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Nachdem ich die Deadly-Sin-Saga der Autorin Lana Rotaru begonnen hatte und nach dem Cliffhanger im zweiten Teil nun sehnsüchtig auf den dritten Teil warte – Frau Rotaru hauen sie bitte in die Tasten! – konnte ich mich noch nicht von ihrem Schreibstil lösen und beschloss daher ihre bereits abgeschlossene Fantasy-Reihe zu lesen. So lernte ich Familie Black kennen.

Amelia Bennett dachte eigentlich sie wär ein ganz normales Mädchen aus Chicago. Bis eines Tages die Zwillinge Graham und Alexander Black in ihr Leben treten. Kurz darauf häufen sich merkwürdige Zufälle und Lia muss feststellen, dass sie niemals normal war.

Band 1 – Das Herz der Panther

Im ersten Band lernen wir die Protagonistin Amelia Bennett – von allen nur Lia genannt – kennen. Man bekommt einen kurzen Einblick in ihr Leben, ehe die Zwillinge Graham und Alexander Black in ihr Leben treten. Diese sind – natürlich – sportlich, gutaussehend und nach kürzester Zeit sehr beliebt. So viel zum Klitschee, das wir bereits in vielen vergleichbaren Werken gelesen haben. Hier enden dann aber die Gemeinsamkeiten, denn Lia lässt sich nicht einfach aus Liebe zu irgendetwas hinreißen. Erst nach und nach erfährt sie, dass die Blacks ihretwegen nach Chicago gezogen sind, um sie zu beschützen. Denn jemand gefährliches ist hinter ihr her und die Blacks sind keine gewöhnlichen Schüler, sondern Krieger, die sich in Panther verwandeln können – was man sich beim Titel der Bücher bereits denken konnte.
Der erste Teil ist unglaublich spannend, charakterisiert alle Personen, so dass alle vielschichtig gezeichnet sind und geizt auch nicht mit der Liebe. So bekommt der Leser was fürs Herz – auch wenn die Dreiecksstory manchmal etwas nervig wird – geboten und liest doch durch die geschaffene Spannung immer fleißig weiter. Trotz vieler schöner Ideen und neuen Handlungssträngen, greift Frau Rotaru leider auch immer wieder auf altbekanntes zurück, weswegen der Ausgang des dritten Bandes und Lias Herzensentscheidung bereits schnell durchschaut werden können. Trotzdem kann ich nur immer wieder Frau Rotarus Schreibstil loben, der einen immer wieder bei der Stange hält, ansonsten hätte ich das Buch an manchen Stellen doch gerne aus der Hand gelegt.

Band 2 – die Entscheidung der Panther

Während ich im ersten Band mein Herz noch Alexander Black verlor, habe ich es mir während des zweiten Bandes gleich wieder zurück geholt. Er war mir dann doch nicht mehr so sympathisch, zumal er einige Entscheidungen traf, die ich nicht nachvollziehen wollte. Nach dem Cliffhanger am Ende des ersten Teil – Frau Rotaru, wenn das in all ihren Werken so ist, wird das Warten auf die noch sieben ausstehenden Deadly Sin Bände eine echte Herausforderung – wird es erst einmal wieder ruhiger, was nach dem nervenaufreibenden Finale des ersten Teils sehr gut tut. Doch auch hier musste es irgendwann weiter gehen. Leider mit einem neuen Charakter, den ich einfach nicht dabei haben wollte. ab hier plätschert die Handlung etwas vor sich hin und verliert sich etwas in Zickenkriege. Das ändert sich dann jedoch als das große Finale näher rückt. Denn der Abschluss diesen Bandes wäre eigentlich ein guter Abschluss der ganzen Reihe geworden. Leider wurde hier zuviel Pulver verschossen, um das im dritten Teil noch einmal zu topen. Dafür war hier keine Spur von dem „Fluch des zweiten Bandes“, dem man sonst meistens anmerkt, dass er die Lücke zwischen Auftakt und Finale füllt.

Band 3 – Die Prophezeiung der Panther

Was tun, wenn nach einem großen Finale noch nicht alles vorbei sein kann und man noch einen weiteren Band füllen möchte? Eine Menge zusammenhangloser Handlungsfetzen beginnen. Der dritte und letzte Teil der Panther Trilogie beginnt wieder nervenaufreibend, denn natürlich ist noch nicht alles gesagt. Leider wiederholen sich hier viele Szenen aus den vorherigen Bänden und Lia scheint immer wieder das Gleiche zu passieren, ohne das die Handlung voran kommt. So plätschern zwei Drittel des Buches nur so vor sich hin. Im letzten Drittel passiert dafür wieder umso mehr. Anstatt die losen Handlungsstränge zu einem guten Ende zu verknüpfen, passiert noch einmal so viel, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann. Und so gipfelt auch dieser Teil in ein Finale, der aber nur noch wie ein billiger Abklatsch des Finales des zweiten Bandes wirkt. Als wäre Frau Rotaru am Ende die Puste ausgegangen und sie hatte keine Energie mehr ein gutes Ende zu schreiben. Auch fehlen mir am Ende gute 50 Seiten. Denn es kommt zum finalen Kampf, Punkt und schon erscheint der Epilog, der Jahre später spielt. Wo bleibt das Lecken der Wunden nach dem Endkampf? Wo bleibt die Verarbeitung alles Geschehene? Wo bleibt das zu Ruhe kommen und das wieder Zusammenfinden? Ich fühlte mich nach dem Ende um viele wichtige Szenen und Erklärungen betrogen und konnte so noch immer nicht mit der Reihe abschließen. Hier wurde sich um einen guten Abschluss gedrückt. Damit ist der dritte leider der enttäuschendste Band der Reihe.

Alles in allem ist die Panther-Trilogie vielleicht nicht der stärkste Vertreter des Genres, kann aber durchaus mitreißen und lässt einen so schnell nicht wieder los. Leider bleibt der erste Band der stärkste. Mit einem runden und gelungenen Ende hätte ich vielleicht stärker über die negativen Aspekte hinwegsehen können, aber leider bleibe ich irgendwo enttäuscht zurück. Am Ende des ersten Bandes hätte ich die Reihe noch viel höher gelobt. Aber ich empfehle die Reihe trotzdem weiter, denn wenn man sich so die Kritiken der anderen Leser anschaut, bin ich wohl die einzige, die das Ende als so negativ empfindet.

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