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Am 28.07.2016 erschien ein Animationsfilm, der sich mit dem geheimen Leben unserer Haustiere befasst, in den deutschen Kinos.

Der Terrier Max könnte nicht glücklicher über sein Leben mit seinem Frauchen Katie sein. Er liebt sie über alles und hat in der Nachbarschaft einige Freunde. Doch eines Tages bringt Katie Duke mit, einen anderen Hund, den sie aus dem Tierheim hat. Durch die neue Konkurrenzsituation entführt Duke schließlich Max, dabei verlieren beide ihre Halsbänder und müssen nun vor den Tierfänger fliehen und irgendwie den Weg zurück nach Hause finden.

Bereits über ein Jahr vor dem Filmstart wurde der erste Trailer veröffentlicht. In diesem sah man verschiedene Haustiere, die alle unterschiedliche „Hobbies“ für die Zeit, in der ihre Besitzer arbeiten waren, entwickelt hatten. Der Trailer war so lustig gestaltet, dass der Erscheinungstermin rot im Kalender eingekreist wurde und über ein Jahr wurde nun auf den Start gefiebert. In der Weihnachtszeit erschien dann ein zweiter Trailer, in dem die bekannten Tiere nun für ein Weihnachtsfoto posieren sollten. Auch hier steckte wieder viel Witz drin, so dass die Aufregung noch mehr geschürt wurde. Doch bald darauf folgte der dritte Trailer und der erste, der auch etwas von der Handlung zeigt. Doch diese schien überhaupt nicht mehr so lustig, wie die ersten beiden Trailer vermuten ließen. Es schien nun gar nicht mehr so richtig, um die geheimen „Hobbies“ der Haustiere zu gehen, sondern es sah nach einem 08/15-Buddy-Film aus. Und genauso kam es letztendlich auch.
Zunächst lernt der Zuschauer Max kennen, einen Terrier, der sein Frauchen Katie über alles liebt, und der den ganzen Tag vor der Tür hockt und wartet, dass Katie zurück kommt. Als nächstes lernen wir seine Freunde kennen, mitsamt ihrer „Hobbies“. Es scheint alles, wie im ersten Trailer zu sein – könnte daran liegen, dass uns genau diese Szenen dort gezeigt wurden. Doch als Katie nach Hause kommt, hat sie eine Überraschung dabei: einen übergroßen Hund, der auf den Namen Duke hört. Er ist aus dem Tierheim und soll Max‘ neuer Bruder werden. Dieser ist von der Idee wenig begeistert und als Duke sich dann auch noch seiner Sachen annimmt, reicht es ihm. Als Katie am nächsten Tag das Haus verlässt, droht Max das ganze Haus zu verunstalten, wenn Duke nicht nach seinen Regeln spiele. Da max das noch nie gemacht hat, würde Katie sicher denken, dass Duke das Haus verwüstet habe. Dieser will sich beim alltäglichen Spaziergang mit dem Hundesitter dafür rächen. Kurzerhand entführt er Max und lässt ihn in einer einsamen Gasse zurück. Leider hat er nicht damit gerechnet, dass in dieser Gasse Straßenkatzen ihr unwesen treiben. Diese klauen die Halsbänder der beiden. Diese müssen nun nicht nur den Straßenkatzen und den Tierfängern entkommen, sondern auch irgendwie wieder zurück nach Hause finden. Dabei treffen sie unter anderem auf eine Straßengang vergessener Haustiere, angeführt von dem süßen, aber sehr gefährlichem, Hasen Snowball. Gleichzeitig sammeln sich zu Hause Max‘ Freunde für eine Suchaktion.
Durch die ersten Trailer hat Pets eine sehr hohe Erwartungshaltung geschürt, die der Film leider in keinster Weise halten konnte. Die Handlung ist lieblos zusammengeschustert und kann weder Spannung, noch Witz vermitteln. Die wirklich guten Witze sind bereits alle im Trailer verbaut. Die übrig gebliebenen sind so überspitzt, dass man über sie einfach nicht mehr lachen kann. Zudem hat man das Gefühl die gleiche Handlung schon ein dutzendmal gesehen zu haben.
Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Film eindeutig auf den Charakteren und hier kann der Film wirklich mit den verschiedensten punkten. Leider entsprechen aber auch diese sehr gängen Klitschees und sind wenig neu inspiriert.
Nachdem Disney-Pixar in letzter Zeit mit „Alles steht Kopf“ und „Zoomania“ mit guten Ideen und guten Impulsen für die junge Generation daherkam, wirkt Pets nun noch bedeutungsloser. Denn das Thema der Freundschaft wird zwar vage angesprochen, aber doch sehr lasch behandelt. Man sollte nun also annehmen, dass Max und Duke auf ihrem Abenteuer zu Freunden werden. Doch in jeder Entscheidung, die die beiden treffen, ist immer die Frage, ob sie es für sich tun oder ob sie es wirklich aus Freundschaft tun. Max‘ Freunde zu Hause begeben sich zwar letztendlich auf die Suche nach den beiden, aber auch dies nur, weil die verliebte Gidget alle dazu bringt. Von alleine wäre keiner auf die Idee gekommen.

Alles in allem ist Pets ein liebloser Film, der in keinster Weise die Erwartungen erfüllen kann. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

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