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Am 25.08.2016 erscheint die Fortsetzung über die „vier Reiter“ in den deutschen Kinos.

Die vier Reiter müssen sich im Untergrund verstecken. Bis das „Auge“ eine neue Aufgabe für sie hat. Sie wollen in einer neuen Show Handybesitzer vor der vollkommenen Spionage bewahren. Doch dabei geht einiges Schief und die Reiter werden selbst übers Ohr gehauen.

Im Jahr 2013 begeisterten die vier Magier Daniel Atlas, Henley Reeves, Jack Wilder und Merritt McKinney als die vier Reiter die Kinozuschauer. In ihren großangelegten Shows spielten sie eine Art moderne Robin Hoods und erleichterten so auch ihren Verbündeten Arthur Tressler um Millionen. Der zweite Teil spielt ca. ein Jahr nach dem ersten Teil. Die Reiter müssen sich verstecken, da das FBI noch immer nach ihnen sucht. Zwar versucht Dylan Rhodes, ihr Kontakt beim FBI, die Spuren zu verwischen, aber seine neue Chefin Natalie Austin sitzt ihm im Nacken. Gleichzeitig ist Henley Reeves ausgestiegen und wird durch den Neuzugang Lula ersetzt. Doch das „Auge“, der oberste magische Verbund, hat eine neue Aufgabe für die Reiter. Der geplante Auftritt geht jedoch gründlich schief. Die Reiter werden entführt und Dylan Rhodes komplett enttarnt. Die Reiter finden sich in Macau wieder und sollen für den reichen Walter Mabry eine Chipkarte stehlen. Gleichzeitig versucht Dylan zusammen mit dem Rivalen aus dem ersten Teil Thaddeus Bradley die Reiter zu retten. Es folgen Verfolgungsjagden, Kartentricks und natürlich eine große Show am Ende.
Dass es eine Fortsetzung zu die Unfassbaren geben wird, war nach dem Erfolg des ersten Teils absehbar. Die Frage ist jedoch: Kann auch der zweite Teil wieder die Zuschauer verzaubern? Das Problem einer Fortsetzung ist, dass sie immer noch größer, spannender, specktakulärer als der erste sein muss. Leider wird dabei oft übertrieben, was auch hier wieder das Problem ist. Denn die einzelnen Shows im ersten Film waren mit ihren vielen Tricks schon ganz schön groß angelegt und konnten stark beeindrucken. Gerade die Auflösung im Nachhinein war besonders spannend. Auch die Tricks und Shows im zweiten Teil sind sehr beeindruckend. Leider zumeist doch ein Stück zu hoch gegriffen, um noch als annähernd realistisch zu gelten. Auch lassen die Aufklärungen wesentlich länger auf sich warten. Trotzdem bleiben sie beeindruckend. Die größte Schwäche des Films dürfte die Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren bleiben. Zu den 7 Hauptcharakteren des ersten Teils kommen noch einmal 6 weitere hinzu. Da kann man schnell den Überblick verlieren und auch schnell vergessen, wer auf welcher Seite steht. Gerade durch die Einführung von Merritt McKinneys Zwillingsbruder, den Woody Harrelson in einer Doppelrolle verkörpert, bringt den Film wenig vorwärts, erhöht aber die Anzahl der Charaktere. Hier hätte man sich auf die wichtigsten konzentrieren sollen.
Der Spannungsbogen ist an sich während des ganzen Films vorhanden, wird aber in manchen Szenen hart auf die Probe gestellt. Wenn ein Trick ca. 15 Minuten geht, ist das einfach zu lang. Die Charaktere an sich bleiben schon wie im ersten Teil sehr undurchsichtig. Über ihre Beweggründe und Hintergründe wird wieder kaum etwas verraten. Damit bleiben sie sehr ersetzbar. Lediglich Dylan Rhodes‘ Kindheit wird ein wenig durchleuchtet, was jedoch auch sogleich ein zentrales Thema im Film wird. Hier wird zu oft Bezug darauf genommen, was die Figur etwas nerven lässt. Die schauspielerischen Leistungen bleiben trotz guter Schauspieler auf normalem Niveau.

Alles in allem konnte auch die Unfassbaren 2 wieder faszinieren, wenn auch leider in etwas abgeschwächtem Maße als noch im ersten Teil. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

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