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Am 30.04.2015 erschien der neue Actionthriller mit Sean Penn in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jim Terrier arbeitet als Söldner im Kongo, muss aber nach einer folgenschweren Aktion aus dem Land fliehen und seine Freundin bei seinem Freund Felix im Kongo zurücklassen. Jahre später wird ein Anschlag auf Terrier, der schon länger aus dem Söldnergeschäft ausgestiegen ist, verübt. Er vermutet, dass es mit jenem Auftrag im Kongo zu tun hat und sucht seinen ehemaligen Freund Felix auf, der inzwischen mit seiner damaligen Freundin liiert ist. Alte Gefühle schwemmen in Terrier hoch und er versucht nun nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner ehemaligen Freundin zu retten.

Für diesen Film wurde Pierre Morel als Regisseur engagiert, weil er mit 96 hours einen riesen Erfolg feierte, da Liam Neeson eben nicht den jungen, fehlerfreien Helden verkörperte. Auch dies versucht Morel in the Gunman einzubringen, gerät hier aber genau in das entgegengesetzte Klitschee. Sean Penn ist älter, nicht fehlerfrei, aber natürlich trotzdem noch durchtrainiert und kann trotz Krankheit in jeder Situation die Oberhand gewinnen. Dies ermüdet den fleißigen Kinogänger jedoch zunehmen, da diese Rolle in letzter Zeit immer häufiger über die Kinoleinwand huscht. Der Charakter Jim Terrier hebt sich hier kaum von seinen Vorgängern ab. Am Anfang lässt sich durch die Hintergrundstory ein tiefer durchdachter Actionthriller erhoffen, bei dem es nicht nur darum geht, dass der Held seine Familie retten möchte. Doch spätestens nach einem Drittel enttäuscht der Film auch hier, da es sich nur noch um die dramatische Liebesgeschichte zwischen Terrier und Ex-Freundin dreht und wieso sie ausgerechnet mit Felix zusammen ist.
Die Actionszenen sind an sich gut gestaltet und gut durchchoreografiert, aber dadurch das die Handlung absolut vorhersehbar ist, fehlt es dem ganzen Film an Spannung. Nur Javier Bardem als Felix und Idris Elba schaffen es dem Film ein wenig an starken Charakteren und Tiefe zu geben, aber durch die viel zu kleinen Parts der Rollen schaffen auch sie es nicht, dem Film mehr Spannung zu geben. Aber grad Bardem bringt zumindest noch etwas Charme mit ins Spiel.

Alles in allem wirkt der Film viel länger als er ist und bietet wenig neues. Filmempfehlung nur für absolute Genrefans. Alles in allem daher nur 4 von 10 möglichen Punkten.

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