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Am 09.02.2017 erschien der Nachfolgefilm von The Lego Movie diesmal mit Batman in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Batman, der Held von Gotham, rühmt sich damit ein Eigenbrödler zu sein und jeden Bösewicht im Alleingang platt zu machen. Dabei hat er immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Doch als Commissioner Gordon in den Ruhestand geht und seine Tochter sich weigert nur immer das Batsignal zu drücken, nimmt sein Leben eine drastische Wendung. Zugleich hat der Joker natürlich auch wieder einen unschlagbaren Plan.

Im Jahr 2014 erschien The Lego Movie und begeisterte mit guter Animation und einer schönen Geschichte über den Meisterbauer Emmett. Heimlicher Star des Films war jedoch Batman, der durch seine kühle und selbstverliebte Art die meisten Lacher für sich gewinnen konnte. Da lag es nah, dass Batman zeitnah auch seinen Solo-Lego-Film bekommt. Die ersten Trailer ließen uns groß hoffen.
Zunächst wird der Zuschauer gleich in die erste große Actionsequenz gestoßen. Der Joker und so ziemlich alle anderen Batman-Bösewichte, u. a. Poison Ivy, der Pinguin, der Riddler, Harley Quinn, etc, versammelt und versucht – mal wieder – Gotham einzunehmen. Diesmal scheint er wirklich an alles gedacht zu haben, denn er hat sogar das Batsignal blockiert, um Batman daran zu hindern, seinen Plan zu vereiteln. Doch dieser ist natürlich wie immer zur Stelle und rettet die Stadt. Während die Stadt seinen Sieg feiert und die Bösewichte wieder einmal ins Arkham Asylum einsperrt, zieht sich Batman auf sein Anwesen zurück und suhlt sich in seiner Einsamkeit. Doch während der Joker schon wieder einen neuen Plan schmiedet und Batman aus versehen ein Waisenjungen adoptiert, geht Commissioner Gordon in den Ruhestand. Er übergibt den Knopf für das Batsignal an seine Tochter, die jedoch gleich klarstellt, dass sie den Knopf für das Batsignal nicht drücken wird, sondern die Polizei darauf schulen will, dass sie sich selbst wehren können. Das gefällt Batman ganz und gar nicht und er trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Während The Lego Movie gut funktionierte und Batman dort durch seine eingebildeten Sprüche aufgefallen ist und viele Lacher auf seiner Seite hatte, muss Batman nun die Handlung tragen, weiter für Witze sorgen und eigentlich auch mehr drauf haben, als nur ein paar Sprüche abzulassen. Leider war dies nicht der Fall. Dadurch war der Film leider überhaupt nicht mehr lustig, abgesehen von ein paar Szenen, die leider alle schon im Trailer zu sehen waren. Die Handlung selbst hatte ein paar gute Einfälle, so dass der Film zumindest ein bisschen auch spannend wurde, aber im großen und ganzen war der Handlungsverlauf sehr vorhersehbar. The Lego Batman Movie ist an sich vor allem eins: ein großer Fansupport. So wurden die wichtigsten DC Superhelden und DC Bösewichte mindestens einmal gezeigt, es gab Anspielungen auf die ganzen Batman-Filme und auch aus anderen großen Fandoms wurden zumindest die Bösewichte aufgegriffen. So freute man sich doch jedes Mal wieder, wenn man ein “bekanntes Gesicht” sah oder einen Charakter direkt erkannt hat.
Was The Lego Batman Movie aber vor allem kann, ist bildgewaltige Action mit Legofiguren zu erstellen. Denn das Bildmaterial, das geliefert wird, kann sich sehen lassen und rechtfertigt sogar den Besuch im Kino, um das Ganze auf der großen Leinwand auf sich wirken zu lassen. Die Spezialeffekte haben sich in den zwei Jahren seit The Lego Movie noch einmal stark verbessert.
Im Film werden die Themen Einsamkeit und Freundschaft bzw. Feindschaft angesprochen und sehr groß thematisiert. Leider stellen beide Parteien meist nur Behauptungen auf und liefern keine direkten Argumente, so dass der Erziehungswert für Kinder auch sehr gering sein dürfte.

Alles in allem konnte The Lego Batman Movie zwar durch seine Optik ein bisschen überzeugen, enttäuschte aber dadurch, dass er einfach nicht lustig war. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

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