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Am 23.04.2015 präsentierte uns Tim Burton seinen neuen Film auf der deutschen Kinoleinwand.

Kurz zur Story: Als Frau hatte man es in den 50er Jahren nicht leicht. Das merkt auch Margaret als sie vor ihrem Ehemann wegläuft und versucht sich und ihre Tochter zu ernähren. Nebenbei malt sie und zwar Bilder von Kindern mit großen Augen. Walter Keane entdeckt sie und schnell entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden und sie heiraten. Walter ist selbst Maler, aber nicht besonders erfolgreich. Doch mit Margarets Bildern, die er als seine ausgibt, baut er ein Imperium auf. Doch Margaret muss von nun an vor allen, selbst vor der eigenen Tochter, verheimlichen, dass sie die eigentliche Künstlerin ist.

Der Film basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Margaret und Walter Keane. Daher tu ich mich immer etwas schwer die Handlung an sich zu kritisieren, denn den Drehbuchschreibern sind dabei immer etwas die Hände gebunden. Trotzdem ist die Geschichte sehr langsam erzählt und hat daher einige Längen, die man hätte einkürzen können. Auch ging dadurch das Hauptaugenmerk des Films verloren. Der Film baut sich 80-90 Minuten lang auf, um dann den Höhepunkt in 10 Minuten abzuhandeln. Stattdessen dreht sich der ganze Film nur um die Rolle der Margaret. „Soll ich ihn verlassen?“ und „Ich fühle mich nicht wohl, aber kann ich ohne ihn noch malen?“ sind die zentralen Fragen des Films, die bis ins kleinste Detail ausdiskutiert wurden. Und als sie endlich beantwortet wurden, dachte man der Film sei endlich vorbei. Aber nein, denn hier begann der eigentliche Höhepunkt des Films, den man nie erwartet hätte.
Christoph Waltz, der den Walter Keane verkörpert, präsentiert sich hier wieder von seiner besten Seite und zeigt wieder einmal, dass er ein begnadeter Schauspieler ist. Doch leider hebt es sich keinesfalls von seinen bekannten Rollen aus den Tarantino-Filmen ab und wirkt daher nur wie ein Abklatsch. „Christoph Waltz spielt Christoph Waltz“ hab ich mehr als einmal zu seiner Rolle gehört. Das ist schade, denn er ist in seiner Rolle wirklich gut, aber hier möchte es einfach nicht wirklich passen.
Amy Adams als Margaret Keane hingegen wirkt den ganzen Film hindurch blass. Gegen einen starken Christoph Waltz kommt sie den ganzen Film nicht an. Zwar ist ihre Rolle als Frau dem Mann des Filmes sowieso untergeordnet, aber trotzdem nimmt man sie teilweise als passiven Handlungsteilnehmer wahr, anstatt als Hauptfigur.

Alles in allem ist die Geschichte der Keanes faszinierend und hätte Material für einen wirklich spannenden Film geboten, leider wurde hier zu viel Augenmerk auf die falschen Aspekte gelegt, was für mich nur 04 von 10 möglichen Punkten bedeutet.

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