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Am 18.02.2016 erschien ein Film, der den Alltag eines Filmproduzenten Hollywoods in den 50er Jahren zeigt, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Eddie Mannix funktioniert in Hollywood in den 50er Jahren als „Problemlöser“. Man begleitet ihn ein Tag lang. Aufdringliche Journalisten, schwangere Stars, entführter Star, untalentierter Star und übereifriger Regisseur sind nur ein paar der Probleme, die Mannix regeln muss.

Hail Caesar ist eine liebevolle und farbenfrohe Hommage an die Filmbranche von damals. Neben einem absoluten Staraufgebot an Darstellern, überzeugt vorallem das Bühnenbild.
Das Hollywood der 50er Jahre. Eine nach außen hin absolut sauber und heile scheinende eigene Welt. Doch hinter den Kulissen ist gar nicht die heile Welt. Damit trotzdem der Schein bewahrt bleibt, gibt es Eddie Mannix. Er befasst sich teilweise mit vielen Problemen gleichzeitig. Und ständig kommt wieder jemand Neues an und teilt ihm ein Problem mit. Dabei werden viele verschiedene Elemente vereint, die für die damalige Filmzeit typisch waren. Von singenden Matrosen bis zum Wasserballet, vom Drama bis zum Westernfilm. Eine schwangere Schauspielerin ohne verheiratet zu sein, ein Skandal, der gelöst werden muss. Ein früherer Westernstar, der Probleme hat anspruchsvollere Filme zu drehen und daher einen angesehenen Regisseur zur Weißglut bringt, einen absoluten Star, der mitten in den Dreharbeiten entführt wird. Und natürlich darf die aufdringliche Journalistin nicht fehlen – und weil es so schön ist, gibt es die gleich im Doppelpack.
Das Erzähltempo ist sehr gemächlich, so wirklich in Fahrt kommt der Film nicht, aber das ist auch nicht nötig. Der Film setzt nicht auf Spannung oder einen großen Showdown setzt, sondern auf schöne Bilder mit ein paar witzigen Momenten. Aber der Film ist auch keine Komödie, wie der Trailer vermuten lässt, sondern einfach eine schöne Hommage. Das Bühnenbild und die Kostüme sind sehr gelungen und versetzten einen sofort in eine andere Zeit zurück.
Josh Brolin übernimmt die Rolle des Eddie Mannix. Obwohl Mannix ein Fixer ist und mit seinen Methoden eigentlich unsympathisch sein müsste, mag man ihn auf Anhieb. Was nach einem anstrengenden Arbeitstag aussieht, ist einfach nur der Alltag von Mannix.
Tilda Swinton übernimmt die Rollen der Journalisten-Schwestern Thora und Thessaly Thacker. Sie tauchen aus dem Nichts auf und erschrecken Mannix, um ihm einen Kommentar zu irgendeiner wilden Story zu entlocken.
George Clooney übernimmt die Rolle des Baird Whitlock, der Hauptdarsteller und Star der großen Inszenierung. Ziemlich am Anfang wird er entführt.
Alden Ehrenreich übernimmt die Rolle des Hobie Doyle, einem berühmten Westernstar, der nun durch sein positives Image in ein anderes Genre: das Drama geführt werden soll. Leider scheitert er an den Sprechrollen und den starken Gesichtsausdrücken. Aber trotz seiner relativ naiven Art, spielt er sich schnell in die Herzen der Zuschauer.

Alles in allem ist der Film eine schöne Hommage und überzeugt vollkommen durch seine Bilder. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

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