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Hallo ihr Lieben,
mein Filmrückblick muss leider noch ein bisschen warten, dürfte aber auch bald folgen. Dafür gibt es nun pünktlich zum Jahresabschluss meinen Serienrückblick. Dabei geht es um die Serien, die ich in diesem Jahr gesehen habe bzw. weitere Staffeln gesehen habe, und nicht zwangsläufig um Serien, die in diesem Jahr herausgekommen sind. Zur Übersichtlichkeit habe ich die Serien in Kategorien eingeteilt: Zum einen Serien, in denen eine neue Staffel heraus kam, die ich gesehen habe (Beitrag folgt) und zum anderen in Serien, die ich neu entdeckt habe und mindestens eine Staffel gesehen habe (siehe unten). Diese Kategorien werden unterteilt in „begeisternd“, „neutral“ und „enttäuschend“.

Neue Serien, die begeisterten

The Night Manager
Ein John le Carré Roman verfilmt als Miniserie. Sie erzählt die Geschichte von Jonathan Pine, einem Nachtmanager eines Hotels, der nach der Ermordung seiner Geliebten Rache schwört und sich daher in die Organisation Richard Ropers einschleusen lässt, um sie von innen zu zerstören. Eine sehr spannende Miniserie mit exzellenter Besetzung. Hier geht es zur ausführlichen Kritik.

Downton Abbey
Staffel 1-5
England im Jahr 1912, die Titanic ist gerade gesunken, an Bord waren die beiden Erben des Herrschaftssitzes Downton Abbey. So kommt der erste Trubel in das Leben der Bewohner. Wir lernen dabei die Perspektive der Familie selbst und deren Hausangestellten über viele Jahre kennen. Dabei überzeugt vorallem die Vielfalt an Charakteren und verschiedener Handlungen. Hier geht es zur ausführlichen Kritik.

Daredevil
Staffel 1
Marvel und Netflix haben sich darauf geeinigt mehrer Serien zusammen zu drehen. Als erstes startete Daredevil. Der blinde Matt Murdock kann seine Umgebung auf eine ganz eigene Weise wahrnehmen. Als der Geschäftsmann Wilson Fisk systematisch versucht die Stadt zu „verbessern“, sieht Murdock sich in der Pflicht seine Stadt als Daredevil zu retten. Sehr spannende Serie über den Marvel-Helden und die Verschwörungen in Hells Kitchen gepaart mit guten schauspielerischen Leistungen. Allerdings ist Daredevil eine Serie, die man nicht nebenbei gucken kann, sondern sich immer zu 100% auf das Geschehen konzentrieren muss, um auch ja alles mitzubekommen.

Vicious
Staffel 1
Ian McKellen und Derek Jacobi als altes schwules Paar, dass sich zwar immer wieder verbal den Tod wünscht, aber trotzdem in einem so guten Harmonieverhältnis steckt, dass sie sich auf eine ganz eigene Art hassen und lieben und doch durch dick und dünn zusammen gehen. In einer Art Kammerspiel, in der meisten Zeit wird das Wohnzimmer der zwei gezeigt, tauchen immer wieder die gleichen Charaktere mit auf. Da gibt es Violet, die trotz fortgeschrittenen Alters immer noch ihren Traummann sucht und dabei an die schrägsten Typen gerät, und den Nachbarn Ash, einem jungen Mann aus schwierigen Verhältnissen, der in den beiden Alten Freunde fand. Zusammen ergibt das eine so lustige Kombination, dass man aus dem Lachen kaum herauskommt. Eine Empfehlung für jeden, der wieder einmal richtig herzlich lachen will.

