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Am 13.08.2015 erschien ein Film, der den kalten Krieg wieder thematisierte, aber auf eine ganz andere Art, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Napoleon Solo, ein Agent der CIA, soll in der DDR Gaby Teller befreien. Dabei wird er jedoch vom KGB-Agenten Illya Kuryakin beinahe gehindert. Doch kurz darauf wollen Russland und die USA gemeinsame Sache machen, um die deutsche Victoria Vinciguerra am Bau einer Atombombe zu hindern. Und als Agenten werden Solo und Kuryakin ausgewählt, um mit Gaby nach Italien zu reisen. Dies geht natürlich nicht ohne Konflikte.

 Natürlich klingt der Plot nicht so ganz neu, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Film die Serie Solo für U.N.C.L.E. wieder beleben sollte. Ich kenne die Serie aus den 1960er Jahren nicht, bin aber sehr angetan von dem daraus erzeugten Film.
Denn wenn ein CIA-Agent und ein KGB-Agent schon in der ersten Szene aufeinander treffen und dort den gleichen Auftrag haben und sich noch gegenseitig umbringen wollen und kurz darauf wieder aufeinander treffen, aber auf einmal zusammen arbeiten sollen, ist das schon ein Grund zum Schmunzeln. Wenn dann aber auch bei der Art der Ausführung des Auftrags grundsätzliche Unterschiede bestehen, jeder aber auf seine Art vertraut, resultieren da schon sehr lustige Dialoge heraus, die das Publikum aus vollem Halse lachen lassen.
So richtig trauen die beiden Agenten sich während des ganzen Films nicht über den Weg, obwohl sie irgendwann anfangen für einander einzustehen, was die Spannung des Films hält. Die die eher schlecht als recht geschlossene Freundschaft steht durchgehen auf der Kippe und der Zuschauer weiß auch gar nicht so recht, was er sich denn wünschen soll, weil beide Varianten mit viel Humor gezeigt werden. Auch könnten die beiden Charaktere einfach nicht unterschiedlicher sein. Natürlich wurden ihnen teilweise Charaktereigenschaften, die man mit ihrem Herkunftsland verbindet, zugeschrieben, so dass auch nie ein Zweifel aufkommt, wer jetzt aus welchem Lager kommt. Diese tropfen natürlich voller Vorurteile, wirken sich aber nicht negativ auf den Film aus.
Auch die anderen Charaktere wurden liebevoll und mit dem nötigen Tiefgang gezeichnet und zeigen auch im Laufe des Films mehrere Seiten ihres Charakters, was das Katz- und Maus-Agenten-Versteckspiel noch ausgefeilter und spannender macht. Trotz allem bleiben einige Teile des Films leider etwas zu vorhersehbar.
Die Kostüme sind zeitgemäß und sehr gut gewählt. Der ungeschulte Zuschauer erkennt auf erstem Blick zwar nicht die einzelnen Details, aber dafür wird dies teilweise im Film ausdiskutiert. Natürlich auf eine sehr lustige Art und Weise.

Alles in allem unterhält der Film das Publikum, schafft es aber im gleichen Atemzug durchgehend spannend zu bleiben. Dafür erhält er 07 von 10 möglichen Punkten.

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