American Assassin

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Am 12.10.2017 erschien ein neuer Film mit Michael Keaton in den deutschen Kinos.

Mitch Rapp musste bei einem Terroranschlag mit ansehen, wie seine Verlobte niedergeschossen wurde und dann starb. In Folge seiner Trauer, trainierte er verschiedene Kampftechniken und den Umgang mit Schusswaffen. Nachdem er sich in einer Terrortruppe einschleusen konnte, wird die CIA auf ihn aufmerksam und er wird Stan Hurley unterstellt. Doch obwohl Rapp kaum fähig, sich an Regeln zu halten, wird er schon bald auf eine wichtige Mission geschickt.

Manchmal kommt es halt doch anders als geplant. Vince Flynn hatte bereits mehrere Werke über den CIA-Agenten Mitch Rapp geschrieben und die Rechte an seinem Werk verkauft. Dann wurde die Verfilmung des Teils „der Feind“ geplant und mehrere große Namen standen im Raum Mitch Rapp zu spielen. Doch der Plan wurde mit Erscheinen des Prequels „American Assassin“ verworfen und der spät erschienende, aber vor den anderen Werken spielende Teil wurde als erster Film in Betracht gezogen. Nach langem hin und her – und der Absage von Chris Hemsworth – wurde letztendlich Dylan O’Brien gecastet, mit der Absicht die Rolle mit dem Schauspieler zusammen altern zu lassen. An sich keine schlechte Idee doch einfach mal die Geschichte chronologisch zu erzählen und die Zuschauer nicht Jahre später mit einem Prequel zu nerven.
So beginnt der Film auch gleich mit jenem schicksalshaften Tag am Strand, wo Mitch Rapp Zeuge eines Terroranschlags und dem Tod seiner Verlobten wird. Die Verwandlung zum Muskelpaket wird dann übersprungen und der Zuschauer trifft ihn wieder, als er bereits kurz davor ist, sich erfolgreich in eine Terrorgruppe einzuschleusen. So lernt man bereits innerhalb der ersten Viertelstunde zwei Seiten von Rapp kennen und kann seine darauffolgenden Taten besser verstehen. Ein geschickter Erzählzug im Gegensatz zu Rapp erst als den knallharten und verschlossenen Typen vorzustellen, um dann hinterher Hände ringend zu erklären zu versuchen, warum er so geworden ist. Der Rest der Handlung verläuft dann aber doch stark nach dem üblichen Schema, so dass der Ausgang der Handlung bis auf wenige Überraschungen doch sehr vorhersehbar ist. Was ihm hier jedoch an Kreativität fehlt, macht er durch gut ausgewählte Drehorte wieder wett. So jetten die Charaktere gefühlt um die halbe Welt. Leider kann auch dies den Spannungsbogen nur bedingt aufrecht halten. Um darüber hinwegzutrösten wurde der Film sehr blutig. Dabei übertreibt er aber an keiner Stelle, sondern hält die Kamera bei Schusswechsel konsequent drauf und dreht sie nicht nur auf die entsetzten Gesichter der umstehenden Zivilisten. Damit erhielt die ungeschnitte Fassung in Deutschland auch eine FSK Freigabe ab 18 Jahren.
Zumindest Michael Keaton als Stan Hurley versucht zwischendrin immer wieder ein wenig Witz zur Auflockerung der ansonsten sehr ernsten Stimmung. Immerhin konnte sich Sanaa Lathan als starke Frauenrolle hervortun und beerbt mit ihrer Dr. Irene Kennedy praktisch Judy Dench als M aus den James Bond Filmen. Sie behält den Überblick und die Oberhand über ihre männlichen Kollegen.
Und was ist mit einer Fortsetzung? Nun, das wird wohl abhängig von den Einspielergebnissen sein, denn die literarische Vorlage gibt es. Aber sollte es einen geben, wäre es sicher interessant zu sehen, in wie weit O’Briens Mitch Rapp sich vom auf Rache sinnenden Jugendlichen weiterentwickeln kann und ob die Entscheidung den Schauspieler mit der Rolle wachsen zu lassen, auch wirklich die richige wahr.

Alles in allem ist American Assassin ein solider Actionfilm geworden, der sich leider kein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten konnte, aber trotzdem durchaus sehenswert ist. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

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Unter deutschen Betten

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Am 05.10.2017 erschien eine neue deutsche Komödie in den deutschen Kinos.

