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Hallo ihr Lieben,
ich hab mich neulich mal mit einer Freundin über Serien ausgetauscht, was der jeweils andere gerade sieht. Dabei schwärmte sie mir von Suits vor und ich musste mich sofort selbst von der Genialität der Serie überzeugen. Und ich verschlang die Serie.

Kurz zur Story: Mike Ross hat ein fotografisches Gedächtnis. Da er seine Harvard-Zulassung verloren hat, verdient er Geld damit, für andere die Prüfungen zu schreiben. Eines Tages überredet sein Freunde Trevor ihn an einem Drogendeal teilzunehmen, den ihn in die Anwaltskanzlei Pearson-Hardman führt. Auf der Flucht vor der Drogenaufsichtsbehörde, stolpert er in ein Vorstellungsgespräch bei Harvey Specter hinein. Dieser ist gerade Senior Partner geworden und braucht daher einen Junganwalt. Mike erzählt ihm, dass er kein abgeschlossenes Jurastudium hat, überzeugt Harvey aber durch sein fotografisches Gedächtnis. Dieser beschließt ihn trotz allem einzustellen und sie lügen allen vor, dass Mike in Harvard tatsächlich studiert hätte, immer in der Gefahr, dass sie auffliegen.

Das Grundszenario ist einfach Weltenklasse. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander und entwickeln eine etwas merkwürdige Freundschaft. Natürlich entwickeln sich hierbei auch Konflikte, die beide lösen müssen.
Zumindest in den ersten beiden Staffeln wird in jeder Folge ein neuer Fall behandelt, so dass jede Folge an sich abgeschlossen ist, während die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren sich stetig weiter entwickelt. Dies ändert sich ab der dritten Staffel, in der ein Fall sich über die ganze Staffel zieht. Ich habe bisher die ersten drei Staffeln gesehen, daher kann ich nicht sagen, ob sich das danach wieder ändert. Auf jeden Fall führt das neue Prinzip zu Längen in den Folgen. Es lenkt zwar nicht von den Charakterentwicklungen ab, diese stehen aber noch weiter im Vordergrund als sonst und wirken daher sehr aufdringlich. Vielleicht liegt es auch an mir, ich bevorzuge abgeschlossene Folgen in den Serien, die ich mir angucke.
Während Mike sich am Anfang noch etwas ungeschickt anstellt und es zur Erheiterung führt, wenn er anscheinend die leichtesten Sachen nicht kann, dann aber wieder Gesetze aus dem Gedächtnis zitiert. Doch schnell hat Mike anscheinend alles gelernt und es geht nur noch darum, dass niemand das Geheimnis aus anderen Gründen entdeckt. Ich finde, hier hätte man das Spiel durchaus noch etwas weiter treiben können, anstatt Mike so schnell lernen zu lassen.
Konflikte kommen und gehen, ebenso wie Charaktere (außer natürlich der Hauptstamm), wie in jeder guten Serie. Aber während in vielen anderen Serien kaum ist ein Konflikt gelöst, dieser auch schon wieder vergessen scheint, vergisst Suits nicht so leicht. Charaktere kommen wieder, bringen alte Konflikte wieder mit. Dies hat den Effekt, dass man als Zuschauer das Gefühl hat, dass jede Handlung, jede Entscheidung einen Sinn für die ganze Serie und nicht nur für eine einzelne Folge hat.
Den größten Teil an der Serie machen aber die Dialoge aus. Diese sind witzig, spritzig und teilweise auch mit Hintergedanken, die man erst erahnen muss oder, die in einer späteren Szene aufgeklärt werden. Aber auch voller Filmzitate, mit der sie sich gegenseitig „batteln“. Das einzige, was mich wirklich stört, ist die absolut überflüssige Liebesbeziehung zwischen Mike und Rachel, der hübschen Rechtsanwaltsgehilfin. Während die beiden als Freunde ein super Team sind, stehen sie mit ihren Gefühlen und ihrer Beziehung, der eigentlichen Handlung eher im Weg. Es funktioniert nicht wirklich, dann sind sie wieder zusammen, dann wieder nicht und so weiter und so fort. Spätestens nach dem dritten Sinneswandel ermüdet man als Zuschauer. (Ich habe mich zu diesem Thema auch in meinem Beitrag zu Frau Margaretes Serienblogarade All you need is love geäußert).

Alles in allem ist die Serie sehr unterhaltsam und sehr empfehlenswert!

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