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Am 23.07.2015 erscheint der neue Film aus dem Hause Marvel. Ich habe ihn in einer Vorpremiere bereits gesehen.

Kurz zur Story: Vor vielen Jahren entwickelte der Forscher Hank Pym ein Serum, um Gegenstände verkleinern zu können. Mithilfe eines Anzuges kann er sich selbst schrumpfen und wurde zu Ant-Man. Doch Howard Stark versuchte das Serum zu kopieren und für seine Zwecke zu nutzen. Aus Angst versteckt er sowohl das Serum als auch den Anzug. Doch Jahre später entwickelt Darren Cross, Geschäftsführer in Pyms Firma, ein ähnliches Serum. Um eine Katastrophe zu verhindern, rekrutiert Pym den jungen Scott Lang, um den Ant-Man wieder aufleben zu lassen.

Als ich den ersten Trailer gesehen habe, war ich sehr skeptisch gegenüber den Film, denn er wollte nicht in das mir bekannte Marvel-Universum passen. Ich kenne Hank Pym als Ant-Man und vorallem auch zusammen mit Wasp als Gründungsmitglied der Avengers. Daher war es für mich sehr ungewöhnlich, dass Hank Pym im Film Alt ist und auf einmal Scott Lang der Ant-Man sein soll. Aber ich habe das recherchiert! Hank Pym ist in den Comics Gründungsmitglied überlässt seine Identität aber in The Avengers #181 Scott Lang. Also hält sich der Film doch an Comicvorlagen, was zuvor meine Zweifel ausgelöst hatten.
Auch ansonsten passt sich der Film sehr gut in das bereits bestehende Marvel Cinematic Universe ein. Es knüpft an den letzten Avengersteil an und bietet immer wieder bekannte Gesichter durch Gastauftritte und bietet in den allseits bekannten After Credit Scenes auch wieder die Überleitung zum nächsten Film aus dem Hause Marvel. Etwas zu kurz kommt hier jedoch Hydra, da sie zwar erwähnt wird, aber im Gegensatz zu anderen Marvel-Filmen kaum Macht und Einfluss hat und sehr schnell vom Helden verscheucht wird.
Die Handlung an sich ist spannend gestaltet, auch wenn sie wenig überraschendes birgt. Das erste Drittel des Filmes erinnert dann auch eher an MacGyver.
Mehrfach ging mir während des Films der Satz „MacGyver trifft auf Lex Luthor“ durch den Kopf. Denn während der Held Scott Lang teilweise als MacGyver mit seinen genialen Einfällen dargestellt wird, scheint der Bösewicht Darren Cross aus dem DC Universum entnommen worden zu sein. Sowohl mit seiner Glatze, als auch mit seinem Vaterkomplex und seinem Wahn erinnert er doch sehr an Supermans Erzfeind. Trotz allem hat der Film seinen ganz eigenen Charme und punktet mit seinem typischen Marvel-Humor. Das Ende ist leider für meinen Geschmack etwas zu abgespaced, bewegt sich aber im Bereich des Erträglichem.
Und eins muss man dem Film lassen. Mir waren Ameisen noch nie so sympathisch! Der Film schafft es ihren Nutzen und ihre Fähigkeiten darzustellen und lässt dem Zuschauer gleichzeitig noch eine gewisse Beziehung zu ihnen aufbauen. Das schafft auch nicht jeder!

Alles in allem ist der Film wieder eine Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe. Wer jedoch mit Marvel nichts anfangen kann, sollte auch diesen Film eher meiden. Ich gebe ihm solide 07 von 10 möglichen Punkten.

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