Linda Lehmann hatte vor 10 Jahren einen Hit. Seitdem fühlt sie sich aber noch immer als großer Star und hat sich zu einer richtigen Diva entwickelt. Doch als ihr Comeback scheitert und sie erkennt, dass ihr Produzent und Lebensgefährte sie betrügt, bleibt ihr nichts mehr. Als auch ihre Freunde sie verschmähen, ist ihre letzte Hoffnung ihre ehemalige Putzfrau Justyna. Deren Leben wird von da an ordentlich auf den Kopf gestellt.

Es geht das Gerücht, dass deutsche Filmemacher nur Komödien können. Und wenn man sich die aktuellen Kinofilme ansieht, so scheint das Gerücht fast bestätigt. Denn neben High Society und dem bald anlaufenden Fack Ju Göthe 3 ist Unter deutschen Betten bereits die dritte aktuelle Komödie. Aber ist der Film wirklich eine reine Komödie?
Die Frage kann man sehr schnell mit einem „Ja“ beantworten. Denn das Buch selbst beschreibt humorvoll die Zustände in deutschen Haushalten und spricht dabei die Themen Schwarzarbeit, Mindestlohn und Ausländerfeindlichkeit an. Die Protagonistin Justyna Polanska basiert dabei auf verschiedenen polnischen Putzfrauen, die der Autor Holger Schlageter unter einem Pseudonym vereint. Der Film hingegen schlägt von Anfang an eine ganz andere Kerbe ein und suchte sich eine neue Protagonistin. Der One-Hit-Schlagerstar Linda Lehmann wird erfunden, die nach einem gescheiterten Comeback vor den Scherben ihres Lebens steht. Verlassen von Lebensgefährten und Freunden, gibt es nur eine Person, die überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben möchte: Ihre ehemalige Putzfrau. Wobei das auch nicht so wirklich stimmt. Außergewöhnliche Umstände zwingen die beiden zusammen zu arbeiten. Wobei Linda Lehmann ihres Zeichen Diva nicht gerade die größte Putzhilfe ist. Leider beißt sich der Film an der lustigen Idee, dass der völlig abgedrehte Schlagerstar auf einmal putzen muss fest. Natürlich ist es zunächst auch sehr amüsant, aber das Frau Lehmann so partout gar nichts lernt, ist doch irgendwann etwas absurd. Nebenher tauchen immer wieder leicht kritische Themen auf. So erzählt Justyna, dass keiner der Bewohner je auf die Putzfrau achte, obwohl sie täglich in ihrem Haushalt herumschwirrt. Ebenso lernen wir Justynas Mitbewohner Rami kennen, der in seinem Heimatland ein Arztstudium bestanden hat und in Deutschland nun als Taxifahrer arbeiten muss, weil sein Studium in Deutschland nicht anerkannt wird. Hier wäre durchaus Potential für mehr gewesen, wenn man sich nicht auf eine Schiene eingeschossen hätte.
Schon nach dem ersten Trailer kam eine wichtige Frage auf: Wer um Himmels willen hatte nur Veronica Ferres gecastet? Die Antwort ist sehr einfach und überrascht wohl kaum jemanden. Denn Frau Ferres hat die Rechte an dem Buch erworben und sich damit ganz einfach selbst gecastet. Zu ihrer Verteidigung muss man aber sagen, dass sie ihre Rolle durchaus souverän spielt. Schauspielerisches Talent ist zwar an keiner Stelle erkennbar, aber die Rolle der Diva konnte sie trotzdem spielen. Auch der restliche Cast spielt souverän, sticht jedoch an keiner Stelle wirklich positiv hervor.
So kommt am Ende ein Film heraus, der an keiner Stelle wirklich schlecht ist, sich aber auch durch keine großen positiven Aspekte hervorhebt. So bleibt Unter deutschen Betten am Ende im allgemeinen Wusel der deutschen Komödien weit hinter seinem Potential zurück.

Alles in allem wäre mehr aus dem Film herauszuholen gewesen, wenn Veronica Ferres auch einfach weniger Screentime bekommen hätte. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Blade Runner 2049

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Am 05.10.2017 erschien die lang ersehnte Fortsetzung von Blade Runner in den deutschen Kinos.

