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Hallo ihr Lieben,
wenn ihr das lest, bin ich hoffentlich bereits in London gelandet und konnte mein Hotelzimmer beziehen. Damit sich mein Quartalsrückblick aber nicht noch weiter nach hinten verschiebt – und ihr nicht eine ganze Woche auf ein Lebenszeichen von mir verzichten müsste 😉 – habe ich das Osterwochenende produktiv genutzt und meinen kurzen Rückblick erstellt. Im ersten Quartal habe ich 25 Filme gesehen (12 im Januar, 7 im Februar und 6 im März) und habe zusätzlich 5 Filme in der Cinemathek aus dem Jahr 2016 gesehen. Macht einen Schnitt von 30 Filmen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ausschlaggebend war natürlich die Oscarsaison, die im Januar startete, weswegen der Januar auch mein stärkster Monat ist (Zählung richtet sich nach dem Monat, in dem der Film in den deutschen Kinos erschien, unabhängig, wann ich ihn letztendlich gesehen habe). Ohne langes Geplänkel nun hier meine Highlights und Enttäuschungen des ersten Quartals im Ranking:

Die Enttäuschungen

Platz 5: Elle

Der französische Film über eine Frau, die etwas unkonventionell mit ihrer Vergewaltigung umgeht. Isabelle Huppert war für die Rolle als beste Hauptdarstellerin für die Oscars nominiert. Auch wenn ihr Spiel das einzige war, das den Film getragen hat, so konnte sie gegen die starke Konkurrenz nicht ankommen. Elle konnte jedoch weder mit dem Umgang mit der Thematik, noch mit ihren Charakteren wirklich punkten und landet so leider unter den Enttäuschungen.

Platz 4: The Boss Baby

Während Disney mit ihren letzten Animationsabenteuern wieder alle Register zog (Alles steht Kopf, Zoomania und auch Vaiana), fällt es DreamWorks schwer bei The Boss Baby die richtige Zielgruppe zu finden. Für Erwachsene zu kindlich, für Kinder zu viele Anspielungen, die sie einfach nicht verstehen können. So fehlen die richtigen Lacher, obwohl die Grundidee eigentlich sehr süß und schon sehr lustig war. Trotzdem hier Platz 4 für The Boss Baby, da er am Ende einfach zu vorhersehbar war.

Platz 3: Ghost in the Shell

Während Manga und Anime viele Fans gewann, verließen die Kinozuschauer die Realverfilmung mit Scarlett Johannson eher missmutig und enttäuscht. Das dürfte vor allem an den nichtssagenden Dialogen und dem Hauptaugenmerk auf die Bilder liegen. So sagt Ghost in the Shell praktisch nichts aus und charakterisiert auch seine Figuren nicht einmal ansatzweise. Ein bisschen mehr Hintergrundrecherche im Manga wäre hier angemessen gewesen.

Platz 2: Power Rangers

Wo wir bei platten und nichtssagenden Dialogen sind und Charakteren ohne Tiefe, haben wir im ersten Quartal gleich noch einen zweiten Vertreter. Auch Power Rangers basiert auf einem großen Franchise, fängt aber wieder ganz von vorne an. Während sich aber zwei Drittel des Films mit der Charaktereinführung befassen sollen, wird genau dies aber verpasst. So haben wir sehr platte und sehr austauschbare Charaktere und Power Rangers fehlt zusätzlich noch die außergewöhnlichen Bilder von Ghost in the Shell.

Platz 1: The Lego Batman Movie

Während ich den ersten Teil noch absolut feierte, bekam nun der heimliche Hauptcharakter des Lego Movies seinen eigenen Solofilm. Nur leider funktionierten die Gags, die den ersten Film absolut erheiterten, nicht, um einen ganzen Film daraus zu drehen. So war zwar für beinahe jedes Fandom etwas dabei, aber dafür eine sehr platonische und austauschbare Handlung und Gags, die einfach nicht richtig zünden wollten. So hat The Lego Batman Movie es auf meine Platz 1 der Enttäuschungen des ersten Quartals geschafft.

Die Highlights:

Platz 5: La la Land

Das Musical, das gleich zum Anfang des Monats einen absoluten Hype auslösen konnte. 14 Oscarnominierungen und davon immerhin 6 Oscars gewonnen (und beinahe auch in der Königsdisziplin 😉 ). Der Soundtrack ging unter die Haut und der Film ließ das Herz von Träumern höher schlagen. Mein Platz 5.

Platz 4: Verborgene Schönheit

Ein Film, der sich mit einer ganz anderen Art der Trauerbewältigung befasst. Viele mochten ihn nicht, weil er sehr emotional war und auch die Dialoge emotional hochtrabend war. Aber bei mir hat der Film genau einen Nerv getroffen und der grandiose Cast konnte absolut überzeugen.

Platz 3: Jackie

Natalie Portman in absoluter Bestform. Hier hätte ich ihr den Oscar für ihre Rolle als Jackie Kennedy absolut gegönnt. Fast 90% des Films hängt die Kamera an Portmans Gesicht und sie fängt die Verwirrung, die Trauer und die Maske hinter der sich Mrs Kennedy versteckte direkt nach der Ermordung ihres Mannes ein. Schauspielkunst auf höchstem Niveau.

Platz 2: Logan

Es war ein Abschied im Hause X-Men. 16 Jahre lang war Hugh Jackman Wolverine. In Logan verkörperte er nun die deutlich gealterte Version und muss mit ganz neuen Problemen kämpfen. Dabei schlug der Film einen für Superheldenfilme untypischen Ton an und traf dabei genau den passenden Nerv in der Fangemeinde. Ein würdiger Abschied.

Platz 1: Hidden Figures – unerkannte Heldinnen

Wie habe ich auf diesen Film gewartet, nachdem ich den ersten Trailer gesehen habe. Und er hat genau meine Erwartungen erfüllt. Ein Film mit einer schwierigen Thematik, der trotzdem einen sehr positiven und hoffnungsvollen Ton anschlägt. Er kombiniert Rassismus und Vorurteile mit Hoffnung. Mein Highlight im ersten Quartal 2017!

Und sonst so?

Ansonsten brachte uns The Great Wall viel Farbe und Action auf die Leinwand, ließ uns Split James McAvoy in 23 verschiedenen Rollen erleben, gruselten wir uns in A Cure for Wellness, ließen wir uns in Mein Blind Date mit dem Leben auch mit Behinderung nicht unterkriegen und genoßen die vielen guten Filme der Oscarsaison.

Und in der Cinemathek?

Dort konnte mich My first Lady und Florence Foster Jenkins am meisten begeistern.

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