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Hallo ihr Lieben,
bei der Zusammentragung der Filme des Jahres für meinen Jahresrückblick fiel mir doch tatsächlich auf, dass ich über drei Filme gar keine Kritik geschrieben habe. Teilweise weil ich die Kritik schwierig fand und immer weiter vor mir herschob und teilweise weil ich sie einfach auf meiner Liste übersehen habe. Daher möchte ich die Kritiken nun noch in Kurzform nachholen.

The Nice Guys

Am 02.06.2016 erschien die Komödie über den Knochenbrecher Jackson Healy, verkörpert von Russel Crowe, und Privatdetektiv Holland March, verkörpert von Ryan Gosling, in den deutschen Kinos. Diese treffen durch Zufall in einem Fall aufeinander und müssen sich nun trotz sehr unterschiedlicher Charaktere zusammenarbeiten. Leider entstand zwischen Crowe und Gosling überhaupt keine Chemie und auch die Figuren arbeiten eher weiterhin selbstständig als wirklich zusammen. Die Gags belaufen sich fast ausschließlich auf das Ungeschick von March, was ihm immer wieder Verletzungen einbringt. Auch seine Tochter, die ihn als einen Versager sieht und daher immer wieder versucht zu helfen, ist kein Gewinn für den Film. So zünden die meisten Gags beim Publikum einfach nicht, was immer ein schlechtes Zeichen für eine Komödie ist. Da die Charaktere wenig Sympathiepunkte ergattern, ist auch die Spannung sehr gering, da einem der Ausgang für die Charaktere ziemlich egal ist.

Alles in allem leider ein Flop. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Ben-Hur

Am 01.09.2016 erschien ein Film, der in große Fußstapfen trat, in den deutschen Kinos. Die Verfilmung von 1959 gewann als erster Film 11 Oscars und teilt sich den Rang nur mit Titanic und Herr der Ringe 3. Der große Aufschrei kam mit dem ersten Trailer, warum Ben-Hur denn ein Remake brauche. Das auch die Version von 1959 bereits ein Remake war, wurde in den Diskussion nicht erwähnt (das Original lief 1925 in den Kinos). Die Geschichte des Ben-Hur, der von seinem Freund Messala verraten wurde und als Sklave auf einer Galeere endet, und seine Rache in einem Wagerennen sucht, ist wohlbekannt. Sie wurde nicht modernisiert, sondern einfach nur stark verkürzt. Für das jüngere Publikum, dem das Original unbekannt ist, ist der neue Film eine schöne Alternative, aber eben auch nicht mehr.
Ben-Hur liefert eine solide Leistung ab und kann nicht als schlechter Film bezeichnet werden, bereichert aber die Filmlandschaft auch nicht. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Sausage Party

Am 06.10.2016 erschien ein Film, der unser Essen lebendig machte und deren Grauen durch unseren Konsum darstellte, in den deutschen Kinos. Während der Trailer zu Sausage Party sehr lustig aussahen, ergab sich schnell die Frage, wie man aus dem Material einen ganzen Film machen konnte. Spätestens nachdem man sich die Macher um Seth Rogen ansah, usste man, dass die Antwort in schlechten Witzen und vieler perverser Anspielungen lag. Und so startete Sausage Party mit einer interessanten Grundidee und einigen guten Ansätzen, verlief sich aber schnell in der erwarteten Perversität und vielen schlechten Witzen, die im Publikum nicht so richtig zünden wollten. Zwischendurch wurden viele Andeutungen auf verschiedene bekannte Filme der Filmgeschichte gemacht, die wiederum gut waren und wenigstens ein paar Lacher einbrachten. Leider wurde neben der Haupthandlung auch wieder eine Nebenhandlung eingebaut, die wenig Aussage hatte und eher nervtötend war. Abschließend ist zu sagen, dass Sausage Party kein Niveau hat, aber wenn man mit der Einstellung ins Kino geht, enttäuscht der Film nicht und wenn man sich auf das nicht vorhandene Niveau einlässt, dann kann der Film auch Spaß machen. Trotzdem gibt es nur 04 von 10 möglichen Punkten.

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