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Am 17.09.2015 erschien die Fortsetzung mit der Chaosklasse der Goethe-Gesamtschule und dem chaotischsten Lehrer der Filmgeschichte, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Zeke Müller soll zusammen mit Frau Schnabelstedt auf internationale Klassenfahrt. Nur das diese es durch ein Missverständnis nicht aus Deutschland heraus schafft. Also muss sich Herr Müller allein mit seinen Chaosschülern herumschlagen. Der Plan ist der Konkurrenzschule, das Schillergymnasium, die Partnerschule in Thailand abzuluchsen. Doch gleichzeitig ist er auf ganz eigener Mission.

2015 scheint das Jahr der nicht gelungenen Fortsetzungen zu sein. Schon bei Avengers – Age of Ultron und bei Pitch Perfect 2 bin ich sehr enttäuscht worden, weil die Filme zu viel wollen, anstatt sich auf eine anständige Fortsetzung zu konzentrieren. Das gleiche ist leider auch bei diesem Film passiert. Der Film griff den Humor vom ersten Film auf, überspitzte ihn aber noch mehr als er ohnehin schon war. Die eigentliche Handlung ist so wirklich gar nicht zu erkennen. Der Film versucht mehrere Handlungsstränge gleichzeitig zu erzählen. Herr Müller ist auf der Suche nach Diamanten, die er neben dem Geld aus dem erste Teil bei dem Raubüberfall für den er saß erbeutete und nun wiederfand, die aber durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle in Thailand landete. Gleichzeitig will die Schule mehr Förderungsgeldern und muss daher beweisen, dass sie ein internationales Projekt verfolgen. Warum nicht das der Konkurrenzschule einfach übernehmen? Vor allem wenn an dieser Schule das Glanzstück eines Lehrers unterrichtet. Diese beiden Handlungsstränge hätte man vielleicht noch unter einem Hut bringen können, wenn man nicht nebenbei noch versucht hätte, Herr Müllers Zweifel an seinem Lehrerdasein und seiner mangelnden Fähigkeit zu unterrichten in Kombination mit den dümmsten Menschen, die die Filmgeschichte je hervorgebracht hat, zu zeigen. Da dies jedoch der eigentliche Hauptschwerpunkt des Filmes sein sollte, hätte man ansonsten vielleicht etwas kürzer treten sollen. Doch stattdessen wurde noch ein weiteres schwerwiegendes Thema hinzugefügt.
2004 erschütterte ein Tsunami die Welt. Viele Menschen starben in Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Indien. Auch viele Kinder verloren ihre Eltern und wurden zu obdachlosen Weisen. Im Film wird Anteilnahme vermittelt, die jedoch leider immer wieder missbraucht wurde. Anstatt das schwere Schicksal ernst zu nehmen, werden die Kinder sowohl von Herrn Müller, als auch von der Konkurrenzschule, für ihre eigenen Zwecke benutzt. Da bleibt einem doch schnell das Lachen im Halse stecken.
Auch ansonsten können leider nicht alle komischen Szenen überzeugen. Während es im ersten Teil viele zitierfähige Sprüche gab, schafft der zweite Teil dies leider nicht. Natürlich gibt es komische Momente, die auf einem geringen Intelligenzquotienten basieren, aber diese wirken leider nur für einen kurzen Lacher, jedoch nicht für ein ausgiebiges Lachen.
Elyas M’Barek übernimmt wieder einmal die Rolle des Zeke Müller und spielt dies mit der gleichen Souveränität, wie schon im ersten Teil. Herr Müller weiß immer noch nicht, ob er weiterhin ein Lehrer sein kann oder will. Er zweifelt an sich und wird gleichzeitig von seinen Schülern fast in den Wahnsinn getrieben. Doch obwohl er gerne durchbrennen möchte, schafft er es zu seinen Schülern durchzudringen und den Titel zu behalten „bester Lehrer, den wir je hatten“.
Doch obwohl die eigentliche Handlung nicht zu durchschauen ist, ist der Film trotzdem spannend. Denn die Frage, bleibt Herr Müller Lehrer oder brennt er durch, ist durchgehen präsent.

Alles in allem ist die Fortsetzung eindeutig durchgefallen und erhält daher nur 03 von 10 möglichen Punkten.

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