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Am 19.01.2017 erschien der dritte Teil der Triple-X Reihe in den deutschen Kinos.

Mit der sogenannten “Büchse der Pandora” konnte jemand einen Satelliten, der zur Überwachung eingesetzt wurde, abstürzen lassen und tötete damit mehrere Menschen. Als die CIA die “Büchse” sicher stellte, wird diese gestohlen. Nun braucht die CIA Hilfe von dem tot geglaubten ehemaligen Triple-X Agenten Xander Cage. Dieser willigt ein und stellt sich ein neues Team zusammen, um die “Büchse” zu finden.

2002 erschien der erste Teil der xXx-Reihe in den Kinos. Dort lernten wir den Extremsportler Xander Cage kennen, der in das Agentenprogramm Triple-X berufen und dann in eine russische Untergrundorganisation eingeschleust wurde. Im Jahr 2005 erschien eine Fortsetzung, in der Ice Cube Vin Diesel beerbte. 12 Jahre später schien es wohl jemand für eine gute Idee zu halten noch eine Fortsetzung zu der Reihe zu inszenieren. So wurde Vin Diesel wieder verpflichtet seine Rolle als Xander Cage zu spielen. An die Seite gestellt wurde ihm ein neues Team, das wohl neuen Wind in die Reihe bringen sollte.
Xander Cage war über viele Jahre für tot geglaubt. Auf einer abgeschiedenen Insel lebte er in den Tag hinein und frönte seiner Leidenschaft für Extremsport und Frauen. Doch sein “Ruhestand” findet ein jähes Ende, als ihn die CIA wieder aufspürt. Hintergrund ist, dass eine Hackervorrichtung genannt die “Büchse der Pandora” gestohlen wurde. Vorab wurde damit bereits ein Satellit zum Absturz gebracht. Das Team aus Soldaten, dass Cage zur Verfügung gestellt wird, ist ihm jedoch zu angepasst, weswegen er sein eigenes Team zusammenstellt aus den “Extremen” und den “Auffälligen”.
Bereits der Trailer zu xXx – die Rückkehr des Xander Cage ließ vermuten, dass es sich hier um ein Actionspektakel der abgedrehten Art handelt. Auch hier ist die eigentliche Handlung zweitrangig, lieber wird sich fokussiert auf abgefahrene Stunts, coole Sprüche und viel Geballere. Die sind natürlich gut choreographiert und daher im Kino sehr schön anzusehen, aber auch etwas sehr abgedreht. Irgendwo überzeugt das Abgedrehte nicht mehr.
Die Handlung selbst ist mehr oder weniger Mittel zum Zweck, um die Action zu rechtfertigen, bzw. einen roten Faden zwischen den einzelnen Sequenzen einzubauen. Leider wurde dafür dann doch noch eine Mini-Diskussion über Abhörtechniken der CIA und NSA eingeführt und ob diese gerechtfertigt sind, oder ob man sie bekämpfen sollte. Das hätte der Film nun wahrlich nicht gebraucht, zumal er es ziemlich schnell abhandelt. Da doch lieber nur eine einfache Grundhandlung einbauen. Der Spannungsfaktor selbst ist auf einem guten Niveau für einen Actionfilm, er schoss aber auch nicht durch irgendwelche unvorhersehbaren Handlungsstränge durch die Decke.
Was dem Film wirklich fehlt, ist die Atmosphäre, die der erste Teil 2002 noch rüberbringen konnte. xXx lebte von der Mischung der kalten russischen Atmosphäre und einem guten Soundtrack – immerhin spielte Rammstein in einer Szene live auf der Bühne! Der dritte Teil hat sich von dieser Atmosphäre fast vollständig verabschiedet. Nicht nur fehlt Rammstein im Soundtrack, auch ist Vin Diesel praktisch der einzige Hinweis, dass man sich einen Triple X Film im Kino ansieht und nicht irgendeinen anderen Actionfilm. Und auch Diesel schafft es 15 Jahre später nicht mehr die gleiche Anziehungskraft auf die Damenwelt auszuüben, wie noch im ersten Teil. Das Zusammenspiel zwischen dem Cast ist einwandfrei und jeder spielt seine Rolle gut. Hätte man das xXx im Namen weggelassen und Vin Diesel aus dem Cast geworfen, hätte vielleicht sogar eine schöne neue Filmreihe aufgebaut werden können. Aber so hat man die anderen Filme immer im Hinterkopf und vergleicht demnach, was dem Film nicht gut bekommt.
Letztendlich kann man sagen, dass xXx – die Rückkehr des Xander Cage genau das geliefert hat, was er wollte. Schnelle, krasse Action. Dazu noch ein paar Gastauftritte, die zum Schmunzeln anregen und die Erinnerung an die alten Filme wiederbeleben. Ob hier eine weitere Fortsetzung nötig gewesen wäre oder ob man mit dem Cast nicht einfach eine neue Reihe (oder vielleicht auch mal einen Einzelfilm) hätte aufbauen können, ist eine zweitrangige Diskussion.

Alles in allem hat der Film gute Bilder und schöne Actionszenen geliefert. Durch Mängel in Handlung und Überzeugung bekommt er 06 von 10 möglichen Punkten.

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