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Seit dem 25.11.2016 gibt es das große Gilmore Girls Revival auf Netflix zu sehen. Nachdem ich die ursprünglichen sieben Staffeln nun bestimmt zum zehnten Mal (es ist nicht einmal unwahrscheinlich, dass ich die Serie schon öfter gesehen habe), konnte ich es kaum erwarten endlich neuen Stoff zu bekommen. Und so verließ ich Freitag Abend überpünktlich das Büro, fuhr nach Hause, verbannte meinen Freund ins Wohnzimmer (keine Angst, dort steht die Playstation, er war gut versorgt) und kuschelte mich unter meine Bettdecke zu einem ganz neuen Treffen mit meinen alten Freunden Lorelai und Rory Gilmore.

10 Jahre sind vergangen. Luke und Lorelai wohnen inzwischen zusammen in Lorelais Haus. Rory jettet um die Welt und ist nirgends so richtig zu Hause. Ihre Journalismuskarriere war auf einem Höhepunkt, hat aber nun gerade einen kleinen Durchhänger. Emily Gilmore kämpft noch immer mit ihrer Trauer, um ihren verstorbenen Mann Richard.

Vor vielen Jahren kam ich eines Tages erschöpft von der Schule nach Hause und hatte absolut keine Lust meine Hausaufgaben zu machen. Also schmiss ich meinen Rucksack in die Ecke, schmiss mich auf mein Bett und schaltete den Fernseher ein. Ich zappte ein wenig durch die Programme und blieb schließlich an einer Fernsehserie namens Gilmore Girls hängen. Es war zwar nicht die erste Folge, es war nicht einmal die erste Staffel, aber schon der erste Dialog brachte mich lauthals zum lachen und ich blieb an der Serie hängen. Es wurde zu meinem täglichen Ritual nach der Schule. Irgendwann fing ich an parallel zur Ausstrahlung, die sich inzwischen in der fünften oder sechsten Staffel befand, die erste Staffel über DVD zu gucken, die ich mir zugelegt hatte. Inzwischen befinden sich alle sieben Staffeln in meinem Regal und begleiteten mich auf meinen Weg über Schule, Studium und Ausbildung. Obwohl die Serie bereits 2007 nach sieben Staffeln eingestellt wurde, war die Serie immer aktuell. Sie schaffte es absolut einzigartige Charaktere zu kreieren und Geschichten, die so aus dem Leben gegriffen sind, dass man in jeder Lebenslage mitfühlen konnte.
Inzwischen haben wir das Jahr 2016, Schule, Studium und Ausbildung sind vorbei, doch die Gilmore Girls DVD stehen noch immer im Regal. Umso größer war die Freude, als Netflix ankündigte ein Revival zu veranstalten. Sie luden alle altbekannten Darsteller ein noch einmal vier Folgen á 90 Minuten Spiellänge zu drehen. Ab da hüllte sich Netflix in Schweigen und das große Rätseln ging los. Würden alle Darsteller wieder zurückkehren? Die Frage konnte man schnell mit Nein beantworten, denn zumindest Edward Herrmann, der den Richard Gilmore spielte, würde nicht mehr mit dabei sein. Herrmann verstarb 2014 an den Folgen eines Hirntumors. Irgendwann gab Netflix einen ersten Trailer heraus und stieß dadurch die Gerüchteküche noch stärker an.
Am vergangenen Freitag, den 24.11., startete nun das große Revival „A Year in the Life“ auf Netflix. Die vier Episoden repräsentieren je eine Jahreszeit. Was genau in den einzelnen Episoden passiert, spare ich an dieser Stelle aus, da es nicht möglich ist eine Handlungszusammenfassung ohne Spoiler zu schreiben.
Eins muss man Netflix lassen, sie haben sich alle Mühe gegeben möglichst alle Darsteller, die jemals einen Auftritt in Gilmore Girls hatten wieder zusammen zubekommen. In jeder Folge laufen einem wieder bekannte Gesichter über den Weg und führen zu begeistertem Jubel. Die Handlung selbst ist eine Achterbahnfahrt aus Hoch- und Tiefpunkten, wo man zwischendurch nicht sicher ist, ob einem die Richtung, die das Ganze einschlägt gefällt, aber irgendwo spiegelt es doch Situationen aus dem Leben wieder. Auf jeden Fall wechseln die Emotionen in einem Tempo, so dass man schon bald nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Mit der vierten Folge wird aber ein runder Abschluss gefunden. Wäre da nicht Rorys letzter Satz…

Alles in allem ist das Revival für die Fans. Es ist ein Wiedersehen, eine Rückkehr nach Stars Hollow. Wer vorher nichts mit der Serie anfangen konnte, sollte auch hier die Finger von lassen, wer sie wie ich liebte, kann hier herrlich in Erinnerungen schwelgen.

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