Im Jahr 2049 gibt es noch immer Replikanten, künstlich erschaffene Menschen, die versklavt werden, um den „reinen“ Menschen zu dienen. Die Blade Runner sind noch immer dafür verantwortlich diese zu jagen und auszuschalten. Bei einer seiner Missionen entdeckt Agent K etwas, das dringend unter den Tisch gekehrt werden muss. So begibt er sich auf die Suche und findet Antworten, die er eigentlich gar nicht finden wollte.

1982 erschien der erste Teil von Blade Runner in den deutschen Kinos und zeigte eine düstere Zukunftsvision des Jahres 2019 und kombinierte Science-Fiction, Dystopie und Elemente des Film Noir. Besonders zeichnete er sich jedoch durch seine sehr ruhige und langsame Erzählweise aus. Selbst in actionreichen Szenen kommt nie Hektik auf und es blieb immer Zeit, um die Bilder auf sich wirken zu lassen. Diesen Stil verdankt der Film eine Menge Fans, während andere mit diesem Kunstgriff eher weniger anfangen konnten.
Während Ridley Scott im ersten Teil noch Regie führte, zieht er sich im zweiten Teil als Executive Producer zurück und überlässt Deniz Villeneuve den Regiestuhl. Dieser hat bereits mit seinen Vorwerken Prisoners, Sicario und zuletzt Arrival bewiesen, dass er die langsame Erzählweise des ersten Teils auch in der Fortsetzung einfangen kann.
Wie der Titel schon verrät spielt der zweite Teil 30 Jahre nach dem ersten Teil. Im Vorspann wird erzählt, was zwischenzeitlich passierte und wie inzwischen mit den Replicanten verfahren wird. Als nächstes lernt der Zuschauer Agent K kennen – in diesem Fall Ryan Gosling und nicht Tommy Lee Jones aus Men in Black. Er verfolgt einen Replikanten einer älteren Generation und stößt dabei auf etwas, was lieber im Verborgenen geblieben wäre.
Blade Runner 2049 nimmt sich am Anfang viel Zeit, um Agent K und sein Leben vorzustellen. Leider legt der Film hier ein wenig zu viel Wert auf seine Beziehung und verpasst es die Welt um ihn herum genauer vorzustellen. So bleiben viele Fragen unbeantwortet. Auch im folgenden bleibt die Erzählweise ruhig, aber die Handlung wird trotzdem permanent voran getrieben, was den Spannungsfaktor deutlich hebt. Die Handlung selbst ist gut durchdacht, verschlungen erzählt und an keiner Stelle vorhersehbar, da sie immer wieder Überraschungen einbaut.
Die Grundstimmung von Blade Runner 2049 ist sehr düster und genau das fangen die visuelle Umsetzung und die musikalische Untermalung gekonnt ein. Das Szenenbild ist sehr detailliert ausgearbeitet und zeigt viele Facetten. Gerade die Interpretation des zerstörten Las Vegas wirkt gleichzeitig imposant, wie auch einschüchternd und fängt damit gekonnt den Stimmungswechsel in der Handlung mit ein. Hans Zimmer beerbt Vangelis hier bei der musikalischen Untermalung und trifft – wie man es von Herrn Zimmer eben gewohnt ist – genau die richtige Nuance.
Schlussendlich geht man aus dem Film und hört die vielen begeisterten Pressestimmen, die den Film schon vorm Erscheinen als Meisterwerk betiteln. Und es ist unbestritten, dass der Film sehr vieles richtig macht. Aber irgendwo bleibt man doch etwas unbefriedigt zurück. Denn der „Bösewicht“ gespiet von Jared Leto bleibt aufgrund seiner sehr geringen Screentime sehr eindimensional und kann seine Beweggründe überhaupt nicht richtig darlegen. Es wird einem eine komplexe Welt präsentiert, aber nicht näher auf sie eingegangen. Es wird immer wieder ein Blackout angedeutet, der große Auswirkungen auf das Leben der Personen im Film hatte, aber man weiß noch immer nicht, was genau passiert ist. So bleiben allzu viele Fragen am Ende immer noch offen, die das Erlebte nachhaltig belasten. So hat Blade Runner 2049 eine Spiellänge von 164 Minuten und nimmt sich keine Sekunde Zeit, um die Welt irgendwo zu erklären.

