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Am 04.02.2016 erscheint eine Verfilmung, die die bekannte Buchreihe Gänsehaut von R. L. Stine aufgreift, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Zach Cooper zieht mit seiner Mutter in eine Kleinstadt, da diese eine neue Stelle als stellvertretende Direktorin hat. Der einzige, der ihn an der neuen Schule wahrzunehmen scheint ist Champ, ein etwas kurioser Junge. Kurioser jedoch ist das hübsche Mädchen von Nebenan, dass akkribisch von ihrem Vater bewacht wird. Durch Zufall gelangen Zach und Champ in das Nachbarhaus und finen heraus, dass der Vater R. L. Stine, der Autor der Gänsehaut Bücher. Und promt kommt es zu einem Unfall und die verschlossenen Bücher öffnen sich und lassen die finsteren Kreaturen heraus.

Die Gänsehaut-Reihe ist nach Anzahl der verkauften Exemplaren die zweiterfolgreichste Jugendbuch-Reihe nach Harry Potter. Es gibt um die 100 verschiedenen Titel. Was also für eine Verfilmung tun? Ein Buch aussuchen und daraus vielleicht eine längerfristige Reihe gestalten? Allerdings gab es schon eine Fernsehserie. Also warum nicht einfach einen Film mit allen schaurigen Gestalten auf einmal? Also wurde eine komplett neue Handlung rund um den Autor der Gänsehaut-Reihe kreiert: R. L. Stine. Er lebt zurückgezogen in einem Haus in Greendale und behütet seine Tochter Hannah wie einen Schatz. Sie darf das Haus nicht verlassen, bekommt Privatunterricht und darf vor allem nicht mit Zach, dem gerade ins Nachbarhaus gezogenen Jungen, reden. Zach ist mit seiner Mutter aus einer Großstadt in das kleine unscheinbare Örtchen gezogen, da diese hier den Job als neue stellvertretende Direktorin erhalten hat. Doch Greendale ist nicht gerade der Traum eines Heranwachsenden, schon gar nicht, wenn man die Vorzüge einer Großstadt gewohnt ist. Auch Freunde finden gestaltet sich etwas schwierig. Der etwas ungewöhnliche Champ buhlt zwar sofort um Zachs Freundschaft, doch dessen eigentliches Interesse gilt der schönen Hannah aus dem Nachbarhaus. Leider kommt er hierbei nicht an ihrem strengen Vater vorbei. Als Zach glaubt, dass Stine Hannah bedrohen würde, dringt er in das Nachbarhaus ein. Dabei stößt er auf ein Regal voller verschlossener Bücher: Die Gänsehaut-Bücher. Durch einen kleinen Unfall öffnet sich ein Buch und das Unheil nimmt seinen lauf. Denn in die Bücher sind die realen Monster eingeschlossen, die sich nun ihren Weg aus den Seiten bahnen. Ganz neu ist die Idee auch nicht, denn sie ist adaptiert aus dem Gänsehaut Buch „Fürchte dich sehr“, in dem die Monster einen Brettspiels auf einmal real werden.
Der Film basiert zwar auf einer erfolgreichen Buchreihe, hat aber doch ein großes Problem mit der Zielgruppe. Denn der Gruselanteil ist sehr gering gehalten und wird mit einem hohen Humoranteil kompensiert, um sehr jungen Publikum – also die gleiche Zielgruppe, wie die Bücher anzusprechen. Gleichzeitig ist der Film jedoch ab 12 Jahren freigegeben. Damit wird die Hälfte der Zielgruppe schon ausgegrenzt. Lediglich die ältere Generation dürfte aus Nostalgiegründen in die Kinos stürmen. Doch durch die Anpassung auf das jüngere Publikum kann dem älteren Zuschauer schnell die Spannung und Dynamik fehlen. Denn die Charaktere sind nie wirklich in Lebensgefahr und die meisten Monster agieren sehr passiv und scheinen nur der Nostalgie wegen aufzutauchen. Trotzdem ist der Spaß an dem Film garantiert, denn die Humordichte in Gänsehaut ist sehr hoch. Hier können sich viele Komödien eine Scheibe von abschneiden.
Der ganze Film lebt im Prinzip von Jack Black in seiner Rolle als R. L. Stine. Allein ab der ersten Szene in dem er mit seinem einmaligen Psychopathenblick Zach verbietet mit Hannah zu reden, jagd einem einen größeren Schauer über den Rücken, als die ganzen Monster zusammen. Niemand anderes als Jack Black hätte die Rolle so hingebungsvoll und sarkastisch spielen können.
Im Gegensatz dazu sind die anderen Charaktere sehr klitscheehaft gestaltet. Zach, der unscheinbare Neue, Hannah, die hübsche und geheimisvolle, Champ der tollpatschige und etwas trottelige und die verrückte Tante. Kein Charakter überrascht oder hat eine tiefere Ebene, aber trotzdem hamonieren alle im Film.

Alles in allem überzeugt der Film durch die bekannten Monster, Jack Black und einer wunderschönen Dosis Humor. Nur wirkliche Spannung oder Gruselmomente kann der Film nicht aufbauen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

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