Neue Serien, die eine solide Leistung ablieferten

Shadowhunters
Staffel 1
Das Buch City of Bones wurde bereits einmal mit so schlechtem Erfolg verfilmt, dass Verfilmungen der weiteren Bücher der Reihe „the Mortal Instrument“ vorerst auf Eis gelegt wurden. Jetzt hat Netflix sich daran versucht aus dem Material eine Serie zu basteln. Dabei basiert sie nur lose auf der Vorlage und hat vieles modernisiert und ausgeschmückt. Dabei schafft sie es immer noch nicht alle Stolpersteine der Vorlage zu eliminieren und baut durch die Modernisierung auch neue ein. Aber trotzdem macht die Serie neugierig auf mehr und die Bücher sind ja auch immer besser geworden…

Mila
Die Dailysoap über Mila, die bis zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester ihren Traummann finden will und darüber eine Kolummne in einer Online-Zeitschrift schreibt. Vielfältige und interessante Charaktere, auch welche, die einem den letzten Nerv rauben. Man merkt der Serie an, an welcher Stelle sie versucht haben die Handlung zu strecken, um eine lange Dailysoap zu kreiieren und an welcher Stelle sie zu einem Ende finden wollten, da die Quoten nicht stimmten.

Luther
Staffel 1
Eine Serie über einen sehr guten Polizisten, der aber in seiner extremen Art gerne einmal über die Stränge schlägt. Die einzelnen Staffeln sind als Miniserie konzipiert, dafür sind die einzelnen Folgen sehr lang. Spannung kommt viel auf und die Serie ist auch gut besetzt, aber irgendwo fehlte der Funke, das gewisse Etwas, um die Serie eine Kategorie höher einzuordnen. Vielleicht kommt das noch mit dem Ansehen der nächsten Staffeln

Alphas
Staffel 1
Menschen mit besonderen Fähigkeiten werden Alphas genannt. Eine Gruppe von ihnen hat sich um den Wissenschaftler Dr. Rosen zusammengetan, um anderen Alphas zu retten bzw. die Menschheit vor der möglichen Bedrohung zu beschützen. Eine sehr heterogene Masse an unterschiedlichen Charakteren, die nicht zwangsläufig gut zusammen arbeiten wurde hier geschaffen. Die Idee ist nicht ganz neu und erinnert mich an eine meiner liebsten Serien – Mutant X. Ich scheue mich noch ein bisschen vor der zweiten Staffeln, da diese mit einem großen Cliffhanger enden soll und es keine dritte Staffel gibt.

Misfits
Staffel 1-3
Aus den unterschiedlichsten Gründen sind fünf Teenager zu Sozialstunden verdonnert worden. Bei einem ungewöhnlichen Gewitter werden sie getroffen und müssen feststellen, dass sie ab da alle außergewöhnliche Fähigkeiten haben. Nun müssen sie versuchen diese zu kontrollieren und ihre ganz alltäglichen Probleme unter Kontrolle zu bekommen. Die Serie ist solide gestaltet und auch die meiste Zeit über spannend. Die Charaktere entwickeln sich interessant weiter, aber irgendwo fehlt auch hier das gewisse Etwas. Als dann nach der dritten Staffel fast alle Hauptcharaktere ausgetauscht wurden, habe ich die Serie dann nicht mehr weitergeschaut.

Star Trek – the Next Generation
Staffel 1-2
Zwar habe ich die Serie seit meiner frühsten Kindheit – meine Mama ist ein großer Star Trek Fan – immer mal wieder ausschnittsweise mitbekommen, aber so wirklich im ganzen habe ich sie noch nicht gesehen. Während mich die Originalserie um Captain Kirk weniger interessierte, da es sich da mehr um die Entdeckung neuer Planeten und neuer Lebensformen ging, interessierte mich Next Generation viel mehr, da es hier einen größeren philosophischeren Umgang mit der Frage gibt, wie wir mit anderen Lebensformen umgehen sollten und wir durch Strategie und Verhandlungsgeschick Kriege verhindern können. Dazu ist Patrick Stewart als Captain Pickard auserkoren. So steckt in jeder Folge eine gute Lektion und zudem Spannung, Witz und neue Lebensformen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Serie von 1987 bis 1994 lief.

