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Am 16.02.2017 erschien der zweite Teil um den Agenten John Wick in den deutschen Kinos.

John Wick hat seine Rache bekommen und möchte nun eigentlich wieder aussteigen. Doch da kommt Santino D’Antonio vorbei und überreicht Wick eine Schuldmünze. Damit ist Wick verpflichtet den Auftrag von D’Antonio anzunehmen. Doch dieser weigert sich und D’Antonio sprengt daraufhin sein Haus in die Luft. Wick reist daraufhin nach Rom, um die Schuldmünze doch noch einzulösen, nicht ahnend welche Kettenreaktion er losgetreten hat.

2015 trat ein neuer Actionheld auf die Kinoleinwand. Keanu Reeves als gebrochener Mann, der nicht über den Tod seiner Frau hinwegkommt, traf gleich alle ins Herz. Als dann auch noch sein Auto gestohlen und sein Hund ermordet wurde, schwört er Rache. Eigentlich war er vor Jahren aus seinem Business ausgestiegen, nimmt aber für seinen Rachefeldzug wieder seine alten Tätigkeiten auf. John Wick konnte durch trockenen Humor und vor allem vielen sehr gut choreographierten Kampfsequenzen überzeugen. Zudem dürfte es wohl auch der erste Actionfilm sein, der sich permanent auf das Nachladen konzentriert hat und Wick daher keine Magazine mit unendlicher Munition zur Verfügung hatte. Da der erste Film großen Erfolg feierte, schien ein zweiter Teil unausweichlich, auch wenn der erste Teil für sich alleine durchaus bestehen könnte.
Der zweite Teil mit dem passenden Namen Chapter 2, schließt beinahe nahtlos an den ersten an. John Wick will noch immer sein Auto zurück haben. Nach erfolgreicher “Schlacht” versucht er sich auszuruhen. Doch die Nachricht, dass “der schwarze Mann” zurück sei, macht schnell die Runde und schon steht Santino D’Antonio vor seiner Tür. Dieser ist ein alter Bekannter und half Wick damals auszusteigen, damit er mit seiner Frau ein normales Leben führen konnte. Dafür hat Wick ihm eine Schuldmünze gegeben, die ihn dazu verpflichtet jeden Auftrag anzunehmen, den ihm D’Antonio aufträgt. Doch Wick ist müde und wollte eigentlich nach seiner Rachetour wieder komplett aussteigen. Nach seiner Ablehnung sprengt D’Antonio jedoch kurzentschlossen Wicks Haus in die Luft. Dieser reist daraufhin nach Rom, um seine Schuld zu begleichen. Doch damit tritt er ungewollt eine Kettenreaktion los, die sich nicht mehr aufhalten lässt.
Chapter 2 ließ als Titel für den zweiten Teil großes Erwarten. Der Film orientiert sich auch zunächst stark am ersten Teil und bietet wieder grandiose Action, perfekt durch choreographierte Kampfszenen und auch hier wird wieder penibel darauf geachtet, dass Wick regelmäßig nachladen muss, bzw. auch einfach mal die Waffe wechseln muss, weil er keine Patronen mehr hat. Ansonsten versucht der zweite Teil nun natürlich eine ordentliche Schippe drauf zu legen. Darunter leidet dann aber leider die Glaubwürdigkeit. Während man Wick im ersten Teil angesehen hat, dass er immer erschöpfter wurde, je länger ein Kampf dauerte und er dann auch durch seine Verletzungen nicht mehr so gut kämpfen konnte, wie am Anfang, wird dieser Fakt im zweiten Teil ziemlich vernachlässigt und außer Acht gelassen. Stattdessen wird aus John Wick praktisch eine Maschine, den man auch mehrmals anschießen kann, ohne dass er aufhört zu kämpfen. Das wirkt sich natürlich negativ auf den Spannungsbogen aus, der zunächst wieder sehr hoch ansetzte und das Publikum in Atem hielt. Doch weil dann irgendwann die Glaubwürdigkeit immer mehr nachließ, leidete auch die Spannung darunter, weil man irgendwann nicht mehr mitfieberte, sondern sich dachte “Egal, er überlebt es ja doch”.
Während man auch im zweiten Teil ein paar altbekannte Gesichter wiedersieht, wurden doch hauptsächlich neue Charaktere geschaffen, um so einen klaren Schnitt zum ersten Teil zu ziehen. Die Darsteller wurden sehr bewusst gewählt, auch wenn Laurence Fishbourne wieder eine sehr kleine Rolle spielt. Die schauspielerischen Leistungen können sich durch die Reihe weg sehen lassen, auch wenn Keanu Reeves wieder heraussticht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass John Wick Chapter 2 auch wieder vieles Richtig macht und ein Actionfilm vom Feinsten ist. An das Niveau vom ersten Teil kommt er leider nicht mehr heran und durch das offene Ende, gibt er wohl auch den Startschuss für einen dritten Teil.

Alles in allem ein guter Actionfilm, auch wenn er ein wenig über das Ziel hinausschießt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

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