als Gegenstück zum besten Originaldrehbuch präsentierte uns Oprah Winfried den Gewinner für das beste Drehbuch von einer Buchvorlage. Auch hier gewann mein Favorit The Imitation Game, geschrieben von Graham Moore.

9) Bester Animationsfilm: Vorab gab es viel Kritik, weil The Lego Movie nicht nominiert wurde. Von einigen Filmen hab ich leider nicht mal was gehört, daher kann ich im Vergleich zur Konkurrent nicht sagen, ob es ein verdienter Sieg war. Zoe Saldana und Dwayne Johnson präsentierten Baymax als Gewinner. Baymax ist ein sehr süßer Disneyfilm, also befürworte ich die Wahl auf jeden Fall, auch wenn ich wie gesagt, die Konkurrenz nicht einschätzen kann.

10) Bester fremdsprachiger Film: Mein absoluter Favorit in dieser Kategorie war Wild-Tales jeder dreht mal durch aus Argentinien (Kritik folgt!). Nicole Kidman und Chiwetel Ejiofor präsentierten uns jedoch Ida aus Polen als Gewinner. Ich habe den Film nicht gesehen und kann daher die Wahl nicht beurteilen.

11) Bester animierter Kurzfilm: Auch hier kenn ich nur meinen Favoriten und letztendlichen Gewinner Liebe geht durch den Magen. Der Kurzfilm wird in den Kinos vor Baymax ausgestrahlt und wurde heiß diskutiert, ich fand ihn jedoch einfach nur total süß. Präsentiert wurde uns die Kategorie von Anna Kendrick und Kevin Hart.

12) Bester Kurzfilm: Hier präsentierten uns Kerry Washington und Jason Bateman The Phone Call als Gewinner.

13) Bestes Szenenbild: Hier gewannen trotz starker Konkurrenz meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt Adam Stockhausen und Anna Pinnock für Grand Budapest Hotel.

14) Beste Kamera: In dieser Kategorie gab es nur einen klaren Favoriten und auch den Gewinner: Birdman. Der ganze Film zeichnet sich durch seine ausgezeichnete Kameraführung aus, da konnte die Konkurrenz noch so stark sein.

15) Bestes Kostümdesign: Hier fiel die Wahl wieder schwer, denn die nominierten Filmen hatten alle schöne und teilweise auch sehr aufwendige Köstume, doch im Endeffekt gewann Milena Canonero völlig gerechtfertigt mit Grand Budapest Hotel.

16) Bester Dokumentarfilm: Jennifer Aniston und David Oyelowo präsentierten uns Citizenfour als Gewinner. Diskussionen gab es wegen der politischen Dankesrede und dem Wortwitz von Neil Patrick Harris. Ein politischer Film gewann bei den unpolitischen Oscars. Diskussion über Diskussion, ich finde das ganze nicht so dramatisch und belasse es daher dabei.

17) Bester Dokumentar-Kurzfilm: Kerry Washington und Jason Bateman präsentierten uns diese Kategorie, den Crisis Hotline: Veterans Press 1 gewann.

18) Bester Schnitt: Naomi Watts und Benedict Cumberbatch präsentierten uns Tom Cross als Gewinner für seinen Schnitt an Whiplash. Da ich den Film leider nicht sehen konnte, kann ich das nicht beurteilen.

19) Bestes Make-up und beste Frisuren: Gewann auch hier Grand Budapest Hotel bzw. Frances Hannon und Mark Coulier. Hier hätte ich den Preis gerne für Guardians of the Galaxy gesehen, da ich da das Make-up anspruchsvoller fand, aber es ist trotzdem gerechtfertigt.

20) Beste Filmmusik: Nach Lady Gagas Auftritt aus The Sound of Music betrat Julie Andrews die Bühne, um den Preis für die beste Filmmusik zu vergeben. Dieser Preis ging an Alexandre Desplat für Grand Budapest Hotel, der damit sogar Hans Zimmer schlug.

21) Bester Filmsong: Direkt nach dem Auftritt von John Legend und Common wurden sie auch schon wieder auf die Bühne gebeten, da sie mit Glory aus Selma gewannen. Für ihren Auftritt gab es schon Standing Ovation und kaum ein Auge blieb trocken.

22) Bester Ton: Gewann ganz klar der Musikfilm Whiplash bzw. Craig Mann, Ben Wilkins und Thomas Curley.

23) Bester Tonschnitt: Auch hier wieder große Konkurrenz. Letztendlich gewann Alan Robert Murray und Bub Asman für American Sniper.

24) Beste visuelle Effekte: Große Konkurrenz mit Guardians of the Galaxy, The Return of the first Avenger und X-Men: Zukunft ist Vergangenheit. Gewonnen hat letztendlich Interstellar bzw. Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter und Scott Fisher. Wäre nicht meine Wahl gewesen, aber trotzdem verdient.

So das waren dann jetzt auch alle Kategorien. Wer von euch hat denn die Verleihung geschaut und was sind eure Eindrücke? Schreibt es in die Kommentare!

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