Alles in allem ist Blade Runner ein Film, der lange im Kopf bleibt und viele positiven Seiten hat, letztendlich aber mit einem schlechten Nachgeschmack hängen bleibt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Media Monday #328

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Hallo ihr Lieben,
in letzter Zeit habe ich den Media Monday ein paar Mal ausfallen lassen, aber passend zur Frankfurter Buchmesse gibt es ein Literaturspezial und da wurde es für mich an der Zeit einmal mehr Wulfs Lückentexte zu füllen.

1. Wenn dieser Tage die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten öffnet wünsche ich allen Teilnehmern viel Spaß.

2. Das Schöne am Lesen ist ja, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Man kann sich an schöne oder gefährliche Orte träumen, neue Welten erkunden und und und…

3. Kate Morton ist wohl definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen, allein weil mich ihre Bücher sehr stark in Bann ziehen und dabei absolut verzaubern können.

4. Eine Buchreihe, der ich gerne eine Chance geben würde, suche ich aktuell. Ich habe noch ein paar angefangene, die ich noch beenden muss, oder wo ich auf den nächsten Teil warte, aber so eine ganz neue, da freue ich mich auf eure Empfehlungen.

5. Daughter of Smoke and Bone könnte ich mir ja ziemlich gut als Verfilmung vorstellen, aber wenn, dann bitte mit Maisie Williams in der Hauptrolle.

6. Ein regelrecht bewegendes Buch ist „der Joker“ von Markus Zusak. Ich lese es immer wieder gerne, wenn ich wengen irgendetwas deprimiert bin.

7. Zuletzt habe ich Star Trek Discovery begonnen und das war merkwürdig , weil sich die Serie bisher nur ganz grob an ihren Vorgängern orientiert und sich wie ein langgestreckter Kinofilm anfühlt.

Ich wünsche euch eine schöne Woche 🙂

Rückblick auf das 3. Quartal 2017 – Highlights und Enttäuschungen

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Hallo ihr Lieben,
es schon wieder soweit, das dritte Quartal ist zu Ende und nun beginnt bereits das letzte Quartal dieses Jahres. Das dritte Quartal konnte vergleichsweise starke Filme hervorbringen und schaffte es auf vielen verschiedenen zu unterhalten. In diesem Quartal schaffte ich es 12 Filme zu sehen (jeweils 4 im Juli, August und September) + eine Netflixdirektveröffentlichung + 4 Filme in der Cinemathek. Damit komme ich auf 17 Filme. Für mein Kleinstadtkino ist das schon eine gute Frequenz, auch wenn meine Verpasst-Listen zeigen, dass viel mehr Potential da war. Neu in meiner Übersicht sind die Mittelteil-Filme. Sprich die Filme, die es entweder ganz knapp nicht auf meine Enttäuscht-Liste oder ganz knapp nichts auf meine Highlight-Liste geschafft haben. Zu diesen Filmen werde ich lediglich die Kritiken verlinken und nichts genaueres zu sagen.

Die Enttäuschungen

Platz 3: mother!

Über diese Platzierung kann man sich natürlich streiten und eigentlich ist in diesem Fall Enttäuschung das falsche Wort. Denn ich hatte mir vorher kaum Gedanken über den Film gemacht. Er hat mir letztendlich einfach nur nicht zugesagt, obwohl ich sein Potential durchaus sehen konnte.

Platz 2: Barry Seal – Only in America

Ein Film, der leider trotz interessanter Handlung irgendwo in der Mittelmäßigkeit verschwand, weswegen ich nicht einmal eine anständige Kritik schreiben konnte. Hier hatte ich mir deutlich mehr erhofft.

Platz 3: Valerian – Stadt der tausend Planeten

Eins muss man Valerian lassen, er schaffte es wunderbare Bilder zu produzieren und schien auch zunächst viel richtig zu machen. Aber mit zwei schlecht besetzten Hauptcharakteren und eine Handlung, die mehr wollte, als der Film verkraftet hat, konnte der Film über seine Lauflänge einfach nicht überzeugen.

