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Am 26.11.2015 erschien ein neuer Film aus dem Hause Disney/Pixar in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Arlo, ein kleiner Dinosaurier, lebt zusammen mit seiner Familie auf einer Maisfarm. Während sich seine Geschwister gut in die Farmarbeit einfügen, stehen Arlo seine Ängste regelmäßig im Weg. Als er von seinem Vater die Aufgabe bekommt, den Maisdieb zu fangen, will er zumindest dies nicht vermasseln. Doch durch seine tollpatschige Art und seiner Angst vor so ziemlich allem, landet er im Fluss und wird weit von zu Hause weggeschwemmt. Nun muss Arlo sich seinen Ängsten stellen und den Heimweg antreten. Dabei trifft er auf den verwilderten Menschenjungen Spot. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt.

Einmal mehr zeigt Pixar, dass sie Meister sind in der Erschaffung liebevoller Charaktere und einer gleichzeitig herzerwärmenden und herzzerreißenden Handlung. Der Film führt auf einer Gradwanderung zwischen Drama und Komödie vor einer wunderschönen Kulisse.
Der Film beginnt an jedem Tag, der so schicksallastig hätte sein können. Ein Komet löst sich und rast auf die Erde zu. Doch im Gegensatz zu den in unseren Geschichtsbüchern beschriebenen Ereignissen, verfehlt er die Erde und löst damit  keine Kettenreaktion aus, die zu dem Aussterben der Dinosaurier führte. Viele Millionen Jahren haben sich neben den Dinosauriern trotzdem auch andere Arten entwickelt. Doch auch die Dinosaurier haben sich weiterentwickelt. So haben der Langhals-Dinosaurier Henry und seine Frau eine Maisfarm erbaut. Zufrieden blicken sie auf die frisch schlüpfenden Eier. Doch während zwei der Jung-Dinos gut genährt und voller Tatendrang auf die Welt kommen, traut sich der kleine Arlo nicht einmal wirklich aus der Eierschale hervor. Während die drei Geschwister aufwachsen bleibt die Rollenverteilung gleich. Seine Geschwister fügen sich gut in die Farmarbeit ein. Arlo dagegen bekommt immer nur leichte Aufgaben. Durch seine Tollpatschigkeit und seine vielen Ängste misslingen ihm aber selbst diese. Gekränkt durch die Sticheleien seiner Geschwister wird Arlo von seinem Vater regelmäßig wieder aufgemuntert und mit neuen Aufgaben versehen. Als sich regelmäßig ein Dieb in den Wintermaissilo schleicht und daher das Futter für den Winter für die Familie langsam knapp wird, glaubt Henry endlich eine geeignete Aufgabe für Arlo gefunden zu haben. Doch bei der Fallenstellung und der Jagd im Anschluss geht einiges schief. Bei der Verfolgung stürzt Arlo letztendlich in den reißenden Fluss. Doch er überlebt und wird weit entfernt wieder an das Ufer gespült. Allein und voller Angst hat er nur einen Wunsch. Er möchte zurück nach Hause. Etwas hilfsbedürftig baut er einen notdürftigen Unterstand. Am nächsten Morgen findet ihn der verwilderte Menschenjunge Spot und bringt ihm etwas zu Essen. So beginnt eine ungleiche Freundschaft. Auf dem Weg nach Hause treffen sie die verschiedensten Charaktere. Dabei treffen die bekannten Vorurteile der verschiedenen Dinosaurier-Arten nicht immer zu.
Es ist das erste Mal, dass Pixar zwei Filme in einem Jahr veröffentlicht hat. Mit „Alles steht Kopf“ hat Pixar dieses Jahr schon ein absolutes Meisterwerk für Groß und Klein abgeliefert. Bei Arlo und Spot merkt man dabei, dass den Machern dieses Jahr wohl die Puste ausgegangen ist. Die Charaktere sind zwar auch liebevoll gestaltet, aber weniger durchdacht, wie noch Angst, Freude, Ekel, Kummer und Wut. Auch die Handlung ist bei Arlo und Spot auf das einfachste zusammengeschnitten. Nur an einem wurde nicht gepart. Die übliche Portion Drama, Trauer und Witzmomente. Vor allem die Landschaft kann bei Arlo und Spot dann doch noch überzeugen, die spektakulär aussieht und mit Liebe zum Detail konstruiert wurde. Während „Alles steht Kopf“ beim jungen wie beim etwas älteren Publikum sehr gut ankam, zielt Arlo und Spot eindeutig auf eine jüngere Zielgruppe ab. Dabei ist jedoch ein eindeutiger Fehler passiert. Denn der Film zeigt einige Gewaltszenen sehr ausführlich, sehr brutal und sehr blutig. Im Überlebenskampf mag dies zwar notwenig, aber es in jedem Detail zu zeigen, ist für einen Kinderfilm dann doch ungerechtfertigt und stört das Filmgefühl.
Während der Film viele unvorhersehbare Wendungen hatte und so den Spannungsbogen halten konnte, wirkt das Ende wieder sehr künstlich konstruiert und war sehr vorhersehbar. Nichtsdestotrotz war es wieder einmal ein sehr trauriges Ende, so dass das eigentliche Happy End nur unter Tränen genießbar war.

Alles in allem bleibt der Film hinter den Erwartungen, zielt eindeutig auf das junge Publikum als Zielgruppe ab, ist hierfür aber stellenweise zu brutal. Daher gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

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