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Am 06.08.2015 erschien der neue Film mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Ignatius Perrish ist vollkommen glücklich mit der großen Liebe seines Lebens Merrin. Doch eines Tages wird diese vergewaltigt und ermordet und die ganze Welt glaubt, dass er es war. Doch egal, wie oft er auch seine Unschuld beteuert, die Leute lungern vor seinem Haus auf und protestieren, dass er noch nicht im Gefängnis sitzt. Doch eines Tages wachsen im Hörner und alle, die diese sehen, sagen auf einmal die Wahrheit. Und so fängt Ignatius an Selbstjustiz zu verüben.

Der Film weiß nicht so ganz, was er eigentlich möchte. Er springt wild durch die Genres Romantik, Drama, Horror, Thriller, Krimi, Komödie und Fantasy und ist doch keinem so richtig zuzuordnen. Die Handlung an sich braucht erst einmal ein bisschen um an Fahrt aufzunehmen, doch sobald die Hörner da sind, macht der Film definitiv Laune. Die Dialoge werden ausgefeilter und der Film nimmt an Geschwindigkeit zu. Zudem sorgt der Film ab da auch für einen guten Humoranteil, der den Film zusätzlichen Charme verleiht.
Die Charaktere sind allesamt interessant gezeichnet und trotz Rückblenden in die Kindheit der Charaktere, errät man bis zum Schluss nicht, wer der wahre Mörder Merrins ist. Daniel Radcliffe zeigt hier wieder, dass er auch außerhalb Harry Potters ein guter Schauspieler ist. Doch trotz seines guten Spiels, mag er nicht so ganz in die Rolle passen. Vielleicht ist man einfach nur vorgeschädigt durch sein Spiel in Harry Potter oder es liegt an seiner Ausstrahlung, die für mich einfach nicht in diese Art von Film passt.
Die Effekte des Films sind gut gemacht und sorgen optisch für ein durchgehend schönes Bild im Film. Schon die erste Szene, in der die Kamera praktisch durch die Erdmitte zu fahren scheint, um so zu vermitteln, dass zwischen den beiden Szenen etwas passiert sein muss, lässt auf kleine, aber geschickt eingesetzte, Effekte schließen, die dem Film seinen eigenen Charme verleiht. Auch die Maske hat gute Arbeit geleistet, denn die Hörner scheinen wirklich aus Radcliffes Kopf zu sprießen und wirken nur am Anfang wie eine Ananomalie, danach hat man sich bereits an sie gewöhnt und nimmt sie nur noch wahr, wenn die Handlung auf sie bezogen wird.
Die Handlung selbst ist von Anfang bis Ende sehr spannend gehalten, leider wurde sie am Ende wieder zu weit gesponnen. Ich hätte mir eher ein schönes rundes Ende gewünscht, ehe am Ende wieder alles zu weit abgedreht werden musste. Hier musste Regisseur Alexandre Aja, der auch „The hills have eyes“ drehte, doch noch beweisen, dass er aus dem Horror-Milieu kommt und seine Charaktere minutenlang verstümmeln. Ab hier wurde die Handlung einfach zu abgedreht und nahm den Film den vorher aufgebauten Charme.

Alles in allem bietet der Film aber doch viel für den Zuschauer und lohnt einen Blick. Von mir erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

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