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Am 07.05.2015 erschien der australische Horrorfilm in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Amelia Vanek verlor ihren Mann am Tag der Geburt ihres Sohnes Samuel. Sieben Jahre später ist das Verhältniss zwischen Mutter und Sohn noch immer angespannt. Samuel hat Alpträume von Monstern und baut deswegen eigene Waffen. Amelia verzweifelt in ihrer Rolle als alleinerziehender Mutter und Pflegerin. Eines Abends liest sie Samuel ein Buch über den Babadook vor. Seitdem passieren immer seltsamere Sachen im Hause Vanek.

Der Babadook ist ein als Horrorfilm getarntes Familiendrama. Das gestörte Verhältnis zwischen Mutter und Sohn durch den Tod des Vaters zieht sich durch den ganzen Film. Daher ist den klassischen Horrorfilmgängern eher davon abzuraten. Der Babadook kommt aber auch ohne große Klitschee aus und bedient sich eher der Technik, dass Effekte langsam aufgebaut werden und es daher keine großen Schockmomente gibt,  man aber doch laufend erschaudert. Der eigentliche Horror ist auf der zwischenmenschlichen Ebene zu finden. Wer grundsätzlich eine Abneigung gegen Kinder und besonders gegenüber nervigen Kindern hat, der sollte diesen Film definitiv meiden. Denn Samuel kann nerven! Ich persönlich war schon nach ein paar Minuten so genervt, dass ich am liebsten die Leinwand angeschrien hätte oder in den Film springen wollte, um Samuel eine links und eine rechts zu geben, damit er endlich ruhig ist. Aber auch Amelia, die Mutter, schafft es einen zu nerven mit ihrer Art. Pausenlos trauert sie um ihren verstorbenen Mann und fühlt sich von jedem im Stich gelassen.
Die eigentliche Figur des Babadook, ein aus einem Kinderbuch entsprungenem Alptraum, wird in diesem Film leider etwas stiefmütterlich behandelt. Eigentlich das Horrorelement im Film, dass den Film unterscheidet von einem Familiendrama, erzeugt zwar die Gruselelemente, wird aber nur wenig gezeigt und auch kaum erklärt. Das ist doch ziemlich schade, denn mit dem, was der Zuschauer über den Babadook erfährt, wäre er eine tolle Horrorfigur geworden.
Auch habe ich von Zuschauern, die in meiner Umgebung saßen gehört, dass kaum einer das Ende wirklich verstanden hat. Das liegt wohl vorallem daran, dass man in das Ende viel hinein interpretieren musste, um zu einem sinnvollen Schluss zu kommen und das ist nicht das, was ich von einem guten Horrorfilm erwarte.

Alles in allem hätte der Film ziemlich gut werden können, da er sich eigentlich einer guter Gruselatmosphäre und langsam aufbauenden Gruselmomenten bedient, aber im Zuge des Familiendramas wird die eigentliche Horrorhandlung leider zu sehr vernachlässigt. Daher erhält der Film nur 04 von 10 möglichen Punkten.

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