Der Mittelteil:

Platz 6: Spider-Man: Homecoming
Platz 5: Der dunkle Turm
Platz 4: Bullyparade
Platz 3: To the Bone
Platz 2: Atomic Blonde
Platz 1: Es

Die Highlights:

Platz 4: Baby Driver

Ein Film, der um seinen Soundtrack herum gebaut wurde, gab es vorher wohl auch noch nie. Und bei Baby Driver passt sich die Handlung beinahe spielerisch dem Soundtrack an. Actionreich und doch mit nachdenklichen Momenten durchzogen. Ein guter Cast und eine unfassbare Stimmung, die der Film ausströmt.

Platz 3: Killers Bodyguard

Wochenlang hab ich mich auf den Film gefreut und habe genau das geliefert bekommen, was ich erwartet habe. Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson als harmonisches disharmonisches Paar. Sie spielen auf einer Wellenlänge und passen doch eigentlich so gar nicht zusammen. Gepaart mit schöner Action, interessanten Ideen und dem gewissen Etwas im Bereich Humor. Herausgekommen ist ein Film, der einfach nur Spaß machte.

Platz 2: Kingsman 2 – The golden Circle

The golden Circle bleibt minimal hinter seinem Vorgänger zurück, kann aber wieder genauso begeistern. Elegant wie James Bond, sich selbst aber dabei nicht so immer ganz ernst nehmend, bekommen unsere Helden aus dem ersten Teil Hilfe von ihren amerikanischen Freunden. Julianne Moore beerbt Mr Jackson auf eine denkbar würdige Weise und ist doch genauso verrückt. Ein Kinoschmaus vom allerfeinsten.

Platz 1: Dunkirk

Während viele Actionfilme und davon viele mit gutem Humor gepaart das dritte Quartal dominierten, konnte doch ein Film mehr herausstechen: Dunkirk. Christopher Nolan versetzt uns zurück in Zeiten des zweiten Weltkrieges. Ein schwieriges Thema und doch so fein pointiert und so realitätsnah und mit fehlendem Patriotismus, dass er einem den Atem verschlägt.

Und was war in der Cinemathek los? Dort hat mich 7 Minuten nach Mitternacht zu Tränen gerührt, mir Moonlight den Weg eines schwulen schwarzen Jungen gezeigt, der versucht erwachsen zu werden, während Mit Siebzehn die Thematik komplett verfehlt und zu guter Letzt konnte mich Zu guter Letzt rühren und erfreuen.

Was waren eure Highlights und Enttäuschungen im dritten Quartal?

Verpasst im September & mein Lesemonat September

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Hallo ihr Lieben,
letzten Monat habe ich noch auf einen schönen Altweibersommer gehofft, inzwischen weiß ich es besser und verstecke mich so gut es geht vor dem Grau draußen zu verstecken. Kinosäle sind dafür immer eine gute Option. Trotzdem habe ich es, wie immer, nicht geschafft, alle interessanten Filme des vergangenen Monats zu sehen. Hier kommt nun wieder die Auflistung derer, die es auf meine ewige Liste der verpassten Filme geschafft haben:

Verpasst im September

1) Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft ab: Den ersten Teil musste ich zu Schulzeiten im Biologieunterricht sehen. Nun hätte ich es interessant gefunden, wie wenig wir seitdem gelernt haben.

2) The Circle: Ein sehr aktuelles Thema und dazu noch mit Tom Hanks. Für mich allein schon immer ein Grund, einen Film zu sehen.

3) Logan Lucky: Der Trailer sah schon so herrlich skurril und mit einem ganz eigenen Humor ausgestatt aus. Der Film hätte interessant werden können.

4) Schloss aus Glas: Mit einem interessanten Cast versehen über das Erwachsenwerden mit schwierigen Familienverhältnissen.

5) The book of Henry: Ein hochbegabtes Kind, eine überforderte Mutter und dann das neue Kind von gegenüber, dem es wohl nicht gut geht. Hier schlummert noch eine interessante Geschichte.

Mein Lesemonat September

Der September war sehr arbeitsintensiv, weswegen ich weniger dazu kam viel zu lesen. Dafür habe ich mich anspruchsvolleren und dickeren Büchern zugewandt.

