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Hallo ihr Lieben,
kommen wir einmal zu etwas kulturellem (auch wenn Film und Buch zur Kultur gehört). Am 10.11.2015 sandte Japan einen Gruß an Leipzig mit einer eigenen Veranstaltung im Gewandhaus. Zusammen mit dem Mädels von Inkunabel (ihr Beitrag zur Veranstaltung erscheint voraussichtlich am 02.01.2016) zog ich mir ein hübsches Kleidchen an und nahm Platz, um mich grüßen zu lassen.

Der erste Teil war geprägt von musikalischen Einlagen. Insgesamt drei Chöre traten auf und sangen japanische Volkslieder, oder moderne bzw. deutsche Volkslieder auf Japanisch. Dies war für mich als Chorliebhaberin und ehemalige Chorsängerin besonders schön, auch wenn es sich irgendwann zog – Abwechslung zu anderen Programmpunkten wäre besser gewesen.
Der zweite Teil bestand aus einer Kimonoshow. Hier wurden verschiedene Kimonos vorgestellt, sortiert nach Muster, Anwendung, Jahreszeit oder auch Kimonos, die Buchstaben und Farben zugeordnet werden. Das war teilweise sehr eindruckend. Als Zusatz hätte ich mir die einzelnen Bestandteile eines Kimono gewünscht.

Kritisch zu sehen war die Wahl des Moderator. Zwar lebte dieser in Japan und konnte auch japanische Worte gut aussprechen, aber es fehlte ihm an jeglicher Betonung und Emotion in der Stimme. Stattdessen schaffte er es Menschen zum einschlafen zu bringen. Das nahm dann doch die Stimmung und die Faszination an den Abend.
Auch kritisch finde ich das Klatschverhalten des Publikums, gerade bei der Kimonoshow. Es ist üblich, dass während einer laufenden Präsentation, ich beziehe mich hier auf die Kimonoshow, nicht geklatscht wird, sondern am Ende alle Teilnehmer noch einmal auf die Bühne gebeten werden und man dort durch Applaus Respekt und Anerkennung zeugt. Selbst wenn dies nicht geläufig wäre, ist anzunehmen, dass pro Kimono-Model einmal geklatscht wird. Doch das gestrige Publikum überlegte sich pro Kimono 3-5 mal zu klatschen, was nicht nur nervig war, sindern auch den Ablauf störte.

Alles in allem hatte ich einen sehr netten Abend und fühle mich der japanischen Kultur zumindest ein bisschen näher gebracht und zwar der traditionellen Kultur und nicht der modernen Manga-Kultur.

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