Sex and the City
Staffel 1
Wer kennt sie nicht? Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte? Ich kannte sie bisher nur vom Hörensagen und ließ mich daher einmal auf die Serie ein. Und es geht in ihr wirklich um Sex and the City, also New York. Dabei werden interessante Thesen aufgestellt und sowohl Frau als auch Mann fühlt sich mal mehr mal weniger verstanden. Eine schöne Serie für zwischendurch oder für Frauenabende. Hier werden die nächsten Staffeln bestimmt noch folgen.

Penny Dreadful
Staffel 1
Das England im viktorianischen Zeitalter. Gerade hier treffen Dorian Gray, Victor Frankenstein, der Cowboy und Meisterschütze Ethan Chandler, die mysteriöse Vanessa Ives und der wohlhabende Sir Malcolm Murray aufeinander. Sir Malcolms Tochter Mina ist von Vampiren entführt worden und das Team soll nun versuchen sie zu befreien. Eine sehr interessante Mischung aus Romanfiguren und neu erfundenen Charakteren in dieser Horrorserie, die sehr düster daher kommt. Man muss Penny Dreadful zugestehen, dass sie sehr gut umgesetzt wurde, gute Dialoge und interessante Ideen hat. Nur leider trifft sie nicht so ganz meinen Geschmack. Allerdings ist sie Serie so spannend gestaltet, dass ich sie eigentlich doch gerne ansehen würde, um zu wissen, wie es weitergeht, obwohl sie mir eigentlich nicht zusagt. Ein Dilemma ist das!

Neue Serien, die enttäuschten

Jessica Jones
Staffel 1
Während Daredevil als Marvels und Netflixs erste gemeinsame Serie mir sehr zusagte und zu den begeisternden neuen Serien gehört, enttäuschte mich die Serie, auf die ich mich mehr gefreut habe, leider sehr. Denn hier fehlen die sympathischen Charaktere einfach vollständig. Praktisch jeder Charakter ist irgendwo sehr nervig und macht ständig irgendetwas Dummes. Lediglich der Bösewicht Kilgrave hat etwas sehr markantes und sticht aus dem trüben Teich heraus. David Tennant spielt die Rolle sehr gut und man nimmt ihn als Bösewicht ernst. Die Serie selbst dreht sich aber immer wieder im Kreis. Gerade die ersten fünf Folgen laufen immer wieder nach demselben Prinzip ab und führen schnell zu ersten Längen. Danach kommt zwar mehr Fahrt in die Serie, aber trotzdem bleibt die Handlung sehr monoton. Jessica Jones versucht an Killgrave heranzukommen, aber jemand von ihren Verbündeten tut irgendetwas Dummes und Killgrave kann weiter frei umherlaufen. Und so geht es Folge um Folge. Daher hat mich Jessica Jones leider sehr enttäuscht.

How to get away with murder
Staffel 1
Eine Gruppe Jurastudenten bekommt die Chance bei ihrer sehr strengen Dozentin in der Kanzlei zu arbeiten. Dabei lernen sie die skrupellosen Machenschaften einer Strafverteidigern mit, die für ihre Mandanten auch dann einen Freispruch erwirkt, wenn sie selbst weiß, dass sie schuldig sind. Doch gleichzeitig scheinen die Studenten an einem Verbrechen beteiligt. Die Serie wird einmal von vorne nach hinten und einmal von hinten nach vorne erzählt. Das ist eine interessante Herangehensweise und die ersten ca. fünf Folgen ist die Serie sehr gut und auf einem sehr hohen Niveau, sowohl von der Handlung als auch schauspielerisch. Doch dann kreuzen sich die beiden Erzählrichtungen und ab da geht es nur noch um die persönlichen Verstrickungen und nicht mehr um die namensgebenden Fälle. Ab da wird sehr viel Potential verschenkt und die Serie wird immer bedeutungsloser und langweiliger. Erst das Ende mit der großen Aufklärung wirkt wieder ein bisschen spannend.

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