Bücher insgesamt: 2 Bücher
Seiten insgesamt: 1484 Seiten
Seiten pro Tag: 50 Seiten im Durchschnitt
Taschenbücher: 1
Hardcover: 1

Platz 2: Dancing Jax – Auftakt

Die Buchreihe wurde mir empfohlen, konnte mich aber nicht so richtig abholen. Mit den meisten Charakteren konnte ich mich nicht identifizieren und die anderen habe ich regelrecht verabscheut. Die Handlung selbst ist eigentlich sehr interessant, aber der Aufbau ist zu langatmig, um wirklich Spannung aufzubauen. Grundsätzlich wüsste ich aber gerne, wie es weitergeht…

Platz 1: Game of Thrones – Unser ist der Zorn

Als ich beschlossen hatte „Game of Thrones“ nicht nur als Serie, sondern auch in Buchform zu konsumieren, konnte ich mich nicht dazu durchringen 10 Bücher in Taschenbuchform zu kaufen, wie es in der ursprünglichen deutschen Version angedacht war. Da kamen mir die neuen Ausgaben des Penhaligon-Verlages gerade Recht. Neue Cover, Hardcover und Aufteilung in die ursprüngliche Fünf-Buch-Variante. George Martin weiß es durchaus eine Geschichte zu erzählen. So wird es kaum langweilig, auch wenn sich manche Erzählstränge durchaus mal ziehen können. Bemerkenswert ist es wohl auch, dass er die „großen Geschehnisse“ meist sehr schnell abhandelt und über andere Dinge seitenlang schreiben kann. Wenn man damit aber zurecht kommt, bieten die Bücher ein solides Hintergrundwissen zu der Serie.

Es

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Am 28.09.2017 erschien eine neue Verfilmung des Stephen King Bestsellers Es in den deutschen Kinos.

Bill, Ben, Beverly, Richie, Eddie, Mike und Stan bezeichnen sich selbst als den Club der Looser. Sie werden von den Schlägern der Stadt regelmäßig verfolgt und gehänselt. Auch haben sie alle vor ganz bestimmten Sachen Angst. In einem schicksalhaften Sommer treffen sie alle auf ihre Ängste und dem alle 27 Jahre auftauchenden Horrorclown Pennywise.

1986 erschien Stephen Kings Werk „Es“ in deutscher Sprache. Schnell entwickelte es sich zu einem großen Erfolg. Zudem ist es Kings zweitlängstes Werk mit 1.536 Seiten in der deutschen Übersetzung. 1990 wurde es bereits in zwei Teilen verfilmt und brachte die Geschichte so auch einem lesefaulen Publikum näher. Doch Es taucht alle 27 Jahre wieder auf. So eroberte nun 2017 – 27 Jahre nach der ersten Verfilmung – ein Remake wieder die Kinoleinwände.
Auch das Remake wird wieder in zwei Teilen abgearbeitet und bearbeitet zunächst die Kindheit des Clubs der Looser und im zweiten Teil wird der Club dann erwachsen sein. Hier orientiert sich das Remake eher am Original, als am Buch, denn dort werden die beiden Zeitachsen immer wieder gewechselt. Sinnvoll scheint es jedoch, da so der Zuschauer die Kinder erst einmal ganz in Ruhe kennen lernen kann. Die Charakterisierung erfolgt nach ziemlichen Stereotypen, aber genau das ist wohl auch von King gewollt. So haben wir den Dicken, den Schwarzen, den Anführer, den Hypochonder, den Sprücheklopfer, den Juden und das Quotenmädchen. Zumindest wenn man Charaktere auf Eigenschaften wie Dick oder die Farbe der Haut oder die Religionszugehörigkeit reduzieren möchte. Auszeichnender sind jedoch die einzelnen Ängste und die Geschichten, die hinter den Kinder stehen. So zeichnet sich Bills Verhalten sehr durch die Wut und Trauer über den Verlust seines kleinen Bruders aus, der in jener schicksalhaften ersten Szene spurlos verschwindet. Erst nach und nach setzt sich das Bild zusammen, warum die Kinder vor bestimmten Dingen Angst haben. Leider ist es genau diese Angst, die Es anzieht und wiederholt in Form des Clowns Pennywise auftritt.
Mit gerade einmal 27 Jahren verkörpert Bill Skarsgård die Rolle des Pennywise. Dies ist entweder ein interessanter Zufall oder ein geschickter Schachzug im Bezug auf die alle 27 Jahre wiederkehrende Erscheinung von Es. Im Vergleich Tim Curry war 44 Jahre als er in der ersten Version den Clown Pennywise gab. Skarsgård spielt die Rolle unglaublich authentisch, so dass bei seinen Auftritten immer wieder ein Raunen durch den Kinosaal ging. Der plötzliche Wechsel zwischen den verschiedensten Emotionen gelingt ihm spielerisch. Die Darsteller des Clubs der Looser müssen sich jedoch nicht verstecken, auch sie spielen ihre Rollen allesamt gut, auch wenn ein paar das Minenspiel bereits besser spielen als andere.
Mit 135 Minuten hatte Es genug Zeit, um die wichtigsten Teile der literarischen Vorlage umzusetzen. Der Spannungsbogen wird konsequent gehalten. Kritikpunkt am Film ist jedoch, dass er sich im Horrorsegment ein wenig zu sehr auf sogenannte „Jump Scares“ stützt, also plötzliche Schockmomente, die zudem meist von der Musikuntermalung angekündigt wurden, dennoch immer wieder zu einem allgemeinem Zusammenzucken im Kino führte. Der „Coming-of-Age“-Part des Films ist dafür wesentlicher subtiler ausgearbeitet und bildet so einen schönen Kontrast zu den Horrorelementen. Grundsätzlich ist die Musikuntermaltung stets präsent und sehr passend gestaltet. Dennoch „spoilert“ sie praktisch Teile der Handlung.

