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Am 03.09.2015 erschien der vierte Teil, und der erste ohne Jason Statham, der Transporter Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Frank ist ein Kurier. Jedoch sind seine Lieferungen nicht immer ganz legal. Daher hat er wichtige Regeln aufgestellt. Keine Namen, der Deal wird nie geändert und er öffnet niemals das Paket. Doch bei dem Deal mit der geheimnisvollen Anna scheint es um mehr zu gehen. Sein Vater wird mit hineingezogen und auf einmal ist er in einen Krieg mit einem russischen Mafia-Boss verwickelt.

Ich sage am besten gleich vorweg, dass ich die ersten Transporter-Teile nicht gesehen habe. Ich kann daher keinerlei Vergleiche zu den anderen Teilen herstellen.
Der Film hält eindeutig, was er verspricht. Eine oberflächliche Handlung, dafür einiges an Action und einen gut aussehenden Mann im perfekt sitzenden Anzug. Letzteres dürfte zumindest für die Damenwelt einen großen Pluspunkt bilden. Wer auf eine tiefgründige Handlung hofft, ist bei diesem Film leider falsch. Die Handlung dient nur dazu die wilden Verfolgungsjagden, die größtenteils im Auto stattfinden, zu erklären. Gespickt wird das ganze mit einer gut dosierten Portion Humor, die die Action-Szenen etwas auflockern und daher einen ganz eigenen Charme versprühen. Frank ist seinen Prinzipien grundsätzlich treu. Aber die schöne Anna spielt mit unfairen Mitteln, da sie auf ihn angewiesen ist. Und so zieht sie seinen Vater mit hinein, Frank Senior, der das alles ziemlich locker zu nehmen scheint. Doch schnell merken Frank und Frank, dass Anna und ihre drei Helferinnen gar nicht die eigentlichen Feinde sind.
Ed Skrein übernimmt die Rolle des Transporters Frank. Dieser ist ein etwas steifer und prinzipientreuer Mann, aber für seinen Vater lässt er alles stehen und liegen. Der Anzug sitzt immer perfekt und wenn der eine schmutzig geworden ist hat er noch immer einen Ersatzanzug im Auto. Doch wenn es um seinen Vater geht, kennt er keine Gnade und lässt sofort alles stehen und liegen. Hierbei versprüht Skrein eine Menge unterschwelligen Charme und behält seine Eleganz selbst in den härtesten Kampfszenen bei. Sein Gesichtsausdruck variiert wenig, da er sich die meiste Zeit hinter einer Maske der Lässigkeit versteckt, was seine eigentlichen Gedankengänge versteckt. Daher fällt es einem in einigen Szenen schwer seine Handlungen direkt vorherzusehen.
Loan Chabanol übernimmt die Rolle der Anna. Anna wurde im jungen Alter bereits in die Prostitution geschickt. Nun haben sich Wut und Verzweiflung lang genug angestaut, so dass sie ihren Rachefeldzug durchzieht. Auch Chabanols Gesichtsausdruck ist meistens sehr gleich und mehr als einmal sieht sie so aus, als wüsste sie nicht so genau, was sie in einer Szene machen soll. Das könnte der Tatsache geschudet sein, dass es erst ihr dritter Film ist. Dennoch hätte man sich als Zuschauer hier eine gewisse Variation gewünscht, um den inneren Zwiespalt Annas besser darstellen zu können. Selbst als sie Frank verführt, wechselt sie keine Miene und gibt dem Zuschauer das Gefühl, dass ihr das genauso egal ist, wie die komplette Handlung. Doch eine gezwungene Prostituierte, die aus freien Stücken mit einem Mann schläft (und das auch nicht aus Liebe), sollte doch ein paar Emotionen haben.
Besonders sympathisch macht erst Ray Stevenson den Film. Er verkörpert Frank Senior, der gerade den Tod seiner Frau verschmerzt und trotz seines fortgeschrittenen Alters sich eine gewissen jugendliche Note behält und mehr als nur eine steife Szene auflockert. Nicht verlegen um einen guten Spruch, stürzt er sich voller Freude in den Krieg und erzählt sehr gerne Geschichten von früher. Ohne ihn hätte sich der Film wahrscheinlich an ein paar Stellen gezogen.
Trotz einer sehr vorhersehbaren Handlung schafft der Film es doch spannend zu bleiben und den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln.

Alles in allem bietet der Film eine durchschnittliche Handlung aber schön anzusehende Action-Szenen. Wenn man weiß worauf man sich einlässt, macht der Film Laune ist aber nicht vergleichbar mit anderen Filmen des Genres. Dafür erhält er von mir 05 Punkte + 2 Sympathiepunkte für das schicke Auto und einen Ed Skrein im Anzug. Also 5+2 von 10 möglichen Punkten.

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