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Hallo ihr Lieben,
ich stieß durch Zufall bei einer Blogparade auf die Serie Orphan Black und verschlang die ersten beiden Staffeln in nur zwei Tagen! (Mehr ist leider auf Netflix noch nicht verfügbar 😦 )

Kurz zur Story: Sarah Manning ist eine kleine Rebellin, die es nicht mehr bei ihrer Pflegemutter aushielt. Doch sie hat ihre Tochter zurückgelassen. Also kehrt sie in die Stadt zurück. Doch bei ihrer Ankunft am Bahnhof sieht sie eine Frau, die genauso aussieht wie sie – nur das die andere wesentlich besser gekleidet ist – und sich kurzerhand vor den einfahrenden Zug wirft. Zwar unter schock, aber auch eine Gelegenheit sehens, klaut Sarah der Frau ihre Handtasche. Eigentlich wollte sie nur an ihr Geld, um ihrer Tochter eine Zukunft bieten zu können. Doch dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die genauso aussehen, wie sie. Zusammen versuchen sie hinter das Geheimnis zu kommen.

Orphan Black ist von der ersten bis zur (bisher) letzten Folge absolut spannend konzipiert. Der Zuschauer entdeckt zusammen mit Sarah immer mehr Geheimnisse und leidet mit ihr. Doch auch mit den identisch aussehenden Frauen Alison und Cosima leidet man, denn auch ihre Leben werden in der Serie ausführlicher dargestellt.
Die Charaktere selbst könnten unterschiedlicher nicht sein. Das Pflegekind Sarah, dass ihr Leben lang von einem Schlamassel in den nächsten rutschte. Die wissenschaftsbegeisterte Cosima, die trotz der skurrilen Situation in ihr Studium vertieft ist. Die Hausfrau Alison, die ein Vorzeigeleben in einer Vorstadtwohniedlung mit Mann und zwei Kindern führt. Sarahs Pflegebruder Felix, der schwuler nicht sein könnte und eher unfreiwillig in die ganze Geschichte mit hineingezogen wurde. Und das, um nur die absoluten Hauptcharaktere zu nennen.
Die Serie lebt natürlich von der Hauptdarstellerin Tatiana Maslany, die es auf einzigartige Weise schafft, jedem von ihr verkörperten Charakter (und das sind im Laufe der Serie sehr viele!) auf unterschiedliche Weise zu spielen. Wenn man Sarah, Cosima und Alison zusammen agieren sieht, sehen sie zwar alle gleich aus, aber wirken trotzdem, wie von verschiedenen Schauspielern gespielt. Die Mimik und Gestik sind bei jedem Charakter individuell und so ausgeprägt, dass man sie immer erkennt, selbst wenn sich z.B. Alison einmal für Sarah ausgibt und andersherum. Man weiß trotz allem, wen man gerade vor sich hat. Dafür gebührt der Schauspielerin großen Respekt und zu Recht viele Ehrungen und Preise für die brillant gespielten Darstellungen.
Was mich etwas gestört hat, ist das schnelle Tempo, was die Serie vorlegt. Das Verwechslungsspiel zu Beginn der Serie mit Sarah und der vor den Zug gesprungenen Beth macht großen Spaß und hat viele humorvolle Momente. Leider nimmt dies viel zu schnell ab und baut sich zu einem Thriller aus, der ohne Zweifel sehr spannend ist, aber für meinen Geschmack die Serie zu schnell vorantreibt. Bei einer Serie erwarte ich doch ein anderes Tempo als in einem Film.

Alles in allem hat die Serie ein sehr großes Suchtpotenzial (ich sag nur zwei Staffeln in zwei Tagen) und ich kann sie nur wärmstens jedem empfehlen. Sie bietet für fast jeden Genrefan Stoff und ist meines Erachtens viel zu unbekannt!

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