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Hallo ihr Lieben,
ich bin fast einen ganzen Monat zu spät dran mit meinem Rückblick für das 3. Quartal. Das liegt vor allem daran, dass ich viele Filme erst Ende September gesehen habe und bisher immer noch damit beschäftigt war, die fehlenden Kritiken zu schreiben. Im dritten Quartal habe ich 21 Filme gesehen (7 im Juli, 5 im August, 9 im September).

Die Enttäuschungen:

Platz 5: Independence Day

20 Jahre hat es gedauert, um eine Fortsetzung des beliebten Filmes aus den 90er Jahren zu drehen. Doch auch wenn es heißt „Was lange währt, wird endlich gut“, konnte Independence Day – die Wiederkehr nicht überzeugen. Zu wenig wurde sich auf eine vernünftige Handlung besonnen und zu sehr auf gutes Bildmaterial. Das ist jedoch gelungen.

Platz 4: Verräter wie wir

Eine John le Carré Verfilmung, die vor allem daran krankt, dass sie als Thriller nicht spannend ist. Die Handlung plätschert nur so vor sich hin und das kann auch der hervorragende Cast nicht mehr retten. Zudem funktioniert Stellan Skarsgard in seiner Rolle als russischer Bösewicht nicht.

Platz 3: Pets

Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Die ersten Teaser ließen eine gute Komödie vermuten. Doch dann die Enttäuschung. Denn Pets schafft es einfach keine Handlung zu erzeugen, verliert dabei viel Witz und hat auch keine eindeutige Botschaft über Freundschaft, wie man sie vom großen Konkurrenten Disney kennt.

Platz 2: Collide

Ein Hollywoodstreifen, der komplett in Deutschland spielt. Rasante Verfolgungsjagden auf der deutschen Autobahn. Und trotzdem kaum Handlung und auch die Verfolgungsjagden sind für einen Thriller nicht spannend genug und irgendwann auch einfach zu unglaubwürdig. Auch hier kann der gute Cast nichts mehr retten.

Platz 1: Captain Fantastic

Kein Superheldenfilm, sondern über eine Familie, die sich komplett vom digitalen, aber auch vom sozialen Leben abgekabelt hat und im Wald lebt. Irgendwo sind versteckte Kritiken an der heutigen Gesellschaft zu finden, aber irgendwo auch nicht ausgereift. Der Film versucht daher als Feel-Good-Movie daher zu kommen, schafft es aber auch nicht diesen Ton wirklich zu treffen und dümpelt so ohne klare Linie vor sich hin.

Die Highlights:

Platz 5: Bad Moms

Endlich ein Film über die Mütter, in denen ihre Sorgen, Ängste und auch ihr Alltag ernst genommen wird. Trotzdem schafft der Film es eine Komödie daraus zu bauen, der erstaunlich niveauvolle Witze loslässt.

Platz 4: Big friendly Giant

Steven Spielberg wagte sich nach E.T. wieder an einen Kinderfilm. Als Vorlage diente der Roman von Roald Dahl, der gespickt ist mit liebevollen Figuren. Auch schafft der Film es auf eine kindgerechte Art die Themen Einsamkeit und Ausgrenzung anzusprechen, den Grundton des Films aber doch positiv zu halten.

Platz 3: Snowden

Die Geschichte von Edward Snowden ging um die Welt, der Whisteblower, der uns allen vor der kompletten Überwachung durch die USA warnte. Diese Verfilmung der wahren Ereignisse bilden, im Gegensatz zum Dokumentarfilm Citizenfour, auch die privaten Ereignisse mit ein und schaffen es so einen neuen Blickwinkel zu geben. Joseph Gordon-Levitt schafft es dabei Snowden so gut darzustellen, dass man denken könnte, Snowden selbst spiele mit.

Platz 2: Frühstück bei Monsieur Henri

Die etwas planlos durchs Leben stolpernde Constance zieht bei einem mürrischen alten Herren ein mit sehr strengen Regeln. Trotzdem entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Die liebevoll gezeichneten Figuren machen den Film aus. Trotz einer sehr geringen Gag-Dichte, schafft der Film es eine Komödie zu sein, durch sehr pointierten Witz.

Platz 1: SMS für dich

Das Regiedebüt von Karoline Herfurth, das sehr tief ins Herz geht. Ein Film über Verlust und Trauer und über den Weg zurück ins Leben in Kombination mit einer Liebesgeschichte. Eine Romanze auf sehr hohem Niveau mit Witz und liebevollen Figuren, bei der wohl kaum ein Auge trocken bleiben dürfte.

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