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Ebenfalls am 04.06.2015 erschien die Romanverfilmung basierend auf der Romantrilogie „Child 44“ von Rob Tom Smith in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Als Kriegsheld aus dem zweiten Weltkrieg steht Leo Demidow, inzwischen hochrangig beim russischen Geheimdienst, 1953 im Zwiespalt. Jemand bringt Kinder, unter anderem das von seinem Kollegen, um und verstümmelt diese. Doch Mord gibt es offiziell nicht im kommunistischem Russland. Gleichzeitig beschuldigt ein Gefangener auch Demidows Frau der Spionage.

Basierend auf wahren Begebenheiten schafft der Film es nicht den Zuschauer abzuholen. Die Handlung ist undurchsichtig, ebenso das Handeln der Charaktere. Es sind mehrere Handlungsstränge, die parallel verlaufen, aber jeder für sich hätte für einen ganzen Film gereicht. Daher wirkt jeder Strang vernachlässigt und nicht ausreichend erzählt. Teilweise verweben die Stränge auch und spätestens dann sieht man als Zuschauer nicht mehr durch, was der Film einen eigentlich erzählen möchte. Die Film ist gesprickt mit mehreren Kämpfen und wilden Verfolgungsjagden. Aber auch diese sind sehr lieblos erzählt und erzeugen keine Spannung im Film.
Die Schauspieler können in diesem Film durch die Reihe weg nicht überzeugen. Allen voran als Tom Hardy als Leo Demidow, der schon in Mad Max ziemlich blass neben Charlize Theron wirkte. Sein Zwiespalt zwischen Liebe zu seiner Frau und Treue zu seinem Land oder zu seinem Freund wird nur durch die Handlung nicht aber durch sein Spiel deutlich. Auch Noomi Rapace und Joel Kinnaman kauft man ihre Rollen nicht ab. Ihre Texte wirken auswendig gelernt und es ist eine Seltenheit, dass sie wirklich Emotionen sehen. Lediglich Gary Oldman schafft es ein paar Emotionen in seine Rolle zu schaffen, die leider viel zu klein ist, als dass er es hätte herausreißen können. Auch treffen wir Charles Dance wieder als „Retter“ am Ende des Films, wie schon in Imitation Game. In diesen Film hätte er eine größere Rolle definitiv verdient gehabt und hätte damit wohl auch einiges rausreißen können.
Ich habe auch diesen Film im Originalton gesehen. Hierbei gab es jedoch einige Verständnisprobleme, da der Cast aus Australier, Briten, Dänen und Schweden besteht, die allesamt versuchen mit russischem Akzent zu sprechen. Hier wäre die Wahl mit englischsprachigen Russen wohl eher gelungen.

Alles in allem kann der Filme von vorne bis hinten nicht überzeugen und erhält daher auch nur 02 von 10 möglichen Punkten.

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