Alles in allem bringt Es reales Grauen auf die Leinwand und lässt den Zuschauer nicht so schnell los. Bis auf die Umsetzung des Horrorelements macht der Film viel richtig und bekommt dafür 08 von 10 möglichen Punkten.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Übersicht

Hallo ihr Lieben,
abschließend noch einmal zusammenfassend die Übersicht meiner September-Filme und die Startbeiträge meiner Mitblogger, falls ihr neugierig geworden seid, was denn andere aus dieser Challenge gemacht haben 🙂

S“ wie Sophies Welt
E“ wie Eat Pray Love
P“ wie Plötzlich Prinzessin
T“ wie Trumbo
E“ wie E-Mail für dich
M“ wie Mansfield Park
B“ wie Breakfast Club
E“ wie Escape Plan
R“ wie RED – älter, härter, besser

Weitere Teilnehmer:

Zacksmovie
Ma-Go
Ainu 89
MorgenLuft

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 3

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Hallo ihr Lieben,
der dritte und letzte Part von Zacks SEPTEMBER Challenge widmet sich den letzten drei Buchstbaben B.E.R., die ja eigentlich für eine viel zu späte Fertigstellung stehen (zumindest wenn man im Tourismus arbeitet und dringend auf seine Fertigstellung wartet…), dennoch soll dieser Beitrag ganz pünktlich am letzten Mittwoch des Monats erscheinen. Für diesen Part habe ich (ausnahmsweise) einmal meinem Freund die Entscheidung gelassen. Hier sind seine B.E.R Filme:

„B“ wie Breakfast Club

Der Inhalt:

5 Jugendliche, die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen zusammen an einem Samstag aus ganz unterschiedlichen Gründen nachsitzen. Während sie sich zunächst alle misstrauen und einfach nur wollen, dass der Tag endet, gestehen sie sich doch irgendwann ihre Ängste und Sorgen.

Meine Empfindungen zum Film

Breakfast Club gilt als Klassiker der Filmgeschichte. Schon seit langem wollte ich das Kammerspiel mal näher begutachten, da viele es in den höchsten Tönen empfahlen. Als mein Freund nun diesen Film vorschlug war ich also sofort dabei. Doch zunächst fiel es mir sehr schwer in den Film einzusteigen, da er doch sehr langsam erzählt wird. Erst gegen Ende, als sich die fünf Jugendlichen endlich öffneten fand ich ein bisschen Anschluss und konnte mich doch noch ein wenig für den Film begeistern. Vielleicht waren meine Erwartungen durch die vielen Empfehlungen einfach nur viel zu hoch und beim zweiten Mal sehen finde ich ihn dann schon wesentlich besser.

„E“ wie Escape Plan

Der Inhalt:

Ray Breslin hat sich darauf spezialisiert aus Hochsicherheitsgefängnissen auszubrechen, um den Betreibern ihre Schwachstellen vor Augen zu führen. Doch bei seinem aktuellen Auftrag scheint etwas völlig falsch zu laufen. Davon lässt sich Breslin jedoch nicht aufhalten und versucht mit seinem Verbündeten Emil Rottmayer dennoch zu entkommen.

