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Am 26.11.2015 erscheint ein Film, der das älter werden philosophisch betrachtet, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Komponist Fred Ballinger und der Regisseur Mick Boyle verbringen ihre Ferien in einem Luxus-Wellnesshotel in der Schweiz. Dort beschäftigen sie sich damit, die anderen Gäste zu beobachten. Doch die Vorstellungen des Ruhestandes gehen bei beiden weit auseinander. Während Ballinger nicht mehr komponiert, und sogar den Auftrag der britischen Queen, vor ihr seine Werke zu dirigieren, ablehnt, steckt Mick mitten in den Vorbereitungen für einen neuen Film.

Youth ist einer der Filme, die bei Cineasten und Liebhabern von Kunstfilmen sehr gut ankommen, vom durchschnittlichen Publikum aber gemieden werden sollte. Der Film verläuft sich in einer aneinander Reihungen von philosophischen Fragen und Antworten. Im großen und ganzen geht es um zwei alte Männer, die im Alter nicht mehr glücklich sind, wie sie ihre Jugend verbracht haben. Fred Ballinger bereut vor allem das schlechte Verhältnis zu seiner Tochter, da er zu viel Zeit seiner Musik gewidmet hatte. Das Verhältnis der beiden wird auf das genauste durchleuchtet. Mick Boyle hingegen versucht sich an noch einem großen Film, eine Homage an alle seine vorherigen Werke. Nur seine Hauptdarstellerin spielt nicht so ganz mit. Doch trotz der ganzen Philospohie schafft der Film es nicht eine klare Aussage zu treffen oder einer direkten Struktur zu folgen. Stattdessen plätschert der Film so vor sich hin und vertraut darauf, dass die starke Besetzung des Filmes darüber hinweghilft. Aber selbst Michael Caine scheint in diesem Film sehr schwach und unpointiert. Erst im letzten Drittel erfährt man langsam seine Beweggründe und geht ganz anders mit seiner Rolle um.
Dadurch, dass dem Film die wirkliche Aussage und Pointe fehlt, ist dem Zuschauer nicht klar, wo genau das Ende ist. Während der Film sich immer weiter zieht, gibt es gefühlte 10 Szenen, die perfekt als einen runden Abschluss dienen. Nur das nur einer letztendlich wirklich als Abschluss dienen.

Alles in allem ist der Film nur für die oben genannte Zielgruppe und selbst dann unpointiert. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

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