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Am 15.06.2017 erschien der nächste Teil des DC Extended Universe in den deutschen Kinos.

Diana wächst auf der paradiesischen Insel Themyscira auf, die nur von Amazonen bewohnt ist und sich vor der Außenwelt verbirgt. Das ihr Schicksal ihr größeres vorherbestimmt, muss sie erst herausfinden, als sie auf den Piloten Steve Trevor trifft und durch ihn vom großen Krieg erfährt. Der festen Überzeugung den Krieg beenden zu können, bricht Diana aus ihrem geschützten Umfeld auf.

Während Marvel mit seinem Cinematic Universe immer wieder Rekorde bricht und unzählig viele Zuschauer in die Kinos lockt, musste DC bisher immer wieder schlechte Kritiken für sein Extended Universe einstecken. Während Man of Steel noch mäßig gut ankam, wurden Batman vs. Superman – Dawn of Justice und Suicide Squad von den Massen in der Luft zerrissen. Dies sollte nun Wonder Woman alles zum positiven wenden. Und so war auch der Zuspruch zunächst groß, denn das erste Mal bekam eine weibliche Superheldin ihren eigenen Solofilm. Auch die Kritiken sind bei weitem positiver als bei den vorherigen Filmen, doch auch hier mischen sich negative Meinungen unter die Positiven.
Der Film beginnt mit einer kurzen Geschichtsstunde über die griechische Mythologie und erzählt die Geschichte der Amazonen und wie sie auf der paradiesischen Insel Themyscira landeten. Auf dieser Insel wächst die kleine Diana auf, der gar nicht auffällt, dass sie das einzige Kind auf der ganzen Insel ist. Ihr größter Wunsch ist es mit den anderen Amazonen das Kämpfen zu lernen, doch zunächst sträubt sich ihre Mutter, die Anführerin der Amazonen, gegen die Ausbildung Dianas. Irgendwann bekommt Diana ihren Willen und wächst zu einer starken Kriegerin heran. Doch obwohl Themyscira vor der Außenwelt gut versteckt war, findet der Kriegspilot Steve Trevor auf der Flucht vor den deutschen Truppen die Insel und bringt ungewollt den Krieg mit. Diana, die der festen Ansicht ist, dass der griechische Kriegsgott Ares hinter dem Krieg steckt, will unbedingt mit Steve mit, um den Krieg mit Ares Tod zu beenden. Dort entdeckt sie eine für sie ganz neue Welt, in der sie erst lernen muss sich zurecht zu finden.
Für die erste halbe Stunde, während der Film auf Themyscira spielte, konnte man wirklich denken, dass DC diesmal aus den Fehlern der vorherigen Filme gelernt hat und für eine halbe Stunde bekam man einen spannenden Film mit einer interessanten Hintergrundgeschichte zu den Charakteren geliefert. Doch dann tritt der Krieg in das Geschehen ein und alles ändert sich. Die bis dahin unglaublich stark und emanzipierte wirkende Diana wirkt in der neuen Welt auf einmal wie ein naives Blondblondchen und nervt ungemein mit ihrer nicht belehrbaren Art. Selbst eigentlich heroische Auftritte, wie das selbstsichere Überqueren eines Schlachtfeldes, verkommt in der Bedeutungslosigkeit, da es aus einer naiven Laune der Protagonistin heraus geschah. So befindet man sich in den grauenhaften Fängen des ersten Weltkrieges – pauschal sind auch hier wieder die Deutschen die Bösen, auch wenn im ersten Weltkrieg die Verhältnisse von gut und böse nicht so eindeutig zu definieren waren – und muss sich immer wieder gegen die Stirn schlagen, weil Wonder Woman sich einfach nicht aus ihren Ansichten lösen lässt. Das ganze gipfelt dann in den sinnlosesten Endkampf, den die Kinowelt seit langem sah und die eigentlichen Heldentaten im Endkampf gehen beinahe unter.
Das Wonder Woman aber trotzdem kein kompletter Reinfall ist, liegt eindeutig nicht an Gal Gadot, die immer wieder beweist, dass sie zwar den starken Kämpferblick drauf hat, aber darüber hinaus nicht wirklich schauspielern kann. Sondern eher an den kleinen Nebencharakteren, die dem Film einen liebevollen Touch geben. An einem Chris Pine, der Steve Trevor den eigentlichen Helden verkörpert. An einer wirklich guten Kameraführung, die sowohl das traumhafte Paradies von Themyscira als auch das unsagbare Grauen des Schlachtfeldes gekonnt einfangen konnte.
Mit einer Laufzeit von 140 Minuten schafft es Wonder Woman trotz allem irgendwo spannend zu bleiben und fesselt einen trotz vieler Schwachstellen und nerviger Momente bis zum Ende an den Kinosessel. Die Errettung der Frauenwelt in den Superheldenfilmen ist Wonder Woman definitv nicht, dafür wird sie zu oft sehr naiv dargestellt. Trotzdem ist Wonder Woman für DC erst einmal wieder ein Schritt in die richtige Richtung und lässt doch auf Justice League hoffen.

Alles in allem ist Wonder Woman nicht so gut, wie der Hype erwarten lässt und kämpft mit einigen Schwachstellen, kann stellenweise aber doch überzeugen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

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