Meine Empfindungen zum Film

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger sind die Helden der Filme, für die mich mein Freund noch immer begeistern möchte. Doch der Zufall brachte zunächst einen neueren Film mit diesen beiden Schauspielern ins Sky Wochenendprogramm. Escape Plan konnte mich schnell begeistern, da ich das Konzept des Rätsels mit anschließender Aufklärung immer wieder gerne sehe. Also zunächst den OMG, wie macht er das Moment mit einem anschließenden Wenn er das so erklärt, klingt das voll einfach und logisch. Escape Plan hatte zudem eine interessante Handlung und hat es geschafft die Spannung bis zum Ende zu halten.

„R“ wie RED – älter, härter, besser

Der Inhalt

Frank Moses war einer der Spitzenagenten bei der CIA, bis er in Rente ging. Nun ist sein einziger Trost in seinem einsamen Leben die Telefonate mit seiner Bearbeiterin Sarah Ross. Bis der Befehl ihn und andere Teilnehmer einer geheimen CIA-Mission zu töten erteilt wird. Auf einmal muss er nicht nur sein Leben und das von Sarah retten, sondern auch seine alten Freunde zusammen trommeln, um die Verschwörung aufzudecken.

Meine Empfindungen zum Film

Bei diesem Vorschlag meines Freundes habe ich relativ schnell zugestimmt, da in der Besetzungsliste Karl Urban auftauchte und ich ihn sehr gerne in Filmen ansehe. Erstaunlicherweise konnte mich aber auch die Handlung sehr schnell fesseln und ich fieberte bis zum Ende mit den Charakteren mit. Versteht mich nicht falsch, ich schaue gerne Actionfilme, wenn die Handlung irgendwo ein bisschen eigenen Charme hat. Aber der ehemalige CIA-Agent, der wieder zurückgeholt wird aus irgendwelchen Gründen, klang vorher einfach nicht innovativ. Aber der Film konnte trotzdem mit einer ganz eigenen Dynamik und coolen Ideen aufwarten.

Barry Seal – Only in America

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Am 07.09.2017 erschien ein neuer Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Als Pilot gelangweilt von seinem Job bekommt Barry Seal aus heiterem Himmel ein Angebot von der CIA. Er soll Waffen und ähnliches transportieren. Aber das Leben kann so viel aufregender sein, wenn man sich gleichzeitig einen Nebenverdienst im Drogenkartell von Pablo Escobar sucht.

Wie wird man sehr schnell verdammt reich? Damit haben sich in den letzten Jahren bereits die Filme Wolf of Wall Street und War Dogs, beide basierten auf wahren Ereignissen. So auch Barry Seal und versetzt uns gleichzeitig zurück in die 1970er und 1980er Jahre.
Barry Seal – Only in America wird komplett stringent erzählt und orientiert sich an Jahreszahlen und Orten die in den Jahren eine wichtige Rolle spielten. So baut er sich langsam auf. Leider baut er sich zu langsam auf, um wirklich Spannung zu erzeugen. Auch im Mittelteil erzählt Seal ganz nüchtern seine Geschichte und seine vielen Kurierflüge. Auch dem „großen Finale“ mangelt es an Spannung.
Die Handlung hatte an sich aber einiges zu bieten. Den großen Spagat zwischen FBI, CIA und Pablo Escobar gelingt Seal und somit dem Film gut. Damit ist die Handlung interessant und bietet eigentlich genug Wendungen, um Spannung aufzubauen. Doch Seal bleibt hinter den oben genannten Vorgängerfilmen zurück. Er hat weder die durchgedrehten Ideen, wie in Wolf of Wall Street oder sie selbstironische Erzählweise, wie War Dogs. Trotzdem kann man nicht sagen, dass es sich um einen schlechten Film handelt. Tom Cruise spielt seine Rolle durchaus souverän. Aber ihm fehlt der nötige Pepp, um etwas besonderes aus der Erzählung zu machen.

Alles in allem bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück und bleibt so in der Mittelmäßigkeit stecken, dass es weder große Kritikpunkte, noch herausragende Leistungen gibt, weswegen diese Kritik sehr kurz ausfällt. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.