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Ein Vorwort

Die Marke Dwayne „The Rock“ Johnson hat in den letzten Jahren verstärkt neue Filme ins Kino gebracht. Während San Andreas recht ordentlich war und Jumanji – Welcome to the Jungle ein absoluter Kracher, konnten Baywatch und zuletzt Rampage – big meets bigger eher weniger überzeugen. Nun kommt das nächste Actionabenteuer in die  Kinos. Auf dem ersten Blick sieht es aus wie die Dwayne Johnson Variante von High Rise. Hier erfahrt ihr, was der Film wirklich kann.

Die Handlung

Will Sawyer (Dwayne Johnson) bekommt ein Jobangebot als Sicherheitschef des größten und modernsten Gebäudes der Welt. Seine Familie darf dort auch gleichzeitig leben. Doch kurz darauf gibt es einen Terrorangriff auf das Gebäude. Die Terroristen haben es auf den Gründer des Gebäudes Zhao Long Ji (Chin Han) abgesehen, schließen aber Sawyers Familie mit im Gebäude ein. Dieser sucht nun einen Weg hinein zur Rettung seiner Familie.

Meine Meinung

Die Grundprämisse von Skyscraper klang zumindest ganz interessant. Leider hat Mr. Johnson nun endgültig der Glaubhaften Hintergrundgeschichte abgeschworen und diese einfach mal in 10 Minuten abgearbeitet. Direkt danach geht es mit der geballten Actionladung los. Die hält genau das, was der Trailer versprach. Viele halsbrecherischen Aktionen sollen dafür sorgen, dass das Publikum durchgehend angespannt den Film verfolgt und ständig um seinen Protagonisten bangen soll. Der spektakulärste Stunt ist dabei nicht einmal der im Trailer dargestellte Sprung vom Baukran in das Gebäude – welcher inzwischen schon von allen Wissenschaftlern als unmöglich bewiesen wurde. Aber allein dieser Stunt kostet viel von den 103 Minuten – mindestens 15 Minuten verfolgen wir Mr. Johnson beim raufklettern und beim abschließenden Sprung. Man merkt also schon an diesem Beispiel, dass die Action viel zu übertrieben und abgedreht ist. Als Mr. Johnson kurz darauf auch noch Mr. Cruise und seiner Kletteraktion am Burj Khalifa nacheifert – und das ohne dessen Spezialausrüstung – ist der Frustrationsgrad im Kinosaal leider bereits sehr hoch. Statt an der Leinwand zu kleben vor Spannung, sitzt man dezent gelangweilt mit fast minütlichem Blick auf die Uhr da.
Dabei hätte man das Ganze mit einer glaubhafteren und auserzählten Hintergrundgeschichte entspannen können. Dann hätte man die Action glaubhafter und weniger abgedreht darstellen können. Denn optisch bietet Skyscraper einiges. Das Hightechgebäude hat einiges zu bieten und auch Hongkong als Kulisse hätte man deutlich mehr einbauen können.
Schauspieltechnisch ist leider auch nicht mehr als Durchschnitt drin. Dwayne Johnson liefert seine übliche Performance ab und die anderen Darsteller liefern genau das ab, was für den Film nötig ist, aber auch kein bisschen mehr.

Das Fazit

Skyscraper hat eine schöne Grundprämisse und könnte Mission Impossible mit High-Rise kombinieren. Leider bleibt am Ende nur die schöne Optik des Gebäudes und eine Vielzahl an abgedrehten Actionsequenzen. Den Zuschauer lässt der Film dadurch leider kalt. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Skyscraper läuft seit dem 12.07.2018 in den deutschen Kinos.

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