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Ein Vorwort

Die Rolle seines Lebens hatte Rowan Atkinson wohl als Mr. Bean. Zumindest muss ich jedes Mal an diese Figur denken, wenn ich Atkinson sehe. Da ich mit Mr.. Bean überhaupt nichts anfangen kann und dem Humor überhaupt nichts abgewinnen kann, mache ich normalerweise einen großen Bogen um alle Werke Atkinsons. So habe ich auch noch nie die Johnny English Teile gesehen. Bis ich aus irgendeinem Grund im Kino saß, um mir den dritten Teil anzugucken.

Die Handlung

Ein großer Hackerangriff deckt die gesamten Decknamen der aktiven britischen Spione auf. In ihrer Verzweiflung sucht das MI7 nach inaktiven Spionen und nach einem Zwischenfall bleibt nur noch einer übrig: English, Johnny English (Rowan Atkinson). Zusammen mit seinem treuen Freund Bough (Ben Miller) versucht er den Hacker zu identifizieren. Zunächst ist er aber mit der neusten Technik etwas überfordert.

Meine Meinung

Im Ganzen Dschungel der Prequels und Sequels, die jedes Jahr über den Kinohimmel hineinbrechen, ist es mitunter schon schwierig herauszufiltern, welche Sequels sind sinnvoll und welche nicht. Bei Johnny English ist das schwierig zu sagen (vor allem wenn man die ersten Teile nicht kennt). Letztendlich ist es eine Parodie auf James Bond, wenn dieser nicht mit der Technik mitgewachsen wäre. Also praktisch ein Sean Connery James Bond, dem man ein Smartphone vor die Nase hält und ihn mit virtuell Reality konfrontiert. Dies birgt durchaus ein großes Humorpotential, zumal English die neue Technik konsequent ablehnt und versucht mit den alten Methoden zurecht zu kommen. Aber wie bei vielen Parodien wird es ab einem gewissen Punkt einfach nur noch übertrieben und zieht damit alles ins Lächerliche. Die Handlung an sich ist dabei sehr simpel gehalten und leider auch sehr vorhersehbar. Ein Hackerangriff auf Großbritannien. Und wer zusätzlich zu English zur Hilfe gerufen? Ein Großunternehmer, wie Steve Jobs, dessen Angebote alle darauf ausgelegt sind, möglichst viele Daten von seinen Nutzern zu sammeln, um seine Algorithmen zu füttern. Na, wer sieht das Ende noch nicht vor sich?
Letztendlich liefert Johnny English 3 genau das, was die Vorgänger und der Trailer versprechen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr, weil einige Szenen wirklich witzig sind und nicht dieses gewollte übertriebene Witzig. Einfache Handlung, Rowan Atkinson mit seiner typischen Art und ein Bondgirl, äh ich meine English-Girl, runden den Film in seiner Einfachheit ab. Dazu kommt noch eine Emma Thompson, die man einfach in jeder Rolle lieben muss, auch als leicht naive Premierministerin.
Was jedoch wirklich schade ist, ist, dass in Johnny English 3 die Idee für einen viel besseren Film schlummert. Denn ähnlich wie im deutschen Kundschafter des Friedens, werden zusätzlich zu English auch drei Agenten, die wegen ihres Alters im Ruhestand sind, einberufen. Diese werden leider sehr schnell auch wieder entlassen, doch mit Michael Gambon (Dumbledore in den Harry Potter Filmen), Charles Dance (Tywin Lannister in Game of Thrones) und Edward Fox (Taboo) wurde schon ein interessanter Cast geschaffen. Wenn man diese nun statt English mit der neuen Technik vertraut gemacht hätte, wäre es wohl durchaus noch eine Komödie geworden, aber mit weniger Slapstick. Also praktisch ein britisches Kundschafter des Friedens (der leider nicht wirklich ausgereift ist, aber mit dem typischen britischen Humor und dem Cast, hätte ich ihn mir auf jeden Fall angesehen!).

Das Fazit

Johnny English 3 ist genau das, was man erwartet. Ob es diesen dritten Teil noch gebraucht hätte, dürfen die Fans entscheiden. Von mir gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Johnny English – man lebt nur dreimal läuft seit dem 18.10.2018 in den deutschen Kinos.

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