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Am 04.08.2016 erschien ein neuer Ghostbusterfilm, diesmal mit vier Frauen in der Hauptrolle, in den deutschen Kinos.

In New York City häufen sich Geistererscheinungen. Daher beschließen die Wissenschaftler Dr. Erin Gilbert, Dr. Abby Yates und Dr. Jillian Holtzmann zusammen mit der U-Bahn-Mitarbeiterin Patty Tolan die Ghostbusters zu gründen. Das stößt nicht überall auf Begeisterung.

Kaum ein Trailer hat so viel negative Kritik bekommen, wie der erste Trailer zu Ghostbusters. Die Idee den beliebten Film mit weiblichen Darstellern neu zu verfilmen, stieß überall auf Gegenstimmen. Kaum einer glaubte, dass vier
Frauen den Film genauso gut gestalten könnten, wie die vier Männer von damals. Viele wollten den Film boykottieren, nur wenige gaben ihm eine Chance. Und das nur, weil die Hauptdarsteller keine Männer mehr sind, sondern Frauen. Dabei hat der Film mehr drauf, als der erste Trailer vermuten ließ.
Dr. Erin Gilbert möchte nur eins: Ihre Vergangenheit hinter sich lassen und einen guten Job an einer guten Uni bekommen. Aber da gibt es ein Problem. Sie ist Co-Autorin eines wissenschaftlichen Buches, das die Existenz von Geistern beweisen möchte. Also versucht sie es aus dem Internet verschwinden zu lassen. Dafür sucht sie die zweite Autorin Dr. Abby Yates auf, die noch immer an die Existenz von Geistern glaubt und zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Jillian Holtzmann weiter forscht. Kurzerhand ist Erin in eine paranormale Erscheinung verwickelt, die ihre alte Leidenschaft wieder hochkommen lässt. Zu den dreien stoßen noch die ehemalige U-Bahn Mitarbeiterin Patty Tolan und der etwas einfältige Kevin. Zusammen bilden sie die Ghostbusters, die immer wieder verleugnet werden, obwohl sie regelmäßig die Stadt vor Geistern retten.
Ghostbusters funktioniert in diesem Reboot erstaunlich gut. Die Figuren werden neu eingeführt und können mit ihren Eigenschaften schnell überzeugen. Die Handlung ist an sich rund und spannend gestaltet. Das einzige wirkliche Problem des Films ist, dass er zu nostalgisch daher kommt. Denn praktisch in jeder Szene gibt es etwas, dass an den ersten Ghostbusters Teil erinnert. Sei es die Gastauftritte der Stammbesetzung oder bekannte Geister. Im ersten Moment freut man sich und schwelgt auch wieder in Erinnerungen, aber durch die Häufung ist der Film irgendwann einfach überladen damit. Das schien der Versuch zu sein, es den alten Fans Recht zu machen. Leider fehlt es dadurch dann aber an eigenen Ideen und der Film kommt doch relativ blass daher. Eine bessere Balance zwischen Nostalgie und neuen eigenen Ideen hätte dem Film gut getan. Aber auch so kommt man auf seine Kosten. An gutem Humor wurde nicht gespart. Obwohl Melissa McCarthy mitspielt, die eher für ihren „unter-der-Gürtellinie“-Humor bekannt ist, kommt dieser nur an zwei Stellen vor, was sehr löblich ist. So bekommt der Film eine gute Harmonie zwischen Witz und Spannung, das sich am Ende in die Endschlacht gipfelt. Die Schauspieler sind alle gut gecastet und spielen ihre Rollen souverän gut.

Alles in allem ist Ghostbusters vielleicht nicht das innovativste Reboot, aber kann durch Witz und Charaktere durchaus überzeugen. Dafür bekommt es 06 von 10 möglichen Punkten.

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