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Am 08.12.2016 erscheint ein neuer Animationsfilm aus dem Hause Illuminations in den deutschen Kinos.

Der Koala Buster Moon hat sich einen Traum erfüllt und sein eigenes Theater eröffnet. Leider steht er finanziell kurz vor dem Ruin. Um das Ruder doch noch rum zu reißen, möchte er eine Castingshow inzenieren. Als Anreiz soll es eine kleine Prämie für den Gewinner geben. Schnell finden sich Kandidaten, die alle mit anderen Problemen zu kämpfen haben.

  Illuminations Studios sind vorallem dafür bekannt, dass sie uns die wohl putzigsten kleinen Wesen brachten, die in den letzten Jahren über die Leinwand huschten: die Minions. Zunächst als Sidekicks in Ich – einfach unverbesserlich und Ich – einfach unverbesserlich 2, schafften sie es im letzten Jahr auch in einem eigenen Kinofilm die Leinwand zu erobern. Mit viel Witz, Charme und sympathischen Charakteren eroberten die Filme die Herzen vieler Zuschauer. Nun versucht Illuminations in diesem Jahr mit gleich zwei neuen Animationsfilmen zu zeigen, dass sie auch ohne Minions gute Filme machen können. Zunächst erschien Pets, der das Leben unserer Haustiere genauer unter die Lupe nahm. Leider war die Handlung sehr einfach und vorhersehbar und der ganze Film letztendlich so uninspiriert, dass er eine große Enttäuschung darstellte. Nun versucht es Illuminations mit ihrem zweiten Film ohne die Minions. Die Trailer sahen wieder sehr schön aus und eine große Vorfreude schien sich aufzubauen. Aber nach Pets fiel die Vorfreude dann doch etwas geringer aus. Gleich zu Beginn des Filmes stand eine große Frage im Raum.Würde Sing es schaffen an den Erfolg von Ich – einfach unverbesserlich anzuknüpfen, oder würde es wieder ein uninspirierter Film wie Pets werden?
Zunächst lernt der Zuschauer die wichtigsten Charaktere kennen. Da wäre zum einen der Koala Buster Moon, der sich seinen größten Traum erfüllt hat und ein Theater gekauft hat. Leider steht dieses nun kurz vor dem Ruin, weil Moons Shows die Leute einfach nicht anlocken. Aber Buster Moon ist ein unumwerflicher Optimist und so versucht er sein Theater nun mit einer Casting-Show zu retten. Unterstützt wird er dabei von der Chamäleon Dame Miss Crawly. Weiterhin lernen wir Rosita kennen, eine Schweinchen-Mama mit 25 Kindern. Mit so vielen Kindern ist der Alltag natürlich nicht immer leicht und ihr Mann arbeitet praktisch den ganzen Tag, weswegen sie in ihm keine große Hilfe findet. Weiter geht es zu den Stachelschweinen Lance und Ash, die zusammen in einer Band spielen und versuchen immer größere Auftritte an Land zu ziehen. Dabei gibt Lance gerne den Ton an und Ash unterwirft sich aus Liebe seinen Launen. Der Gorilla Johnny hingegen träumt gerne beim Singen vor sich, währen er Schmiere steht für seinen Dad. Dieser hat nämlich eine Gang und überfällt gerne verschiedene Einrichtungen. Sein Dad erhofft sich für Johnny eine größere Rolle in der Gang, während dieser eigentlich gerne ein normaleres Leben führen möchte. Zu guter Letzt lernen wir Meena kennen, ein Elefantenmädchen mit guter Singstimme, die aber verflucht schüchtern ist. Egal wie gut ihre Eltern und vor allem ihr Großvater auf sie einreden, Meena versteckt sich gerne hinter ihren großen Ohren. Sie und noch viele mehr erfahren von der Castingshow und sehen darin ihre große Chance aus dem Alltag auszubrechen. Das große Casting startet, aber ab da jagt ein Problem das nächste und Buster Moon hat alle Hände voll zu tun, um jedes einzelne zu lösen.
Auch Sing hat eine sehr einfach Handlung, die vom Anfang bis zum Schluss vorhersehbar ist. Im Gegensatz zu Pets stört das hier aber nur sehr wenig, denn Sing braucht gar keine herausragende Handlung. Dafür hat Sing herausragende Charaktere, die alle sehr unterschiedlich sind aber praktisch für jeden Zuschauer eine Identifikationsmöglichkeit bieten. Ob man nun im Alltag immer gestresst und überfordert ist wie Rosita, oder einfach nicht über seinen Schatten springen kann, wie Meena, oder nicht begeistert ist von den Zukunftsplänen der Eltern, wie Johnny oder gerade in einer schwierigen Beziehung steckt, wie Ash, oder vielleicht auch einfach immer wieder in finanziellen Schwierigkeiten steckt, wie Buster Moon, in Sing ist für jeden etwas dabei. Gepaart wird das ganze mit vielen schönen Gesangseinlagen, die den Film aber auch nicht dominieren. Es wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gesangseinlagen und Handlung geschaffen, und die Gesangseinlagen treten meistens auch gebündelt auf. So kann man sich zeitweise den Liedern hingeben und innerlich heimlich mitsingen, ohne die anderen Zuschauer zu stören, kann sich aber dann auch wieder voll auf die Handlung konzentrieren. Die Lieder selbst sind alle gut gewählt, gehen zwar meist in eine ähnliche Richtung, was das Genre betrifft, haben aber auch immer wieder ein paar Ausreißer mit drinnen, die dann doch für eine kleine Vielfalt sorgen. Am Ende des Films hat bestimmt jeder so seine Favoriten und es wurde ein Ende geschaffen, mit dem auch jeder zufrieden sein dürfte, zumal das Ende auch wieder eine große Botschaft an die Kinder bringt. So ist doch eine kleine Moral am Ende zu spüren, die in vergleichbaren Disney-Filmen zwar meist größer ausfällt, aber trotzdem wirksam ist.

Alles in allem ein süßer Film mit tollen Charakteren, aber ein wahrlich besonderer Film wurde nicht geschaffen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

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