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Am 17.12.2015 erschien ein Film über eine Beziehung zwischen zwei Frauen in den 1950er Jahren in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Therese arbeitet in den 50er Jahren in einem Spielwarengeschäft und geht eher halbherzig auf das Werben des jungen Richard ein. Doch dann trifft sie auf Carol, die sofort eine gewisse Anziehung auf sie ausübt. Beide leben gesellschaftlich in völlig unterschiedlichen Welten, denn Carol ist mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Harge verheiratet. Trotzdem brechen beide aus den Konventionen ihrer Zeit aus und probieren eine lesbische Beziehung aufzubauen.

Carol erzählt auf sehr anschauliche Weise, wie schwierig es damals war eine lesbische Beziehung zu führen. Von beiden wird erwartet sich in eine heterosexuelle Beziehung zu fügen, egal, ob sie damit glücklich sind oder nicht. Das Thema und die Schwierigkeiten, die angesprochen werden, sind spannend und bietet guten Stoff für dieses Drama. Leider verpasst der Film es den Zuschauer richtig abzuholen und Spannung aufzubauen. Einzelne Szenen, die zwar eine klare Aussage treffen, werden minutenlang ausgebaut, dass man im Kinosessel sitzt und sich denkt: Danke, ich hab die Aussage verstanden, weiter bitte! Durch eine fast quälend langsame Erzählweise und einer sehr vorhersehbaren Handlung wirkt der Film nicht. Daran können auch die wirklich guten Schauspielleistungen von Cate Blanchett und Rooney Mara nichts mehr ändern. Der Film beruft sich durchgängig auf sein Thema und das er deswegen etwas ganz besonderes sei. Und man kann zustimmen, dass das gewählte Thema genug Stoff bietet, um ein spannendes Drama zu kreieren. Nur Carol schafft es mit seiner ausschweifenden und gleichzeitig langsamen Erzählweise nicht.

Alles in allem kann der Film nicht überzeugen und bekommt daher nur 04 von 10 möglichen Punkten.

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