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Am 24.09.2015 erschien die Fortsetzung der Jugenbuchverfilmung in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Auserwählten haben es geschafft aus dem Labyrinth zu fliehen. In der Hoffnung endlich WCKD entkommen zu sein, lassen sie sich vom undurchsichtigen Jensen vermeintlich retten. Doch schon bald merken sie, dass auch in der Einrichtung, in der sie sich nun befinden, etwas nicht stimmt. Teresa wird von der Gruppe getrennt und Thomas freundet sich mit Aris, einem Jungen aus einem anderen Labyrinth an. Letztendlich bleibt ihnen nur die Flucht in die Brandwüste.

Die Fortsetzung ist bestimmt gelungen, sofern man nicht das Buch gelesen hat! Während sich der erste Film sehr an die Buchvorlage hält und man auch als Buchleser auf seine Kosten kommt, darf man für den zweiten Film die anderen Bücher nicht kennen, um ihn genießen zu können. Denn der zweite Film pickt sich einzelne Elemente aus dem zweiten und dritten Buch würfelt diese wild durcheinander und überlegt sie mit eigenen Elementen. Daraus entwickelt sich eine ganze neue Handlung, die Fans der Bücher nun doch sehr enttäuschen.
Davon einmal abgesehen schließt der Film direkt an den ersten an und behält den Spannungsbogen, den er im ersten Teil kreierte, bei und hält diesen fast durchgängig. Die neue Einrichtung, in die die Auserwählten „gerettet“ werden, scheint von Anfang an nicht gerade vertrauenserweckend. Militärisch gesichert und vom Aussehen her eine umgebaute Fabrik. Dort treffen sie auf andere Jungs und Mädchen in ihrem Alter, die aus anderen Labyrinthen kamen.  Einer von ihnen ist der sehr stille Aris, der sich nur Thomas zu öffnen scheint und bereits die halbe Anlage durch die Lüftungsschächte heimlich ausgespäht hat. Den anderen aus Thomas Gruppe vertraut er nicht und sie Aris auch nicht. Thomas lässt sich schließlich überreden mit Aris die Anlage zu erkunden. Doch das, was er dabei herausfindet gefällt ihm gar nicht. Also holt er seine Freunde und sie versuchen zu fliehen. Natürlich passiert dies nicht reibungslos und sie müssen ja auch erst noch Teresa retten, die verlegt wurde. Die Flucht gelingt natürlich, aber die Welt draußen ist nicht mehr die, die wir kennen. Ständig auf der Flucht suchen sie einen Ausweg aus der Brandwüste und einen Weg es WCKD heim zu zahlen.
Der Film wirft schon wie der erste Film eine Menge Fragen auf. Jedoch werden weiterhin keine beantwortet und man tappt weiterhin im Dunkeln. Es werden neue Charaktere vorgestellt, aber man hat keinen wirklichen Bezug zu ihnen, weil sich nicht mehr die Zeit genommen wird, sie genauer vorzustellen. Dadurch gewinnen sie nicht an Tiefe und wirken komplett austauschbar. Im Endeffekt wirkt der Film wie eine Aneinanderreihung von Action-Szenen, die sehr ausgereift sind und den Film durchgehend spannend gestalten. Jedoch bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück, nach dem gelungenen ersten Teil. Dabei bot die Buchvorlage eigentlich genügend Stoff, um sowohl den Spannungsbogen zu halten, als auch die Charaktere genügend vorzustellen.

Alles in allem empfehle ich den Film zu meiden und sich eher der Buchvorlage zu widmen. Wer nicht der Lesetyp ist und sich wenig auf Aufklärung als vielmehr um gut gestaltete Action kümmert, kann im Film doch noch auf seine Kosten kommen. Dafür gibt es nur 04 von 10 möglichen Punkten.

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